ASRock Z87 Extreme4 Test

PCT-Check: Alltagseindruck

Funktion Turbo Modus?JaFunktion S4?Ja
Funktion SpeedStep?JaFast Boot im BIOS de-/aktivierbar?Ja
Unterstützte StromsparmodiC3/C6/C7Secure Boot im BIOS de-/aktivierbar?Ja
Stromsparmodi im BIOS de-/aktivierbar?JaSPD Timings korrekt ausgelesen?Ja
Funktion Wake on Keyboard / Power on Keyboard?Ja / JaBetrieb CR 1T?Ja
Funktion Wake on USB / Power on USB?Ja / Ja Werden manuell eingestellte Ram-Timings im Bios richtig übernommen?Ja
Funktion Wake on Lan?Ja VT-d Option im UEFI?Nein
Funktion S3?JaFunktion PCIe 1x Karte in PEG Slot?Ja

Im Alltagstest hinterlässt die Platine eine gute Figur. Alle wichtigen Funktionen und Wakeup-Features funktionieren einwandfrei. Einzig VT-d kann im BIOS nicht de-/aktiviert werden. Das System zeigt jedoch an, ob die entsprechende CPU VT-d überhaupt unterstützt. Probleme hatten wir jedoch mit der Samsung SSD830 für unsere Peripheriebenchmarks. Sobald wir diese SSD an die ASMedia SATA Port angeschlossen haben ist Windows 8 bereits beim starten eingefroren (AHCI) bzw. startete sehr langsam und ließ keinen Zugriff auf die SSD zu (IDE). Dieses Problem trat sowohl mit den Microsoft „Inbox“-Treibern (obwohl diese laut ASMedia explizit den Controller unterstützen sollen) als auch den ASMedia Treibern auf. Auch ASRock konnte das Problem nachstellen und befindet sich aktuell im Kontakt mit ASMedia damit diese einen neuen Treiber veröffentlichen. User die entsprechende SSD an den ASMedia Port betreiben wollen sollten sich vorab informieren (in unserem Forum) ob entsprechende Treiber vorhanden sind. Grundsätzlich ist jedoch eh davon abzuraten schnelle SSDs an die ASMedia Ports anzuschließen, da die Bandbreite des Controllers nicht ausreichend ist. Hier sollten immer die Intel SATA3 Ports genutzt werden.

Der Referenztakt der Platine liegt fast genau bei 100 MHz und schwankt im Bereich der Nachkommastellen. Dies bewegt sich jedoch alles innerhalb der Spezifikationen.

Wie bereits in unserem letzten Review erwähnt ist die genaue Betrachtung der Spannungen mit den Haswell-Modellen deutlich erschwert wurden. Gleichzeitig hat das Mainboard aber auch kaum mehr einen Einfluss auf die Spannungen, da alle wichtigen Spannungen durch die Spannungswandler der CPU aus der VCC_In Spannung erzeugt werden. Früher wurden alle diese Spannungen der unterschiedlichen CPU-Teile direkt durch die Spannungswandler auf dem Mainboard erzeugt.
Hier war vor allem für die Bewertung der Overclocking-Ergebnisse sowie der Leistungsaufnahme die Frage wichtig, inwiefern die Spannungswandler die vorgegeben Spannung auch wirklich umsetzen.
Diese Spannungen konnten direkt an den Spannungswandler abgegriffen werden, dies ist bei den Haswell-Mainboards nun nicht mehr möglich. Leider geben auch viele Hersteller keine Infos heraus wo (vor allem) die vCore Spannung gemessen werden kann. Aus diesem Grunde können wir bei den Reviews der Haswell-Mainboards leider nur noch dann eine dezidierte Untersuchung der anliegenden Spannungen anbieten, wenn die Hersteller uns entsprechende Informationen zur Verfügung stellen.

Wie bereits erwähnt hat die VCC_In Spannung jedoch keinen direkten Einfluss auf die tatsächliche vCore-Spannung, weshalb die Wichtigkeit dieser Größe nicht mehr so groß ist wie noch bei den Mainboards vorhergegangener Generationen. Dennoch sind hochwertige Spannungswandler natürlich wünschenswert, um einerseits die Wandlerverluste (Leistungsaufnahme!) gering zu halten und anderseits die CPU auch im Grenzbereich (Overclocking) mit ausreichend “Saft” zu versorgen.

Was nach wie vor problemlos möglich ist, ist die qualitative Betrachtung der Spannungen. Hiernach wurden die VIDs auf der Platine korrekt gesetzt. ASRock bietet zudem eine Loadline-Calibration Funktion an. Diese verändert das Verhalten der VCC_In Spannung unter Volllast. So lag auf Level 1 eine VCC_In Spannung von 1.776V und auf Level 5 eine Spannung von 1.770V an. Einfluss auf die Leistungsaufnahme lies sich nicht ausmachen. Der Unterschied unter Volllast lag bei 1 Watt und somit im Bereich der Messungenauigkeiten.

