Livereview: Gigabyte GA-F2A85X-UP4


Fazit

Bevor wir zum endgültigen Fazit über das Gigabyte GA-F2A85X-UP4 kommen, möchten wir die wichtigsten Details zu der Platine kurz zusammenfassen.

  • Layout und Ausstattung

Gigabyte setzt bei der Platine auf die Ultra Durable 5 Technologie. Entsprechend verwendet man nur sehr hochwertige Komponenten und greift bspw. zu den IR3550 PowIRstage ICs anstelle gewöhnlicher MOSFETs. Auch bei den sonstigen Komponenten bietet die Platine eine hohe Qualität, die sich auch bei der Verarbeitung widerspiegelt. Auch hinsichtlich der Ausstattung bietet das F2A85X-UP4 viele Features. Gigabyte rüstet die Platinen u.a. mit 7 SATA3- und 6 USB3-Anschlüssen, CrossFire-Unterstützung sowie vielen Videoanschlüssen (HDMI, VGA, DVI und DisplayPort) aus. Zudem verfügt die Platine über 5 Lüfteranschlüsse von denen 4 regelbar sind.

Auch das Fazit zum Layout ist sehr positiv. Einzig beim Betrieb mit großen CPU-Kühlern und hohen Speichermodulen kann es zu Problemen kommen. In unserem Testsystem ist der erste Speicherslot bspw. nicht nutzbar. Hier empfiehlt es sich vor dem Kauf genau zu informieren.

  • Performance und Leistungsaufnahme

Bei der Performance zeigt sich inzwischen eigentlich immer das gleiche Bild. Seit dem fast alle wichtigen Komponenten (Speichercontroller etc.) in die CPU integriert wurden und die Chipsätze nur noch als „Peripheriedienstleister“ arbeiten, gibt es bei den Mainboards hinsichtlich der generellen Systemperformance keine Unterschiede mehr. Dies trifft auch auf das getestet Gigabyte Board zu. Alle drei FM2 Boards befinden sich in dem gleichen Performancesegment. Bei einigen Benchmarks hat mal die eine, dann die andere Platine die Nase vorn. Unterm Strich zeigt sich bei allen Boards eine vergleichbare Performance.

Diese vergleichbare Performance zeigt sich auch bei der Peripherieleistung, wobei sich grundsätzlich zeigt, dass der Intel Z77 Chipsatz hier etwas bessere Leistungen als der AMD Chipsatz zeigt. Die drei FM2 Platinen zeigten allesamt eine ähnliche Leistung. Der einzige kleine Kritikpunkt ist die Performance des EtronTech USB3 Controllers unter Windows 8 mit dem EtronTech Treiber. In dieser Kombination fällt die USB3 Performance deutlich ab und wir empfehlen die Verwendung des Microsoft Treiber.

Beim Blick auf die Leistungsaufnahme kann die Gigabyte Platine überzeugen. Hier scheinen sich die hochwertigen Komponenten der Platine bezahlt zu machen (Hinweis: Da wir nur die Gesamtaufnahme der Systeme messen können wir die Unterschiede in der Leistungsaufnahme nicht auf bestimmte Komponenten zurückführen). In allen Disziplinen zeigt die Leistungsaufnahme der Platine am geringsten, obwohl die Spannungswandler mit 8 Phasen üppig ausgestattet sind.

  • UEFI und Overclocking

Das UEFI der Platine ist sehr umfangreich und funktionierte während unseres Tests problemlos. Gigabyte bietet eine große Anzahl an einstellbaren Spannungen sowie eine Vielzahl einstellbarer Taktraten an. Zudem lassen sich auch alle wichtigen Energiespar- und Turbofunktionen anpassen. Etwas unglücklich ist aus unserer Sicht jedoch die gewählte Möglichkeit den GPU-Takt anzuheben. Gigabyte bietet zwar eine Möglichkeit den Takt in 1 MHz Schritten anzupassen, da der GPU-Takt aber über interne Multiplikatoren vom Referenztakt erzeugt wird, sind die eingestellten Taktraten nicht immer anzunehmen. Daher wählt die APU automatisch den nächst möglichen Wert. Da die GPU nur bestimmte Taktraten annehmen kann, lässt sich dies nicht anders realisieren. Es kann jedoch passieren, dass der eingestellte Takt nicht dem tatsächlichem Takt entspricht. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist zudem, dass Gigabyte seit einiger Zeit keine offiziellen BIOS-Versionen mehr veröffentlicht hat. Wie diverse Beta-Updates mit vielen neuen Optionen zeigen, scheint stark an der Optimierung gearbeitet zu werden. Eine neue „stabile“ Version lässt jedoch seit längerem auf sich warten. Aus diesem Grunde wurde das Board von uns auch mit einem Beta-Release getestet. Dieses hinterlässt jedoch einen sehr guten Eindruck.

Wie bereits erwähnt versucht Gigabyte bei der Platine mit besonders hochwertigen Komponenten zu punkten. Das dies gelingt zeigt sich auch bei den OC-Ergebnisse die durch die Bank sehr gut sind. Vor allem der maximale Referenztakt von stolzen 175 MHz spricht für sich. Aber auch die anderen OC-Ergebnisse können überzeugen. In einigen weiteren Overclockingtests zeigt sich zudem, dass die Platine noch weitere Reserven hat (siehe Hwbotergebisse 1 und 2) .

