ASRock Fatal1ty H87 Performance Test



PCT-Check: Alltagseindruck

Funktion Turbo Modus?JaFunktion S4?Ja
Funktion SpeedStep?JaFast Boot im BIOS de-/aktivierbar?Ja
Unterstützte StromsparmodiC3/C6/C7Secure Boot im BIOS de-/aktivierbar?Ja
Stromsparmodi im BIOS de-/aktivierbar?JaSPD Timings korrekt ausgelesen?Ja
Funktion Wake on Keyboard / Power on Keyboard?Ja / JaBetrieb CR 1T?Ja
Funktion Wake on USB / Power on USB?Ja / Ja Werden manuell eingestellte Ram-Timings im Bios richtig übernommen?Ja
Funktion Wake on Lan?Ja VT-d Option im UEFI?Nein
Funktion S3?JaFunktion PCIe 1x Karte in PEG Slot?Ja

Im Alltagstest hinterlässt die Platine einen guten Eindruck. Alle wichtigen Features funktionieren einwandfrei, einzig die Möglichkeit VT-d im UEFI zu de-/aktivieren fehlt. Ob die jeweilige CPU VT-d unterstützt wird jedoch angezeigt. Zudem führte ein gleichzeitiges aktivieren von Power on USB und Power on PCI zu einem automatischen Aufwecken nach dem Herunterfahren (mittels Shift + Herunterfahren). ASRock versucht aktuell dieses Problem nachzustellen und zu beheben.

Der Referenztakt der Platine schwankt etwas, mal übertaktetet das Board leicht, dann untertaktet das Board leicht. Unterm Strich sind die Unterschiede aber nicht dramatisch.

Hinsichtlich der Spannungen hat sich – wie bereits erwähnt – bei den Haswell-Platinen vieles geändert.
Während bislang die vCore Spannung direkt von den Spawas auf der Platine zur Verfügung gestellt wurden, gibt es nun nur noch die VCC_IN-Spannung. Uns liegen leider auch keine Informationen über die Möglichkeit zum Messen der vCore Spannung bei dem Board vor. Bei den früheren Designs war dies problemlos an den Spannungswandlern möglich, diese liefern nun jedoch nur noch die VCC_In Spannung. Wir können die vCore Spannung daher nicht mit einem Multimeter nachmessen und müssen uns auf die Angaben diverser Software verlassen. Hiernach gibt es hinsichtlich der vCore Spannung keine Besonderheiten bei dem ASRock Board. Die VIDS werden korrekt gesetzt und entsprechend den Einstellungen die im BIOS vorgenommen werden. Ein internes über- oder undervolten kann hier nicht beobachtet werden.

Die VCC_IN Spannung weicht teilweise jedoch leicht von den eingestellten Werten ab. Der User hat hier aber die Möglichkeit mit der Loadlin-Calibration das Verhalten der VCC_In Spannung unter Last zu verändern. Der Einfluss auf die Leistungsaufnahme ist jedoch nur minimal. Mit deaktivierter Loadline-Calibration (höherer VCC_IN Spannung unter Last) liegt die Leistungsaufnahme nur 1 Watt höher und somit im Bereich der Messtoleranz.

 Lüftersteuerung der Platine

ASRock hat die Lüftersteuerung bei den neuen Platinen deutlich überarbeitet. Bislang funktionierte diese immer so, dass der Nutzer eine Ziel-Temperatur sowie eine Ziel-Drehzahl festlegen konnte. Solange die CPU-Temperatur unterhalb des Zielwertes lag dreht der Lüfter mit der Ziel-Drehzahl. Bei höheren Werten drehte der Lüfter langsam auf volle Geschwindigkeit hoch. Die Gehäuselüfter passten ihre Drehzahl zudem meist garnicht an die CPU-Temperatur an.

Die neue Lösung bietet nun die Möglichkeit vier Paare aus Temperatur/Drehzahl festzulegen und somit das Verhalten der Lüftersteuerung sehr genau zu steuern (und zwar für CPU- und ausgewählte Gehäuselüfter). Die zusätzlich anzugebende kritische CPU-Temperatur stellt den Wert da, ab dem die Lüftersteuerung auf volle Drehzahl hochdreht.  Dies ist im UEFI oder aber per Software möglich.

Für User die sich wenig Mühe bei der genauen Justierung machen wollen bietet ASRock zudem drei voreingestellte Profile die einfach angewählt werden können.

Im Test funktionierte die Steuerung sehr gut und der Lüfter dreht beim erreichen der jeweiligen CPU-Temperaturen entsprechend höher. Wenn man sich für eine manuelle Konfiguration entscheidet,sollte man jedoch etwas Sachverstand und Zeit mit sich bringen um einen angenehmen Lüfterverlauf zu finden.

lufter 330x414 ASRock Fatal1ty H87 Performance Test

Übersicht über die Lüfteranschlüsse:
(1) CPU-Lüfter (3 Pin) – regelbar, (2) CPU-Lüfter (4 Pin) – regelbar, (3) PWR-Lüfter (3 Pin) – nicht regelbar, (4) Gehäuselüfter (4 Pin) – regelbar, (5) Gehäuselüfter (3 Pin) – regelbar, (6) Gehäuselüfter (3 Pin) – eingeschränkt regelbar.

