ASRock FM2A85X-ITX Review



PCT Check: Alltagstest

Funktion S3  Ja SVM vohanden / deaktivierbar / IOMMU deaktivierbar? Ja/Ja/nur in Beta
Funktion S4  Ja C6 Option vorhanden / deaktivierbar  Ja / Ja
Funktion CnQ / mit OC Ja / Ja C1E Option vorhanden / deaktivierbar  Nein / Nein
Funktion Turbo  Ja Funktion Wake on Lan  Ja
Betrieb CR 1T  Ja Funktion Wake on / Power On PS/2  Ja / Ja
Funktion PCIe 1x Karte in PEG  Ja Funktion Wake on / Power On USB  Ja / Nein

Im Alltagstest hinterlässt die Platine von ASRock eine durchaus gute Figur. Alle wichtigen Funktionen werden einwandfrei unterstützt. Eine IOMMU Option gibt es bislang aber nur in einem Beta-UEFI. Dieses Feature soll in folgenden Updates integriert werden.  Wie bei den letzten ASRock Boards macht zudem das Starte aus dem S5-Zustand über eine USB-Maus Probleme. Wie bei den anderen ASRock Platinen sollte dies in kürze per UEFI-Update gefixt werden. Bei Windows 8 muss der schnelle Start deaktiviert werden, damit WOL funktioniert. Die scheint ein generelles Problem von Win 8 zu sein.

Update: Die Power on USB Probleme wurden mit dem Update 1.20B behoben.

 

Der Referenztakt der Platine liegt bei 99,82 MHz. Dies liegt knapp unter den von AMD vorgegeben 100 MHz. Entsprechend sind auch die übrigen Taktraten (CPU, Speicher, Grafik etc.) leicht verringert. In der Praxis ist dies jedoch kein Problem.

Die Spannung der CPU wird korrekt gesetzt. Es fällt jedoch auf, dass die Spannung die in CPU-Z angezeigt wird grundsätzlich niedriger (~0,02 V) als die Spannung ausfällt , welche tatsächlich an den Kondensatoren im Bereich der VRMs anliegt. Dies wird vor allem deutlich, wenn man die verschiedenen LLC Stufen betrachtet:

LLC CPU-Z Spannung Idle Spanung manuell gemessen Idle CPU-Z Spannung Last Spannung manuell gemessen Last
default 1,344 V 1,351 V 1,320 V 1,345 V
1/2 1,344 V 1,351V 1,320 V 1,345 V

Für diese Tabelle wurden im UEFI eine feste Spannung von 1,350V eingestellt. Offensichtlich gibt es zwischen beiden LLC Stufen allerdings keinen Unterschied. Die Spannung unter Last entspricht relativ genau der manuell im UEFI eingestellten Spannung.

Lüftersteuerung und Temperaturen

lufter1 330x247 ASRock FM2A85X ITX Review

ASRock FM2A85X-ITX – Position der Lüfteranschlüsse

Die Platine bietet insgesamt 3 Lüfteranschlüsse. Diese sind wie folgt ausgeführt:

  1. CPU_FAN1 (4 Pin)
  2. CPU_FAN2 (3 Pin)
  3. CHA_Fan1 (4 Pin)

Bei der Platine sind die beiden CPU- sowie der CHA_FAN1 Anschluss regelbar. Der 3 Pin CPU-Lüfteranschluss kann sowohl 3- als auch 4 Pin Lüfter regeln. Die beiden 4 Pin Anschlüsse regeln nur 4 Pin Lüfter. Bei beiden CPU-Fan und dem CHA_Fan Anschluss erfolgt die Regelung über die CPU-Temperatur.

