ASRock FM2A85X-ITX Review


Fazit

Bevor wir zum endgültigen Fazit über das ASRock FM2A85X-ITX kommen, möchten wir die wichtigsten Details zu der Platine kurz zusammenfassen.

  • Layout und Ausstattung

ASRock rüstet die Platine mit sieben SATA3, vier USB3 (zwei nur per Frontanschluss), GB-Lan, 7.1 HD-Audio und eSATA3 aus. Damit bietet die ASRock Platine die „gewöhnliche“ A85X Ausstattung. Mit Blick auf den kleinen Formfaktor ist aber vor allem die hohe Anzahl an SATA Anschlüssen bemerkenswert. Etwas schade ist lediglich, dass ASRock nur drei Anschlüsse für Lüfter bietet. ZUsätzlich bietet man zwei digitale Monitoranschlüsse (HDMI und DVI) sowie einen analogen Videoausgang.

Punkten kann die Platine von ASRock zudem bei der Qualität der verwendeten Komponenten. Gerade im VRM-Bereich hat ASRock im Vergleich zum FM2A75M-ITX einiges verbessert und bietet u.a. die effizienten Texas Instruments ICs sowie eine höhere Anzahl an Phasen.

Am Layout der Platine gibt es keinen Anlass zur Kritik. Aufgrund der hohen Anzahl an Anschlüssen geht es auf dem Board stellenweise sehr eng zu. Alle Header und Anschlüsse sind jedoch gut zu erreichen. Lediglich der CMOS-Clear Jumper erfordert mit großen Fingern etwas Fummelei. Mit etwas Geduld lässt sich der CMOS aber problemlos löschen. Positiv ist zudem, dass es selbst mit hohen Speichermodulen und großen CPU-Kühlern keine Probleme auf dem Board gibt.

  • Performance und Leistungsaufnahme

Bei der Performance zeigt sich inzwischen eigentlich immer das gleiche Bild. Seit dem fast alle wichtigen Komponenten (Speichercontroller etc.) in die CPU integriert wurden und die Chipsätze nur noch als „Peripheriedienstleister“ arbeiten, gibt es bei den Mainboards hinsichtlich der generellen Systemperformance keine Unterschiede mehr. Dies trifft auch auf das getestet ASRock Board zu.

Alle vier FM2 Boards befinden sich in dem gleichen Performance-Segment. Bei einigen Benchmarks hat mal die eine, dann die andere Platine die Nase vorn. Unterm Strich zeigt sich bei allen Boards eine vergleichbare Performance.

Diese vergleichbare Performance zeigt sich auch bei der Peripherieleistung, wobei sich grundsätzlich zeigt, dass der Intel Z77 Chipsatz hier etwas bessere Leistungen als der AMD Chipsatz zeigt. Die vier FM2 Platinen zeigten allesamt eine ähnliche Leistung. Kritikpunkte lassen sich bei der ASRock Platine nicht finden. XFAST USB kann die USB Performance zudem etwas steigern, wobei die Ergebnisse bei USB3 unter Windows 8 nicht mehr so überzeugend sind. Unter USB2 kann die Leistung nach wie vor deutlich gesteigert werden.

Bei der Leistungsaufnahme kann das FM2A85X-ITX punkten. Hier macht sich offenbar sowohl der kleine Formfaktor als auch die effizienten ICs bezahlt.  Beim Idle Verbrauch stellt die Platine einen neuen Bestwert auf.  Unter CPU- und 3D-Last sind die Ergebnisse der Platine ebenfalls gut, wobei vor allem das GA-F2A85X-UP4 mit den besonders hochwertigen ICs die Nase teilweise vorne hat.

  • UEFI und Overclocking

ASRock hat die Platine mit einem guten UEFI ausgestattet welches einwandfrei funktioniert und viele Optionen bietet. Größtes Manko des UEFIs ist sein Design. Sicherlich ist dieses Geschmackssache, der animierte Hintergrund und schwache Kontrast des UEFIs stört uns jedoch sehr. Wir wünschen uns, dass ASRock zukünftig zusätzlich eine Art „Basis UEFI Style“ bietet. Auch umfangreiche Spannungsoptionen im Bereich der Offset-Werte wären wünschenswert.

