Bericht: ASRock auf der Cebit 2009

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Vor knapp 1 1/2 Jahr betrat ASRock das Gefilde der höherpreisigen Mainboards. Auf der Cebit 2008 zeigte man erste Mainboards mit Highendchipsätzen. Ein Jahr später war der Cebit Auftritt von ASRock vor allem vom „X58 SuperComputer“ geprägt, das als erste Sockel 1366 Mainboard die Möglichkeit bietet vier DualSlot Grafikkarten aufzunehmen. So unterstützt das Board die „Tesla Supercomputer-Technologie mit drei nVidia Tesla und einer nVidia Quadro FX5800 Karte. Auf dem Bild ist ein solcher „SuperComputer“ zu sehen. Hier werden unter „CentOS 5“ auf allen vier GPUs unterschiedliche Berechnungen ausgeführt. Interessant ist zudem, dass das Board mit einer passenden Xeon CPU auch ECC Speicher unterstützt. Dies bestätigte man uns im Gespräch auch noch mal ausdrücklich. Eine weitere Besonderheit des X58 SuperComputer ist zudem der powered eSATA/USB Anschluss. Mit bestimmten eSATA Geräten benötigt man somit keinen zusätzlichen Stromanschluss mehr. Realisiert wird der eSATA2 Anschluss über einen zusätzlichen JMicron JMB363 Chip. Die Stromspartechnologie IES ist, wie auch beim P45XE-R, komplett in die Hardware integriert und funktioniert daher beispielsweise auch unter Linux.

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X58 Supercomputer im Betrieb mit einer Quadro- und drei Tesla-Karten.

Neben dem X58 SuperComputer zeigte man das ASRock M3A790GHX, das bereits vor wenigen Tagen bei uns eingetroffen ist. Weitere Sockel AM3 Mainboards gab es vorerst nicht zu sehen. Im Gespräch mit der R&D-Abteilung stellte man uns aber weitere Boards in Aussicht. Eine Highendplatine für „Gamer“ und auch ein DDR2/DDR3 Comboboard sind offenbar geplant. Nähere Details konnte/wollte man uns allerdings noch nicht nennen. Auch Pläne über Boards mit AMDs 800er Chipsätzen konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

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ASRock M3A790GXH/128M

Im Bereich der Mainboards gab es sonst nicht wirklich viel Neues. ASRock zeigte eine Menge Platinen, von denen einige schon alte Bekannte sind, andere aber auch erst vor kurzem vorgestellt wurden. Interessant ist hier vor allem das A780GMH/128M, eine mATX Platine mit AMD 780G Chipsatz und SB710 sowie SidePort Speicher. Das Board bietet ein 5 Phasen PWM Design, 7.1 HD-Audio (Via VT1708S), PCIe GB-Lan, 6 SATA2 Ports und ein IDE Port. Der Grafikeinheit stehen 128MB SidePort Speicher zur Verfügung.

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ASRock A780GMH/128M

Neben dem A780GMH/128M wird es mit dem „A790GMH/128M“ auch eine mATX Platine mit AMD 790GX Chipsatz und SB 750 geben. Die sonstigen Features der Platinen sind identisch mit dem kleinen Bruder.

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Die übrigen gezeigten Mainboards von ASRock. Nähere Informationen findet Ihr im News-Bereich oder auf asrock.com

Neben den Mainboards gab es noch eine kleine Überraschung. ASRock präsentierte erste Netbooks/Laptops und Nettops. Wobei noch nicht abschließend geklärt ist ob die Produkte überhaupt alle auf den Markt kommen bzw. Ob sie in der gezeigten Form auf den Markt kommen. Aber sehen wir uns die Produkte einmal näher an.

Anfangen möchten wir mit der „NetTop S330“ Serie. Gezeigt wurde der Nettop in zwei verschiedenen Farbkombinationen, wobei die technischen Daten identisch waren. So befindet sich in dem 2,5l fassendem Gehäuse die klassische Intel Atom Plattform bestehend aus einem DualCore Atom 330 Prozessor sowie der Intel 945GC+ICH7 Chipsatzkombination. Dazu soll es eine 160Gb große 2,5 Zoll Festplatte sowie ein DVD-Multi Laufwerk geben. Eine kleine Besonderheit ist, dass ASRock auf „All Solid Caps“ und ein Dual-Channel Speicherinterface setzt. Auch die OC-Tuner und Instant Boot Software werden unterstützt.

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NetTop S330 in zwei Designs

Als Multimediapcs eignen sich die gezeigten Produkte aber wohl nur eingeschränkt, da ASRock weder digitale Audioausgänge noch digitale Monitorausgänge zur Verfügung stellt. Die angestaubte GMA950 Grafikeinheit der Atom Plattform bietet zudem keine HD-Videobeschleunigung.

