Livereview: Gigabyte GA-F2A85X-UP4



Spezifikationen und Impressionen

Spezifikationen des Gigabyte GA-F2A85X-UP4

Alle wichtigen Spezifikationen sind in der unten stehenden Tabelle zusammengefasst. Dabei ist zu beachten, dass sich die Videoausgänge nur mit den Trinity APUs nutzen lassen, deren Grafikeinheit aktiviert ist. Grundsätzlich ist das GA-F2A85X-UP4 sehr gut ausgestattet und bietet alle nötigen Features einer Mainstreamplatine. Auch Lüfteranschlüsse sind in einer (ausreichend) großen Anzahl vorhanden.

 

CPU Sockel FM2 PCI Slots 1 USB2 Anschlüsse ATX Panel 2
Anzahl Phasen 8 CPU (6 CPU/ 2 Northrbdige), 1 Speicher, 1 Chipsatz Mini PCIe Slot nicht vorhanden USB3 Anschlüsse ATX Panel 4
Controller vCore Spannung IR3567A PCIe Bridge-Chip nicht vorhanden Anschlüsse Lüfter 3 Pin 1
Hersteller MOSFETS IR3550 PowIRstage ICs Audio Codec Realtek ALC 892 Anschlüsse Lüfter 4 Pin 4
All Solid Caps Ja Netzwerkcontroller Realtek RTL8111F Onboard-Taster Ja (Power, Restart, Clear CMOS)
Hersteller Kondensatoren Sanyo OS-CON Series SATA 3 Controller AMD A85X Onboard-Messpunkte Spannungen Nein
Chipsatz AMD A85X SATA 2 Controller nicht vorhanden Debug LED Ja
Speicherslots 4 USB3 Controller AMD A85X / EtronTech EJ168 Videoausgänge für intergierte Grafik VGA, DVI, HDMI, DisplayPort (keine Hotplug-Unterstützung)
Unterstützte Speichertaktraten DDR3 1866/1600/1333/1066 MHz Thunderbolt nicht vorhanden Verwendeter SuperIO Chip ITE IT8728F
XMP/AMP Unterstützung Ja / Ja FireWire nicht vorhanden Verwendeter PCI Controller AMD A85X
PEG Slots 3 interne SATA 2/SATA 3 Anschlüsse 0/7 UEFI DualUEFI, AMI
PEG Konfiguration 16x/0x/4x oder 8x/8x/4x eSATA Ports 1 – realisiert über A85X
SLI/CrossFire Nein / Ja Front USB3 Ports 2
PCIe 1x Slots 3 Front USB2 Ports 8
Vorhanden Header: 1 x Front Panel ,1 x Front Panel Audio, 1 x S/PDIF Out, 1 x USB 3.0/2.0, 4 x USB 2.0/1.1 ,1 x Seriel Port, 1 x Trusted Platform Module (TPM)
Besonderheiten: Ultra Durable5, @BIOS, Q-Flash,Xpress Install, EasyTune, Smart Recovery 2 , Auto Green, ON/OFF Charge, 3TB+ Unlock, Q-Share

Impressionen des Gigabyte GA-F2A85X-UP4

 

PB292717 300x225 Livereview: Gigabyte GA F2A85X UP4

Das Gigabyte GA-F2A85X-UP4 wird in einer unspektakulären weisen Verpackung ausgeliefert. In dieser befindet sich neben dem Board, dem Handbuch sowie der Treiber-CD natürlich auch die ATX-Blende. Des Weiteren legt Gigabyte dem Board immerhin 6 SATA Kabel bei (schwarz). Auf sonstige Extras verzichtet man.

Gigabyte beschränkt sich bei der Farbgebung auf schwarz und einigen Grautönen. Interessanter als die Farbgebung selbst ist aber das, was auf der Platine steckt. Hier setzt Gigabyte vor allem im Bereich der Spannungswandler hohe Maßstäbe. Da die Platine aus der Ultra Durable 5 Serie stammt, die Mitte des Jahres vorgestellt wurde, setzt man auf hochwertige IR3550 PowIRstage. Im Gegensatz zu gewöhnlichen MOSFET-Designs sind in dem International Rectifier IC die High-Side und Low-Side MOSFETs sowie der nötige Driver-IC in ein Bauteil integriert. Dies soll im wesentlichen die Effizienz der Lösung deutlich erhöhen. Zusätzlich sind die IR3550 PowIRstage für bis zu 60A ausgelegt. Während der maximalen Strom pro Bauteil für den Standard-Nutzer eher eine nebensächliche Rolle spielt, bietet vor allem die gesteigerte Effizienz Vorteile für den Nutzer. Diese sollte für eine geringe Temperatur der VRMS sowie eine geringere Leistungsaufnahme sorgen. Diese Fakten werden im weiteren Test geklärt. Neben den hochwertigen ICs setzt Gigabyte bei der gesamten Platine auf Eisenkern-Spulen sowie All-Solid Capacitors.

Für die Spannungsversorgung der Komponenten setzt Gigabyte auf 6 Phasen für die CPU und 2 Phasen für die APU-Northbridge (6+2 Phasen). Eine weitere Phase stehen sowohl dem Speicher als auch dem Chipsatz zur Verfügung. Die Spannungsversorgung der CPU wird hierbei über ein IR3567A Controller realisiert. Dieser digitale vCore-Controller von International Rectifier stellt die 6+2 Phasen zur Verfügung. Für Übertakter ebenfalls interessant ist der zusätzliche Taktgenerator den Gigabyte auf dem Board verbaut. Dieser soll Vorteile beim Übertakten über den Referenztakt bieten, da dem Taktgenerator im A85X Chipsatz sehr schnell die „Puste ausgeht“. Auch dies soll im Overclockingabschnitt näher geklärt werden.