Neben umfangreichen OC-Einstellungen bietet das UEFI zudem die Option InternetFlash, die eine einfache UEFI-Aktualisierung über das Internet ermöglicht. Alternativ kann das UEFI per USB Stick aktualisiert werden.

Mit Blick auf den kleinen Formfaktor der Platine waren unsere Erwartungen hinsichtlich der Übertaktbarkeit nicht besonders hoch. Umso überraschter waren wir über die Ergebnisse. Die Platine erreicht zwar keine neuen OC-Bestwerte, für leichtes OC mit geringer Spannungserhöhung ist die Platine aber ausreichend dimensioniert. Die erzielten Ergebnisse sind nicht weit von denen der Full-ATX Boards entfernt. Dennoch sollte bei OC grundsätzlich beachtet werden, dass die Platine hierfür nicht optimiert ist. Für extreme OC-Versuche ist das Board nicht geeignet. Zudem sollte man bei der Platine beim OC vor allem die Temperaturen der Spannungswandler im Auge behalten.

  • Alltagstest

Das Board hinterlässt im Alltagstest einen guten Eindruck. Auffällig ist jedoch zunächst, dass der Referenztakt leicht unter den vorgegeben 100 MHz liegt. Hierdurch sind alle Taktraten (CPU etc.) minimal niedriger. In der Praxis ist dies jedoch nicht relevant. Die Stromspar- und Turbo-Modi der APU werden korrekt unterstützt und Taktraten und Spannungen korrekt gesetzt. Letztere sind im Betrieb stabil, wobei die LLC Option keinen großen Umfang hat und beide Optionen offensichtlich die gleiche Wirkung haben.  Positiv ist zudem, dass CnQ mit OC möglich ist. IOMMU gibt es hingegen nur mit einem Beta BIOS-Update, soll aber in kommenden Updates integriert werden. Hier fixt ASRock hoffentlich auch die Probleme beim Power on mit einer USB Maus.

Update: Die Power on USB Probleme wurden mit dem Update 1.20B behoben.

Der Linux Kurztest mit Ubuntu 12.04 war auf der Platine erfolgreich. Die Lüftersteuerung funktioniert sehr gut, wobei eine größere Anzahl an regelbaren Lüfteranschlüssen (nur CPU_FAN1 und 2 sowie CHA_FAN1) wünschenswert wären.

Punkten kann die Platine zusätzlich durch eine sehr gute Bootzeit und einen guten Onboardsound. Interessant ist zudem das XFAST Ram Feature, welches ein einfaches einrichten einer Ramdsik ermöglicht. AXTU selbst kann nur eingeschränkt überzeugen.

  • Fazit

Aufgrund des kleinen Formfaktor hebt das ASRock FM2A85X-ITX sich deutlich von den Mitbewerbern ab. Aktuell ist es das einzige Mainboard mit A85X Chipsatz im Mini-ITX Formfaktor. Zusätzlich gibt es vier Platinen mit A75 Chipsatz.

Während des Testzeitraums konnte das ASRock FM2A85X-ITX überzeugen. Die Platine punktete vor allem durch hochwertige Komponenten, einen guten Alltagseindruck sowie eine sehr gute Leistungsaufnahme. Die Performance des Boards liegt auf dem üblichen Niveau aller FM2 Platinen. Auch die Overclockingergebnisse der Platine sind gut, wobei das Board aufgrund des geringen Formfaktors natürlich kein „Overclockingmonster“ ist. Für maximale Taktraten ist das Board sicherlich nicht erste Wahl. Auch der Preis von knappen 80€ ist mit Blick auf die gebotene Leistung gut.