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Die Rückseite der NetTop S330 Geräte

Die aktuellen Informationen zur neuen MultiBook Serie fallen zurzeit noch etwas vage aus. So fehlen bspw. genaue Angaben zu den verbauten CPUs und den Taktraten. Dies liegt möglicherweise daran, dass es auch verschiedene Ausstattungen geben könnte. Das Besondere an dem „M15“ sowie dem „G12“ ist offenbar das Trackpad. Dieses soll über 4 einfache Gesten bestimmte Operationen deutlich vereinfachen.

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Ausschnitt aus dem PR-Material zur Multibookserie

Die große Variante, das MultiBook M15, soll mit einem Intel Pentium bzw. Celeron Mobil Prozessor und bis zu 4 Gb DDR2 667/800 ausgerüstet sein. Beim Chipsatz greift man auf den Intel GL40 zusammen mit der ICH9M zurück. Als Grafikeinheit kommt die integrierte Intel 4500M des GL40 zum Einsatz. Das 15,6 Zoll große Display verfügt über 1366×768 Bildpunkte.

Dazu gibt es GB-Lan, 802.11 b/g/n W-Lan und eine 1.3 Megapixel Webcam. Das Gewicht des Geräts soll bei knapp 2.6 kg liegen. Der Akku soll 6 Zellen groß sein und über 4400 mAh verfügen. Auch hier ist eine Unterstützung für Instant Boot und OC-Tuner gegeben.

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ASRock Multibook M15

Deutlich weniger Informationen gibt es bisher zum MutiBook G12. Hier soll eine Intel DualCore CPU zum Einsatz kommen. Das 12,1 Zoll Display verfügt über 1280×800 Bildpunkte. Für die Verbindung mit der Außenwelt soll ein GB-Lan Anschluss sowie ein Wlan 802.11 b/g/n Adapter sorgen. Das Gewicht wird mit 1.7 kg angegeben.

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ASRock Multibook G15

Produkte auf VIA Nano oder nVidia ION Basis sind nach Angaben von ASRock vorerst (sowohl bei den Nettops als auch den Laptops) nicht geplant.

Eine weitere Überraschung erwartet uns im Hinterzimmer. ASRock präsentierte hier das ASRock N7AD-SLI (nForce 740i SLI) mit einem CrossFire Setup. Durch einen BIOS-Hack. ist es offenbar gelungen CrossFire auf dem SLI Mainboard freizuschalten. Das Bios für die Platine soll bereis nach der Cebit auf asrock.com verfügbar sein. Zudem soll die Technologie ausgebaut werden und weitere SLI Boards mit CrossFire sollen offenbar folgen. Wir werden Euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten. Interessant dürfte vor allem sein, wie nVidia und AMD auf diesen Schritt reagieren. Offizielle Stellungsnahmen der Hersteller sind noch nicht bekannt, aber bereits angefragt.

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Fragen und Antworten

Bereits vorab hatten wir Euch dazu aufgerufen Fragen an ASRock zu posten. Geklärt wurden die Fragen in einem Gespräch mit Rob Canta (Marketing ASRock Europe) und Reiner Huf (Technical Support ASRock Europe). An dieser Stelle möchten wir uns nochmal für das Gespräch bedanken. Fragen und Antworten werden hier kurz sinngemäß zusammengefasst, allerdings nicht im Stile eines Interviews 1:1 wiedergegeben. Fragen, die bereits im obigen Text aufgegriffen wurden, erwähnen wir hier nicht mehr zusätzlich.

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Rob Canta (links) und Reiner Huf (rechts) von ASRock standen uns für das Gespräch zur Verfügung

F: Wie zufrieden ist ASRock mit den ersten Highendplatinen? Was ist der Weg den ASRock einschreiten möchte?

A: Mit den ersten Platinen ist man durchaus zufrieden. ASRock ist sich bewusst, dass man teilweise noch mit einem schlechten Image zu kämpfen hat, man möchte aber zeigen, dass man in der Lage ist Highend zu liefern. Zukünftig sollen weitere Produkte folgen.

F: Sind Produkte mit EFI Unterstützung geplant?

A: Bisher nichtö

F: Ist ein offizieller Linux Support geplant?

A: Bisher nicht, wobei das „Tesla Supercomputer-System“ unter Linux läuft.

F: Wie wird sich die Situation bei den Lüfteranschlüssen entwickeln?

A: Zukünftig sollen bei den Boards mehr Lüfteranschlüsse verbaut werden. Bei den Mainstrem-/Lowend Boards sind 3 Anschlüsse geplant. Bei den Highendboards 5.

F: Sind weitere Sockel 775 Mainboards geplant?

A: Ja – unter anderem Lowcostboards auf P45/P43 Basis mit DDR3 Unterstützung.

F: Wird für ältere Sockel AM2 Mainboards noch Phenom II Support folgen?

A: Voraussichtlich nicht.

F: Wird es Core i5 Platinen geben?

A: Ja, zeitnah mit dem Launch der CPUs.

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