 Lüftersteuerung der Platine

ASRock hat die Lüftersteuerung bei den neuen Platinen deutlich überarbeitet. Bislang funktionierte diese immer so, dass der Nutzer eine Ziel-Temperatur sowie eine Ziel-Drehzahl festlegen konnte. Solange die CPU-Temperatur unterhalb des Zielwertes lag, dreht der Lüfter mit der Ziel-Drehzahl. Bei höheren Werten drehte der Lüfter langsam auf volle Geschwindigkeit hoch. Die Gehäuselüfter passten ihre Drehzahl zudem meist garnicht an die CPU-Temperatur an. Die neue Lösung bietet nun die Möglichkeit vier Paare aus Temperatur/Drehzahl festzulegen und somit das Verhalten der Lüftersteuerung sehr genau zu steuern (und zwar für CPU- und ausgewählte Gehäuselüfter). Die zusätzlich anzugebende kritische CPU-Temperatur stellt den Wert da, ab dem die Lüftersteuerung auf volle Drehzahl hochdreht.  Dies ist im UEFI oder aber per Software möglich. Für User die sich wenig Mühe bei der genauen Justierung machen wollen bietet ASRock zudem drei voreingestellte Profile die einfach angewählt werden können.   Diese ausführliche Regelung steht jedoch „nur“ für die beiden CPU-Lüfteranschlüsse sowie den Lüfteranschluss 1 (vier Pin)  und 3 (drei Pin)  zur Verfügung. Der Anschluss 2 (3 Pin) lässt sich nur in 4 Leveln steuern. Der PWR-Anschluss ist nicht regelbar. Die 4 Pin Anschlüsse können dabei jeweils 3 und 4 Pin Lüfter regeln, während die drei Pin Anschlüsse nur 3 Pin Lüfter regeln können. Eine Übersicht über die Anschlüsse ist auch in der unten stehenden Grafik nochmal dargestellt.

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Test der Lüftersteuerung beim ASRock Z87 Extreme4

Unser Test (siehe Screenshot) attestiert der Lüftersteuerung eine gute Funktion. Die Drehzahl wird anhand der jeweils vorhanden Temperatur korrekt angehoben bzw. gesenkt. Das Verhalten kann sowohl im BIOS oder auch per A-Tuning Tool sehr frei justiert werden und wird korrekt übernommen.

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Übersicht über die Lüfter beim Z87 Extreme4:
(1) CPU Lüfter [4 Pin, regelbar], (2) CPU LÜfter [3 Pin, regelbar], (3) Gehäuselüfter [ 4 Pin, regelbar], (4) PWR-Fan [ 3 Pin, nicht regelbar], (5) Gehäuselüfter [ 3 Pin, regelbar], (6) Gehäuselüfter [3 Pin, eingeschränkt regelbar]

Windows Bootzeit

Wir ermitteln die Bootzeit aller Platinen einmal im „Fast“-Bootmodus sowie bei einem regulären Shutdown (Shift + Shutddown) . Gemessen wird jeweils die Zeit vom Einschalten bis zum erscheinen des Startbildschirms, wobei drei Messungen gemacht werden. Diese werden jeweils auf die volle Sekunde auf/ – abgerundet und anschließend das Mittels gebildet (welches wiederum auf die volle Sekunde auf-/ abgerundet wird).

Es zeigt sich, dass das Z87 Extreme4 eine etwas längere Bootzeit hat. Diese geht bereits beim Post verloren, da die zusätzlichen Controller hier zusätzliche Zeit kosten.

Linux-Kurztest

Wir haben den Betrieb der Platine unter Ubuntu 13.04 kurz mittels einer Live-CD getestet. Hierbei konnten wir keine besonderen Probleme feststellen. Alle wichtigen Features funktionierten „out of the box“.