Die Lüftersteuerung wird im Wesentlichen über 2 Optionen geregelt. Target Fan Level und Target Temperature. Die Temperatur gibt vor, bis zu welcher Temperatur der Lüfter mit dem Target Level drehen soll. Beim Überschreiten dieser Temperatur dreht der Lüfter hoch. ASRock bietet seit geraumer Zeit eine sehr fein einstellbares Target Level in 0 – 255 Schritten an. Hiermit ist es bspw. möglich den Lüfter auszuschalten.

lufter 330x123 ASRock FM2A85X ITX Review

Test der Lüftersteuerung des FM2A85X-ITX

Wir haben die Lüftersteuerung für den CPU-Lüfter getestet. Dabei war „10“ als Custom Speed gewählt. Dies bedeutet, dass unser Lüfter (Arctic Cooling Freezer 13 Pro) bei dieser Drehzahl komplett abschaltet. Die APU wird in diesem Fall nur passiv gekühlt. Betrachtet man das Verhalten der Lüftersteuerung (oberer Graph) in der obigen Abbildung erkennt man, dass der Lüfter nicht mit dem Anfallen von CPU-Last (unterer Graph) sondern erst mit dem Ansteigen der Temperatur langsam hochdreht.

Nach dem Wegfall der Last und dem unterschreiten des Temperaturgrenzwertes (in diesem Fall 45° C ) senkt der Lüfter die Drehzahl. Die Anzeige der sehr hohen Drehzahlen geht auf ein Anzeigefehler von Aida64 zurück. Sobald der Lüfter abgeschaltet wird, wird eine unendlich hohe Drehzahl angezeigt. In der Realität ist der Lüfter in dieser Zeit ausgeschaltet

Unterm Strich funktioniert die Lüftersteuerung gut und regelt den CPU-Lüfter einwandfrei je nach Temperatur auf- und ab. Auch die Möglichkeit den Lüfter im Idle ganz zu deaktivieren überzeugt.

Im Volllastbetrieb (Stock Zustand) konnten wir eine Temperatur von 40° C an den Spannungswandler und 42° C an dem FCH-Kühler messen. Beide Temperaturen sind vollkommen in Ordnung. Zu beachten ist jedoch, dass die Temperaturen natürlich stark von der Systemumgebung und den vorhanden Kühllösungen abhängt.

ASRock AXTU

Hinter ASRock AXTU versteckt sich die ASRock Tuning Software, wobei viele unterschiedliche Optionen in dieser Software zusammengefasst sind. Zunächst sind es die bekannten Optionen zum Übertakten des Systems unter Windows. Entsprechend lassen sich alle wichtigen Spannungen und Taktraten einstellen. Zudem lassen sich die Spannungen und Taktraten im Hardware Monitoring Teil überwachen und die Lüftersteuerung konfigurieren.

Wirkliche Freude kam beim Übertakten Mittels AXTU allerdings nicht auf. Der Weg über das BIOS ist aus unserer Sicht zu bevorzugen. So erfordert es einen Wechsel des CPU-Multiplikators bspw. einen Neustart des Systems.

Eine weitere Option ist das XFast Ram Feature. Hiermit kann der Nutzer ohne großen Aufwand automatisch eine Ram-Disk anlegen, auf der bspw. temporäre Dateien ausgelagert werden können. Dies ist vor allem mit Blick auf die immer stärker steigenden Menge des Arbeitsspeichers (RAM) sehr interessant. In einem kurzen Test funktionierte das Feature einwandfrei.

Linux Kurztest

Wie Üblich wurde das System in Kürze mit der Ubuntu 12.04 LTS Version getestet. Alle wichtigen Features funktionierten hierbei problemlos. Dies gilt auch für die verwendeten USB3 und Netzwerkcontroller sowie den AHCI-Modus.

Bootzeit

Gemessen wird die Zeit, die das System benötigt um vom betätigen des Anschaltknopfes bis zum Windows Login-Bildschirm zu gelangen. Dabei werden drei unterschiedliche Fälle betrachtet. Ein vollständiges Herunterfahren von Windows 8, den „schnellen“ Windows 8 Startmodus sowie den Startmodus ohne Legacy Unterstützung. Gemessen wird mittels einer Stoppuhr. Es wird die Zeit von drei Messungen gemittelt und auf viel volle Sekunde auf-/abgerundet.

Gigabyte GA-F2A85X-UP4 ASRock FM2A85X Extreme4-M ASRock FM2A85X Extreme6 ASRock FM2A85X-ITX
Bootzeit W8 kompletter Shutdown 33 Sekunden 33 Sekunden 32 Sekunden 27 Sekunden
Bootzeit Schnellstart („Fast“) 17 Sekunden 14 Sekunden 15 Sekunden 13 Sekunden
Bootzeit Schnellstart ohne Legacy Unterstützung („Ultra Fast“) 14 Sekunden 13 Sekunden 13 Sekunden 11 Sekunden

Die ASRock Platine kann sich insgesamt knapp an die Spitze setzen.

