Android: XPrivacy fürs Xposed Framework – Der Datenschutz-Manager

Das XPrivacy-Modul ist für das Xposed Framework bestimmt und aktuell in Version 0.20 verfügbar, wobei die Entwicklung dieses Moduls um jeder installierten Anwendung (App) unter dem Android OS nur die Berechtigungen auf bestimmte Bereiche der Privatsphäre zu geben, welche man der App eben auch eingestehen möchte, war sicherlich ein recht langwieriger Prozess.

Das Xposed Framework für Stock sowie Custom ROMs, solange man Root-Rechte auf dem aktuellen Android OS als User besitzt, gibt es seit einiger Zeit und hilft dabei, die jeweilige Oberfläche oder das ROM direkt zu verändern ohne dass man entweder Scripte im Custom Recovery flashen muss oder sich mit sonstigen Modifikationen für zum Beispiel die Statusleiste, Uhrenanzeige oder bestimmte Einstellungen selbst beschäftigen muss bis etwas so funktioniert wie man es möchte.

Wie der Name bereits sagt, bei diesem Xposed Framework aus dem Forum der XDA-Developers handelt es sich um ein Framework für Stock sowie Custom ROMs, welches die Plattform für verschiedene Module bietet. Dieses Framework muss man aktuell noch als APK-Datei aus dem Entwickler-Thread bei XDA herunterladen und danach auf seinem Android OS installieren. Dafür braucht man die erwähnten Root-Rechte auf seinem Android-Gerät.

Nach der Installation der APK des Xposed Framworks startet man die App und klickt auf “Install”. Nun muss man nur noch einen Neustart durchführen und kann sich mit solch Modulen wie dem XPrivacy-Modul oder dem Modul für Greenify (sofern man die Donation-Version aus dem Play Store gekauft hat) beschäftigten.

Diese Information ist sicherlich zu kurz geworden aber hier in dem Artikel möchte ich eher auf das XPrivacy-Modul für das Xposed Framework hinweisen und die meisten Leser, welche überhaupt hierher finden werden, kennen das Xposed Framework aus dem Forum der XDA-Developers bereits oder setzten es selbst schon längst ein. Falls man Fragen hat oder Hilfe benötigt – im Android-Bereich unseres Forums ist noch viel Platz für neue Threads und Diskussionen.

Das XPrivacy-Modul für das Xposed Framework behauptet von sich selbst, sozusagen der beste Verwalter der Privatsphäre des Benutzers auf dem Smartphone oder Tablet mit Android zu sein und sicherlich kommt das Modul nahe an diese Behauptung hin, denn nach der Aktivierung von XPrivacy stehen einem ziemlich viele interessante Optionen zur Verfügung um per App zuzuweisen, auf welche Bereiche des Android OS diese Anwendung überhaupt zugreifen darf.

Man weiß ja bereits, dass es einige Apps aus dem Play Store (und leider auch anderen Stores für Android) gibt, welche es mit den Berechtigungen, die sie eigentlich “nur” benötigen würden, nicht so genau nehmen und gern mal “mehr Zugriffsrechte” verlangen als sein müsste.

Das XPrivacy-Modul kann den Zugriff von einer App auf dem Android OS auf bestimmte Bereiche wie Kalender, Kontakte oder die aktuelle Lokation (Ort) des Benutzers verhindern und somit die Berechtigungen für den Zugriff dieser App einschränken.

Zum Beispiel kann man es einer installierten App anhand des XPrivacy-Moduls verbieten, dass diese auf die Kontakte (bzw. Kontaktdaten) auf dem Smartphone / Tablet zugreifen darf und somit erhält die App, sofern sie einen Zugriff auf die Kontaktdaten wagt, nur eine leere Kontaktliste als Antwort des Android OS – dank der getroffenen Einschränkung mit Hilfe des XPrivacy-Moduls.

Ähnlich ist es, wenn man es einer Anwendung unter Android anhand des Moduls für das Xposed Framework verbietet auf die aktuelle Lokation (Ort) des Benutzers zuzugreifen, denn dann erhält die App als Antwort nur zufällige Ortsdaten und nicht den genauen Standpunkt des Android-Users vom Smartphone oder Tablet.

Dabei blockiert das XPrivacy-Modul nicht direkt die Zugriffsrechte einer App und dies ist positiv, denn somit werden die meisten installierten Android-Apps weiterhin wie gewöhnt funktionieren und es gibt keinen Crash oder Force-Close dieser App, wenn man eine Berechtigung eingeschränkt hat und die App nur zufällige oder leere Daten erhält bzw. diesen “Trick” nicht handhaben kann.

Sollte eine Anwendung trotzdem nicht mehr klarkommen und nicht mehr starten oder nur noch crashen, so kann man im XPrivacy-Modul die zuletzt getroffene Einschränkung der Zugriffsrechte dieser App wieder aufheben und dann kann diese App wieder normal auf den Datenbereich zugreifen und wird wohl nicht mehr abstürzen und den armen Android-User erschrecken.

Wenn man das XPrivacy-Modul im Xposed Framework als Modul aktiviert hat, so wirkt sich dies sofort auf jede danach installierte App aus, denn Anwendungen, welche nach der Aktivierung des Moduls auf dem System installiert werden, haben standardmäßig erst einmal keinen Zugriff irgendwelche Daten anderer Bereiche. Dies wurde vom Entwickler hinter dem XPrivacy-Modul absichtlich so eingerichtet um neue Apps sofort daran zu hindern, unter Umständen sensible Daten ab zu greifen und weiter zu versenden.

Es soll ja durchaus böse Apps geben und dies nicht nur abseits des Play Stores von Google, leider. Apple macht es hier ja doch teilweise sicherer aber eine offene Welt mit einer geschlossenen Umgebung zu vergleichen – so etwas geht nur eher schlecht als recht.

Für die Installation des XPrivacy-Moduls wird Android in Version 4.1 oder 4.2 benötigt, wobei das Modul nicht nur unter Custom ROMs wie CyanogenMod 10 und 10.1 läuft, sondern auch auf Stock ROMs laut dem Entwickler und den Rückmeldungen im Thread bei XDA laufen soll – solange man eben als Root auf seinem Android-System unterwegs ist.

Die Informationseite des XPrivacy-Moduls ist durchaus mit Inhalt gefüllt und dies ist recht positiv. Dort findet man nicht nur Details zu dem Modul und dessen Features sowie Optionen, sondern eben auch die Anleitung, wie man mit diesem Modul umgeht und es richtig auf seinem Android OS einsetzt um die Privatsphäre am Ende besser schützen zu können.

Weitere Informationen zu dem XPrivacy-Modul für das Xposed Framework unter Android gibt es nicht nur im relevanten Thread des Moduls, sondern eben auch auf dessen Informationseite bzw. der Seite des Moduls bei GitHub eben.

Die Anleitung sowie Informationen über und zu diesem Modul für das geniale Framework bitte genau lesen, denn es kann sein, dass man wegen eines Bugs im Xposed Framework noch eine “gefixte” Binary des Frameworks benötigt – der Download wird auf der Seite für Android 4.1 sowie 4.2 angeboten.

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