ASRock A-Sytle Features

Home Cloud Hinter „Home Cloud“ versteckt sich die Möglichkeit mittels einer Remote-Desktop-Software mit dem PC zu verbinden. ASRock legt hierfür bei den Platinen mit Intel-Netzwerkchip die Splashtop-Software und bei Board mit einem QualCom-Lan-Chip die Sunlogin-Software. Splashtop wird lediglich unter Windows 8, Sunlogin auch unter Windows 7 unterstützt. Bei dem H87 Performance muss die Splashtop-Software einfach installiert und dort ein Kundenkonto angelegt werden. Die Software selbst muss hierbei nicht besonders konfiguriert werden, wobei natürlich jeder die Einstellungen an seine Wünsche anpassen kann. Anschließend muss die entsprechende App auf ein Mobilgerät oder einen zweiten Computer installiert werden. Aber Achtung – die Android App ist bspw. happige 15 MB groß. Im Test selbst funktioniert Splashtop dabei einwandfrei. Mittels der Software kann das System entweder aus dem S3 oder S5 Modus aufgeweckt bzw. gestartet (sofern Wake-on-Lan aktiviert ist; per default ist es im BIOS deaktiviert)  werden. Anschließend kann auf das jeweilige System zugegriffen werden. Allerdings reagiert die Android-App sehr langsam. Selbst im WLAN dauert das Aktualisieren der PC-Liste schnell 10 Sekunden. Die Bedienung selbst ist allerdings ruckelfrei möglich (bezogen auf den WLAN Betrieb). Unterm Strich scheint Home-Cloud zwar ein nettes Features zu sein, mehr als Spielerei ist es aber nicht, zumal beim Zugriff auf Daten aus dem Mobilfunknetz das System nicht im S5-Zustand sein darf, da Wake-On-Lan über Mobilfunknetze nur sehr sehr eingeschränkt funktioniert.

Purity Sound

Bei den synthetischen Benchmarks (siehe unten) überzeugt Purity Sound. Auch der subjektive Eindruck der Soundlösung ist besser als bei anderen „gewöhnlichen“ Onboardcodecs. Eine hochwertige Soundkarte kann aber auch der ALC1150 natürlich nicht ersetzen.

HDMI-In HDMI-In ermöglicht es HDMI fähige Endgeräte mit einem HDMI-Kabel direkt an den HDMI-In-Port des Mainboards anzuschließen. Von dort wird das eingehende Signal direkt an das angeschlossene HDMI-Ausgabgerät (Monitor/Fernseher) weitergeleitet. Somit muss ein entsprechendes Gerät lediglich an das Mainboard, nicht aber direkt an das Wiedergabegerät angeschlossen werden. Über einen Hotkey kann jederzeit zwischen dem “normalem” PC-Signal und dem HDMI-In Signal gewechselt werden. Das Feature funktioniert im Test gut.

ASRock A-Tuning Software

Die AXTU Software ist langsam aber sicher in die Jahre gekommen, das Design ist nicht mehr zeitgemäß. Zudem führte die steigende Anzahl an Features dazu, dass in dem Tool langsam der Platz für neue Funktionen fehlte. Daher wurde es Zeit, dass ASRock mit den 8er Platinen eine neue Software einführt – A-Tuning. Wie bereits bei AXTU umfasst A-Tuning im Wesentlichen die OC-Möglichkeiten unter Windows sowie den Hardware-Monitoring-Teil. Zusätzlich ermöglicht A-Tuning die Konfiguration von XFAST-Ram, der Lüftersteuerung (siehe oben), HDMI-IN und den weiteren Features wie Goodnight-LED oder die Dehumidifier Option. Die folgenden Screenshots zeigen die aktuelle 1.0.42.2-Version welche noch Beta-Status hat. Wir konnten jedoch keine Probleme mit der Version feststellen und im Vergleich zur letzten offiziellen Version hat sich doch einiges getan. So wird nun u.a. auch die vCore und nicht nur V_Input-Spannung angezeigt.

Rightmark Audio Analyzer

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB
+0.59, -0.05
Good
Noise level, dB (A)
-92.1
Very good
Dynamic range, dB (A)
92.1
Very good
THD, %
0.0026
Excellent
THD + Noise, dB (A)
-84.6
Good
IMD + Noise, %
0.0082
Very good
Stereo crosstalk, dB
-87.2
Excellent
IMD at 10 kHz, %
0.0086
Very good
General performance
Very good

Der onboard-Sound ist sehr gut laut dem Rightmark Audio Analyzer.

PCT-Check: Alltagseindruck Im Alltagstest hinterlässt die Platine eine gute Figur. Alle wichtigen Funktionen und Wakeup-Features funktionieren einwandfrei. Einzig VT-d kann im BIOS nicht de-/aktiviert werden. Das System zeigt jedoch an, ob die entsprechende CPU VT-d überhaupt unterstützt. Probleme hatten wir jedoch mit der Samsung SSD830 für unsere Peripheriebenchmarks. Sobald wir diese SSD an die ASMedia …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtberwertung

Zusammenfassung : Unterm Strich können wir das ASRock Z87 Extreme4 allen empfehlen, die eine gute Z87 Boards mit umfangreicher Ausstattung (u.a. SLI), guter Leistungsaufnahme und guter Performance sowie guten OC-Ergebnissen suchen. Mehr als sechs (schnelle) SSDs sollte man an dem Board jedoch nicht betreiben.

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