  • Alltagstest

Im Alltagstest hinterlässt das Board einen guten Eindruck. Alle wichtigen Funktionen werden einwandfrei unterstützt. Dies gilt insbesondere für die Energiespar- und Turbofeatures. Zudem rüstet Gigabyte die Platine mit einer guten Lüftersteuerung aus, wobei viele der Anschlüsse regelbar sind. Verbessern kann Gigabyte jedoch die minimal Drehzahl des Lüfters. Der Kurztest unter Ubuntu 12.04 funktionierte problemlos. Alle wichtigen Funktionen der Platine wurden einwandfrei erkannt. Den Referenztakt setzt Gigabyte ebenfalls korrekt an. Entsprechend werden die Komponenten werksseitig nicht übertaktet. Zusätzlich lässt sich die unter Last anliegende Spannung problemlos mittels der umfangreichen LLC Option anpassen. Dabei sind die Spannungen unter Last sehr stabil.

Mit der Gigabyte EasyTune 6 Software bietet man zusätzlich eine umfangreich Software zur Übertaktung des Systems an. Grundsätzlich empfehlen wir aber den „klassischen“ Weg über das UEFI. Hinzu kommt die Lucid Virtu Unterstützung auf die zumindest einige Nutzer schwören. Uns konnte es aber schon bei den ersten Intel-Platinen im letzten Jahr nicht überzeugen.

  • Fazit

Gigabyte hat mit dem GA-F2A85X-UP4 ohne Frage eine gute FM2 Platine auf den Markt gebracht. Diese kann vor allem hinsichtlich der Ausstattung, des Layouts und der hohen Bauteilqualität punkten. Letztere schlägt sich zudem bei der Leistungsaufnahme und den Overclockingergebnissen durch. Kleinere Kritikpunkte gibt es nur bei der Lüftersteuerung und einigen Details beim UEFI. Dies sind aber Kritikpunkte auf hohem Niveau.

Das Problem der Platine ist eher ein Anderes – der Preis. Mit etwa 110€ (Stand 24.01.2012) gehört das Board zu den teuersten FM2 Platinen und ist in etwa so teuer wie eine A10-5800K APU. Aufgrund der hohen Bauteilqualität und der gehobenen Ausstattung ist dieser Preis sicherlich gerechtfertigt. Jeder muss aber für sich abwägen, ob man die Ausstattung und Bauteilqualität der Platine braucht. CrossFire macht bei der CPU-Leistung der AMD APUs nur eingeschränkt Sinn. Die PowIRstage Komponenten lohnen nur, wer Wert auf maximale Qualität und Effizienz oder maximale Übertaktungsergebnisse legt. Wer plant seine AMD APU sehr stark zu übertakten findet mit dem Board einen sehr guten Begleiter.

Aufgrund der sehr guten Übertaktungsergebnisse (vor allem mit Blick auf den maximalen Referenztakt!), dem guten Alltagseindruck sowie der geringen Leistungsaufnahme verleihen wir der Platine den PCTreiber.Net HotStuff Award.

pct hotstuff small.png.pagespeed.ce.JjVgn  TcJ Livereview: Gigabyte GA F2A85X UP4

Positiv Negativ
Sehr hohe Bauteilquaalität minimale Lüfterdrehzahl
Leistungsaufnahme Preis (angemessen für Ausstattung/Qualität) aber hoch mit Blick auf den Preis der APUs
sehr gute OC-Ergebnisse
Guter Alltagseindruck

Kommentieren könnt ihr den Artikel bei uns im Forum. Dort könnt Ihr auch gerne Änderungswünsche oder Verbesserungsvorschläge zu unserem neuen Testparcours anbringen. Bei Fragen oder Probleme mit dem Board, werft doch direkt einen Blick in das passende Unterforum

Aktueller Preis des GA-F2A85X-UP4
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Abschließend mein Dank an emissary42 aus dem HWL-Forum für einige kleine Ergänzungen.

Fazit Bevor wir zum endgültigen Fazit über das Gigabyte GA-F2A85X-UP4 kommen, möchten wir die wichtigsten Details zu der Platine kurz zusammenfassen. Layout und Ausstattung Gigabyte setzt bei der Platine auf die Ultra Durable 5 Technologie. Entsprechend verwendet man nur sehr hochwertige Komponenten und greift bspw. zu den IR3550 PowIRstage ICs anstelle gewöhnlicher MOSFETs. Auch bei …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Gigabyte hat mit dem GA-F2A85X-UP4 ohne Frage eine gute FM2 Platine auf den Markt gebracht. Diese kann vor allem hinsichtlich der Ausstattung, des Layouts und der hohen Bauteilqualität punkten. Letztere schlägt sich zudem bei der Leistungsaufnahme und den Overclockingergebnissen durch. Kleinere Kritikpunkte gibt es nur bei der Lüftersteuerung und einigen Details beim UEFI. Dies sind aber Kritikpunkte auf hohem Niveau. Das Problem der Platine ist eher ein Anderes - der Preis. Mit etwa 110€ (Stand 24.01.2012) gehört das Board zu den teuersten FM2 Platinen und ist in etwa so teuer wie eine A10-5800K APU. Aufgrund der hohen Bauteilqualität und der gehobenen Ausstattung ist dieser Preis sicherlich gerechtfertigt. Jeder muss aber für sich abwägen, ob man die Ausstattung und Bauteilqualität der Platine braucht. CrossFire macht bei der CPU-Leistung der AMD APUs nur eingeschränkt Sinn. Die PowIRstage Komponenten lohnen nur, wer Wert auf maximale Bauteilqualität oder maximale Übertaktungsergebnisse legt. Wer plant seine AMD APU maximal zu übertakten findet mit dem Board sicherlich einen sehr guten Begleiter.

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