Aufgrund des sehr guten Gesamteindrucks mit einer guten Lüftersteuerung und geringer Leistungsaufnahme verleihen wir dem Board den PCTreiber.Net Gold Award.

pct goldaward smal ASRock FM2A85X ITX Review

Positiv Negativ
Gute Bauteilqualität
sehr buntes Design des UEFIs
Guter Alltagseindruck größere Anzahl an regelbaren Lüfteranschlüssen wünschenswert
Gute Leistungsaufnahme umfangreichere Offset-Spannungen wünschenswert
Umfangreiches UEFI und für den Formfaktor gute OC-ergebnisse  

 

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Fazit Bevor wir zum endgültigen Fazit über das ASRock FM2A85X-ITX kommen, möchten wir die wichtigsten Details zu der Platine kurz zusammenfassen. Layout und Ausstattung ASRock rüstet die Platine mit sieben SATA3, vier USB3 (zwei nur per Frontanschluss), GB-Lan, 7.1 HD-Audio und eSATA3 aus. Damit bietet die ASRock Platine die „gewöhnliche“ A85X Ausstattung. Mit Blick auf den …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Während des Testzeitraums konnte das ASRock FM2A85X-ITX überzeugen. Die Platine punktete vor allem durch hochwertige Komponenten, einen guten Alltagseindruck sowie eine sehr gute Leistungsaufnahme. Die Performance des Boards liegt auf dem üblichen Niveau aller FM2 Platinen. Auch die Overclockingergebnisse der Platine sind gut, wobei das Board aufgrund des geringen Formfaktors natürlich kein "Overclockingmonster" ist. Für maximale Taktraten ist das Board sicherlich nicht erste Wahl. Auch der Preis von knappen 80€ ist mit Blick auf die gebotene Leistung gut.

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8 Kommentare

  1. Sehr guter Test, sogar Lüftersteuerung wurd eingegangen was mir in so vielen Tests fehlt. Perfekt! Aber warum sollten mehr als 3 Lüfteranschlüsse vorhanden sein? Bei HTPC Gehäusen ist selten Platz für mehr als 3 Lüfter, zur Not gibt es Y-Stecker. Ich spiele mit dem Gedanken mir das Brett zuzulegen und werde 1 Lüfter benötigen.

    Ich muss sagen das Asrock P/L die besten Boards aktuell baut. Die 100 Windowstools könnte man sich sparen, bzw. in ein einziges Tool bauen. Viele dieser Mainboardtools verbraten so viel Systemressourcen das diese eher ein Klotz am Bein sind als eine echte Hilfe. Zumindest bei meinem paar Monate altem Asus bin ich immer mehr enttäuscht und ärgere mich nicht auf Asrock gesetzt zu haben.

  2. Danke für das Lob!

    Bzgl. des Anzahl an Lüfter ist zu beachten, dass neben dem CPU-Anschluss nur noch einer der Gehäuseanschlüsse regelbar ist. Drei regelbare Anschlüsse wären wünschenswert, vier gut. Aber das kommt natürlich auch immer auf das jeweilige Gehäuse an ;)

  3. sehr schöner test – danke

  4. Danke für das Feedback! :)

  5. Eine kurze Frage hätte ich noch zu dem Test: Kann man den Lüfter den man montiert in jede Richtung drehen? Plane den HR2 Macho einzubauen, natürlich sollte er nach hinten zum Gehäuse raus blasen. Ist das möglich?

  6. Also das Retention Modul gibt ja vor wie der Kühlkörper zu montieren ist. Du kannst ihn im Zweifelsfall um 180° drehen. Das Retention-Modul selbst ist – wie bei jedem anderen Mainboard – nicht drehbar. Ich weiß nicht, wie beim Macho die Halteklammern für den AMD Sockel angebracht sind. Da müsstes du mal schauen.

  7. Vielen Dank. Ja ich würde gerne das MB in das Fractal Design Node 304 bauen, da muss ich den Macho drehen. Na mal schauen wie sich der kommende 6800K schlägt.

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