Right Mark Audio Analyzer 6.2.5

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB
-0.04, -0.10
Excellent
Noise level, dB (A)
-81.1
Good
Dynamic range, dB (A)
81.2
Good
THD, %
0.0039
Very good
THD + Noise, dB (A)
-73.9
Average
IMD + Noise, %
0.027
Good
Stereo crosstalk, dB
-81.4
Very good
IMD at 10 kHz, %
0.026
Good
General performance
Very good

Der Onboardsound ist „sehr gut“ laut dem Right Mark Audio Analyzer 6.2.5.

 

PCT Check: Alltagstest Funktion S3  Ja SVM vohanden / deaktivierbar / IOMMU deaktivierbar? Ja/Ja/nur in Beta Funktion S4  Ja C6 Option vorhanden / deaktivierbar  Ja / Ja Funktion CnQ / mit OC Ja / Ja C1E Option vorhanden / deaktivierbar  Nein / Nein Funktion Turbo  Ja Funktion Wake on Lan  Ja Betrieb CR 1T  Ja …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Während des Testzeitraums konnte das ASRock FM2A85X-ITX überzeugen. Die Platine punktete vor allem durch hochwertige Komponenten, einen guten Alltagseindruck sowie eine sehr gute Leistungsaufnahme. Die Performance des Boards liegt auf dem üblichen Niveau aller FM2 Platinen. Auch die Overclockingergebnisse der Platine sind gut, wobei das Board aufgrund des geringen Formfaktors natürlich kein "Overclockingmonster" ist. Für maximale Taktraten ist das Board sicherlich nicht erste Wahl. Auch der Preis von knappen 80€ ist mit Blick auf die gebotene Leistung gut.

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8 Kommentare

  1. Sehr guter Test, sogar Lüftersteuerung wurd eingegangen was mir in so vielen Tests fehlt. Perfekt! Aber warum sollten mehr als 3 Lüfteranschlüsse vorhanden sein? Bei HTPC Gehäusen ist selten Platz für mehr als 3 Lüfter, zur Not gibt es Y-Stecker. Ich spiele mit dem Gedanken mir das Brett zuzulegen und werde 1 Lüfter benötigen.

    Ich muss sagen das Asrock P/L die besten Boards aktuell baut. Die 100 Windowstools könnte man sich sparen, bzw. in ein einziges Tool bauen. Viele dieser Mainboardtools verbraten so viel Systemressourcen das diese eher ein Klotz am Bein sind als eine echte Hilfe. Zumindest bei meinem paar Monate altem Asus bin ich immer mehr enttäuscht und ärgere mich nicht auf Asrock gesetzt zu haben.

  2. Danke für das Lob!

    Bzgl. des Anzahl an Lüfter ist zu beachten, dass neben dem CPU-Anschluss nur noch einer der Gehäuseanschlüsse regelbar ist. Drei regelbare Anschlüsse wären wünschenswert, vier gut. Aber das kommt natürlich auch immer auf das jeweilige Gehäuse an ;)

  3. sehr schöner test – danke

  4. Danke für das Feedback! :)

  5. Eine kurze Frage hätte ich noch zu dem Test: Kann man den Lüfter den man montiert in jede Richtung drehen? Plane den HR2 Macho einzubauen, natürlich sollte er nach hinten zum Gehäuse raus blasen. Ist das möglich?

  6. Also das Retention Modul gibt ja vor wie der Kühlkörper zu montieren ist. Du kannst ihn im Zweifelsfall um 180° drehen. Das Retention-Modul selbst ist – wie bei jedem anderen Mainboard – nicht drehbar. Ich weiß nicht, wie beim Macho die Halteklammern für den AMD Sockel angebracht sind. Da müsstes du mal schauen.

  7. Vielen Dank. Ja ich würde gerne das MB in das Fractal Design Node 304 bauen, da muss ich den Macho drehen. Na mal schauen wie sich der kommende 6800K schlägt.

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