Android Tuner: Umfassendes Toolkit für das Android OS

Die Android-App Android Tuner gibt es als kostenlose Testversion im Play Store von Google sowie als kostenpflichtige Vollversion, wobei es sich bei dem Android Tuner nicht nur um ein umfassendes Toolkit für das Smartphone bzw. Tablet mit Android handelt, sondern auch um eine App des bekannten Entwicklers hinter solch Anwendungen wie Battery Monitor Widget und System Tuner.

Dabei ist die bereits seit einiger Zeit erhältliche Android-App Android Tuner sozusagen die fließende Zusammenlegung der bereits existierenden Apps wie Battery Monitor Widget und Multi Toogle Widget des Entwicklers und vereint immer mehr Funktionen und Features aus diesen Apps. Android Tuner ist zudem noch weiterhin in der Entwicklungsphase und wird stets durch den fleißigen Entwickler erweitert.

Bevor man die kostenpflichtige Version von Android Tuner ausprobiert sollte man sich die kostenlose Testversion aus dem Play Store von Google näher ansehen um auch sicher zu sein, dass sich die Investition der 5,99 Euro (aktueller Preis) auch lohnen, denn knapp sechs Euro sind durchaus viel für eine App aus dem Play Store, wenngleich manche für Games auch mal problemlos so viel bezahlen und im Grunde sollte eine qualitativ hochwertige Arbeit eines Entwicklers hinter einer App für Android, welche viel bietet und den Alltag des Users vereinfacht, auch seinen Preis haben. Hinzu kommt, dass Google ja auch noch seinen Teil von dem Kauf haben möchte.

Zwar funktioniert Android Tuner auch recht gut auf Smartphones und Tablets, auf denen der Benutzer keine Root-Rechte besitzt, aber im Grunde kann man den vollen Funktionsumfang, welches dieses umfassende Toolkit für Android aus dem Play Store bietet, nur wirklich ausnutzen, wenn man als Root auf seinem Android Smartphone / Tablet unterwegs ist.

Das Android-Toolkit bietet dabei nicht nur einen Dateibrowser / File Explorer, mit dem man nicht nur kopieren, löschen und verschieben kann, sondern natürlich kann man auch die Ordner- sowie Dateiberechtigungen bearbeiten und bestimmte Dateitypen bearbeiten. Interessant für einige User kann es sein, dass man mit dem integrierten Datei-Browser bei Android Tuner auch auf verbundene Netzwerke zugreifen kann.

Der App-Manager von Android Tuner umfasst alles, was das Root-Herz begehrt. Man kann Apps nicht nur “einfrieren” (Freeze) oder deinstallieren, sondern auch Backups anlegen, die App als System-App festlegen und natürlich den Cache löschen oder das typische Zipalign durchführen. Die Berechtigungen (Fix Permissions) können behoben bzw. berichtigt werden und eine Option wie “Link2SD” ist auch mit an Bord. Weiterhin kann man einige Optionen für ein automatisches Backup von Android-Apps festlegen und so zum Beispiel stets 5 ältere Versionen einer Anwendung als Backup behalten, wenn man eine neue Version der App aus dem Play Store (oder eben als APK) installiert.

Zudem gibt es noch die Option, den Autostart zu bearbeiten und dies kann ebenfalls recht hilfreich sein, denn manche Apps für Android starten recht gerne nach dem Bootvorgang des mobilen Betriebssystems, auch wenn sie dies gar nicht müssten. Anhand des Autostart-Managers im Android Tuner kann man solch lästige Autostarts mancher App deaktivieren und somit wird der RAM nicht gleich nach dem Bootvorgang seines Tablets oder Smartphones durch eine App belegt, welche gar nicht automatisch starten müsste.

Neben einem Netzwerk-Manager, in dem man einige Einstellungen für die Netzwerkverbindung (WLan) treffen kann und eine Android Firewall vorfindet, gibt es natürlich auch einen Task-Manager im Android Tuner. Dieser umfasst die bekannten Optionen, wobei es weiterhin heiß diskutiert wird ob solch ein Task Manager unter Android wirklich so sinnvoll ist – aber einige oder gar viele Android-User nutzen solch einen Task Manager eben sehr gerne und vermutlich kann es in manchen Situationen auch recht nützlich sein.

Natürlich gibt es im Android Tuner aus dem Play Store auch einen Bereich für das Android-System sowie den Prozessor des Smartphones oder Tablets und je nach dem, auf welchem ROM / Custom ROM das Toolkit eingesetzt wird, hat man einige interessante Optionen zur Verfügung. Einerseits kann man nicht nur den CPU Governor sowie den Scheduler auswählen und die jeweiligen Settings des Governors und Schedulers bearbeiten, sondern man kann auch die bekannte Build.prop-Datei editieren und einen Editor für Sysctl liefert der Android Tuner gleich mit.

Die Datenbanken aller installierten Apps sowie die Apps selbst können automatisch optimiert werden und ob man FSync nutzen möchte oder nicht kann man auch festlegen. Dabei kann man bei vielen Optionen im Android Tuner entscheiden, ob das Toolkit nach dem Boot für die Einstellung sorgen soll oder ob der Android Tuner ein Script im init.d-Ordner für die gewählte/n Option/en anlegen soll.

Während die Widgets, welche das Toolkit für Android mitliefert, nicht ganz meinen Geschmack treffen, ist der System Monitor durchaus gelungen und auch sonst macht die App um noch einiges an Leistung aus seinem Android OS herauszuholen eine gute Figur. Im Prinzip klappen alle angebotenen und bereits integrierten Features richtig gut und auch die Scripte im init.d-Ordner werden korrekt angelegt. Allein das Löschen des jeweiligen Scripts, sofern man sich anders entschieden hat, klappt wohl nicht immer.

Wer schon länger auf der Suche nach einem “allumfassenden” Toolkit für Android ist und gerne einmal mit ein paar Optionen herumspielen möchte oder es als Root und erfahrener User etwas einfacher haben will anstatt stets manuell die verschiedenen Optionen und Settings festzulegen (wenn man sich nicht bereits ein eigenes Script geschrieben hat), der kann die kostenlose Testversion des Android Tuner aus dem Play Store von Google sicherlich mal ausprobieren und wird sich dann entweder für die kostenpflichtige Vollversion des Toolkits für Android entscheiden oder weiter nach der passenden App suchen.

Auf jeden Fall macht der Android Tuner bisher eine recht gute Figur und die Updates des Entwicklers integrieren immer wieder neue sowie praktische Optionen. Die Widgets gefallen mir zwar nicht, aber so etwas ist gewiss recht subjektiv.

Weiterhin bietet der Android Tuner aus dem Play Store noch einige nicht aufgeführte Optionen wie den automatischen Ablauf verschiedener Optimierungen nach einem selbst definierten Zeitintervall. Zum Beispiel die Leerung des Caches von Apps sowie das „Trimmen“ der Partitionen alle paar Tage oder eben die Optimierung der Datenbanken bei Systemstart oder stets nachts um Mitternacht. Hinzu kommt auch noch ein Bereich für den Akku des Android-Gerätes und wem das alles noch nicht ausreicht, der findet hier und da stets noch weitere Optionen um mehr Performance aus seinem Android OS heraus zu holen oder gewisse Einstellungen zu treffen.

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