Bevor es dahin geht, schauen wir und die Platine aber nochmal im Detail an. Gigabyte bietet auf dem Board drei PEG Slots, wobei die ersten beiden in einer 16x/0x Konfiguration oder einer 8x/8x Konfiguration geschaltet sind. Beide werden über die PCIe-Lanes der APU zur Verfügung gestellt. Der dritte PEG Slot wird über die vier PCIe Lanes des AMD A85X realisiert. Hierbei muss der User allerdings wählen, ob er den dritten PEG Slot mit vier PCIe Lanes nutzen möchte oder aber nur eine Lane des Slots nutzt. Bei der Nutzung aller vier Lanes fällt der dritte PCIe 1x Slot weg. Zur Verfügung stehen aber immer der erste und zweite PCIe 1x Slot, die über die AMD APU angebunden sind.

Ebenfalls über die AMD APU angebunden ist der zusätzliche EtronTech EJ168 USB3 Controller, der zwei der vier USB3 Ports am ATX Panel zur Verfügung stellt. Ansonsten muss Gigabyte auf keine zusätzlichen Controller zurückgreifen, da der AMD A85X ausreichend Peripherimöglichkeiten bietet.

Zur Kühlung des AMD A85X Chips setzt Gigabyte auf einen großen, flachen Kühlkörper der ausreichend dimensioniert erscheint um den A85X Chipsatz problemlos zu kühlen. Auf den CPU VRMs sitzt ein passiver Kühlkörper, der ebenfalls ausreichend dimensioniert scheint.
Positiv fällt hierbei auf, das Gigabyte nicht auf sehr enge Finnen setzt oder den Kühlkörper von oben mit einer Aluplatte „versiegelt“ (wie manch andere Mainboardhersteller). So kann die Warme Luft auch ohne einen großen Luftzug problemlos zirkulieren. Während der Kühler auf den VRMs mit Plastikpins befestigt ist, verschraubt Gigabyte den Kühler auf der FCH.

Für den Arbeitsspeicher bietet Gigabyte vier DDR3 Slots. Obwohl der Abstand zum CPU-Sockel bereits sehr groß erscheint, kann es mit einigen Kombinationen dennoch Probleme geben. So bereitet in unserem Testsystem die Mischung aus Arctic Cooling Freezer 13 Pro und den G.Skill Sniper-Modulen Probleme. So lassen sich nur die hinteren drei Speicherslots überhaupt nutzen. Im dritten Slot wird es zwischen CPU-Kühler und dem Heatspreader des Speichers bereits sehr eng. Der Lüfter des Kühlers muss leicht modifiziert werden, damit die Lösung überhaupt passt. Diesen Umstand kann man Gigabyte nicht wirklich ankreiden. Er ist vielmehr ein Nachteil des Trends zu immer größeren CPU-Kühlern und immer höheren Heatspreadern auf den Speichermodulen. Hier sollte der Nutzer vorab abklären ob es Probleme geben könnte.

Die sonstigen Komponenten wie Header und Stromanschlüsse sind allesamt sehr gut platziert und zu erreichen. Während des Einbaus und Testbetriebs konnten wir hier keinerlei Probleme feststellen.

Unterm Strich fällt das Fazit zum Layout und den Komponenten sehr positiv aus. Abschließend wollen wir noch einen Blick auf die Komponenten im Detail werfen.

Spezifikationen und Impressionen Spezifikationen des Gigabyte GA-F2A85X-UP4 Alle wichtigen Spezifikationen sind in der unten stehenden Tabelle zusammengefasst. Dabei ist zu beachten, dass sich die Videoausgänge nur mit den Trinity APUs nutzen lassen, deren Grafikeinheit aktiviert ist. Grundsätzlich ist das GA-F2A85X-UP4 sehr gut ausgestattet und bietet alle nötigen Features einer Mainstreamplatine. Auch Lüfteranschlüsse sind in einer …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Gigabyte hat mit dem GA-F2A85X-UP4 ohne Frage eine gute FM2 Platine auf den Markt gebracht. Diese kann vor allem hinsichtlich der Ausstattung, des Layouts und der hohen Bauteilqualität punkten. Letztere schlägt sich zudem bei der Leistungsaufnahme und den Overclockingergebnissen durch. Kleinere Kritikpunkte gibt es nur bei der Lüftersteuerung und einigen Details beim UEFI. Dies sind aber Kritikpunkte auf hohem Niveau. Das Problem der Platine ist eher ein Anderes - der Preis. Mit etwa 110€ (Stand 24.01.2012) gehört das Board zu den teuersten FM2 Platinen und ist in etwa so teuer wie eine A10-5800K APU. Aufgrund der hohen Bauteilqualität und der gehobenen Ausstattung ist dieser Preis sicherlich gerechtfertigt. Jeder muss aber für sich abwägen, ob man die Ausstattung und Bauteilqualität der Platine braucht. CrossFire macht bei der CPU-Leistung der AMD APUs nur eingeschränkt Sinn. Die PowIRstage Komponenten lohnen nur, wer Wert auf maximale Bauteilqualität oder maximale Übertaktungsergebnisse legt. Wer plant seine AMD APU maximal zu übertakten findet mit dem Board sicherlich einen sehr guten Begleiter.

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