Diese ausführliche Regelung steht jedoch „nur“ für die beiden CPU-Lüfteranschlüsse sowie den Lüfteranschluss 1 (vier Pin)  und 3 (drei Pin)  zur Verfügung.Der Anschluss 2 (3 Pin) lässt sich nur in 4 Leveln steuern. Der PWR-Anschluss ist nicht regelbar. Die 4 Pin Anschlüsse können dabei jeweils 3 und 4 Pin Lüfter regeln, während die drei Pin Anschlüsse nur 3 Pin Lüfter regeln können.

Windows Bootzeit

Wir ermitteln die Bootzeit aller Platinen einmal im „Fast“-Bootmodus sowie bei einem regulären Shutdown. Gemessen wird jeweils die Zeit vom Einschalten bis zum erscheinen des Startbildschirms, wobei drei Messungen gemacht werden. Diese werden jeweils auf die volle Sekunde auf/ – abgerundet und anschließend das Mittels gebildet (welches wiederum auf die volle Sekunde auf-/ abgerundet wird).

 

Linux-Kurztest

Wir haben den Betrieb der Platine unter Ubuntu 13.04 kurz mittels einer Live-CD getestet. Hierbei konnten wir keine besonderen Probleme feststellen. Alle wichtigen Features funktionierten „out of the box“.

ASRock A-Sytle Features

Home Cloud

Hinter „Home Cloud“ versteckt sich die Möglichkeit mittels einer Remote-Desktop-Software mit dem PC zu verbinden. ASRock legt hierfür bei den Platinen mit Intel-Netzwerkchip die Splashtop-Software und bei Board mit einem QualCom-Lan-Chip die Sunlogin-Software. Splashtop wird lediglich unter Windows 8, Sunlogin auch unter Windows 7 unterstützt.

Bei dem H87 Performance muss die Splashtop-Software einfach installiert und dort ein Kundenkonto angelegt werden. Die Software selbst muss hierbei nicht besonders konfiguriert werden, wobei natürlich jeder die Einstellungen an seine Wünsche anpassen kann. Anschließend muss die entsprechende App auf ein Mobilgerät oder einen zweiten Computer installiert werden. Aber Achtung – die Android App ist bspw. happige 15 MB groß.

Im Test selbst funktioniert Splashtop dabei einwandfrei. Mittels der Software kann das System entweder aus dem S3 oder S5 Modus aufgeweckt bzw. gestartet (sofern Wake-on-Lan aktiviert ist; per default ist es im BIOS deaktiviert)  werden. Anschließend kann auf das jeweilige System zugegriffen werden. Allerdings reagiert die Android-App sehr langsam. Selbst im WLAN dauert das Aktualisieren der PC-Liste schnell 10 Sekunden. Die Bedienung selbst ist allerdings ruckelfrei möglich (bezogen auf den WLAN Betrieb).

Unterm Strich scheint Home-Cloud zwar ein nettes Features zu sein, mehr als Spielerei ist es aber nicht, zumal beim Zugriff auf Daten aus dem Mobilfunknetz das System nicht im S5-Zustand sein darf, da Wake-On-Lan über Mobilfunknetze nur sehr sehr eingeschränkt funktioniert.

 

Purity Sound

Bei den synthetischen Benchmarks (siehe unten) überzeugt Purity Sound. Auch der subjektive Eindruck der Soundlösung ist besser als bei anderen „gewöhnlichen“ Onboardcodecs. Eine hochwertige Soundkarte kann aber auch der ALC1150 natürlich nicht ersetzen.

HDMI-In

HDMI-In ermöglicht es HDMI fähige Endgeräte mit einem HDMI-Kabel direkt an den HDMI-In-Port des Mainboards anzuschließen. Von dort wird das eingehende Signal direkt an das angeschlossene HDMI-Ausgabgerät (Monitor/Fernseher) weitergeleitet. Somit muss ein entsprechendes Gerät lediglich an das Mainboard, nicht aber direkt an das Wiedergabegerät angeschlossen werden. Über einen Hotkey kann jederzeit zwischen dem “normalem” PC-Signal und dem HDMI-In Signal gewechselt werden. Das Feature funktioniert im Test gut.

Gaming Gadgets

Die Platine bietet zudem noch eine ganze Menge weiterer Features. Da wäre einmal das Fatal1ty Mouse-Port, bei dem sich die Polling-Rate per Software einstellen lässt. Zudem bietet man das Key-Master-Tool an, welches durch den Macro-und Sniper-Key das Spielerlebnis verbessern sollen. Allerdings ist die Software nicht bei allen Spielen zugelassen.

F-Stream Tool

Alle oben genannten Funktionen (mit Ausnahme von Purity Sound – hier ist keine spezielle Software nötig) sind in der F-Stream-Software zusammengefügt, welche von ASRock im Rahmen der 8er Platinen von grundauf neu entwickelt wurde. Dabei ist die neue Version deutlich gefälliger als das alte Design, allerdings verstecken sich einige der Optionen in sehr vielen Untermenüs.

Das F-Stream Tool bietet u.a. die beiden Gaming-Features Key-Master und die einstellbare Polling-Rate an. Zudem befindet sich das XFAST-Ram-Feature im F-Stream Tool. Auch HDMI-In wird über das Tool geregelt. Gleiches gilt für die Konfiguration der Lüftersteuerung, das Übertakten unter Windows sowie der Hadware-Monitoring-Abschnitt.

Während unseres Testzeitraums funktionierte das Tool gut, wie bereits erwähnt ist es nur so, dass aufgrund des großen Funktionsumfangs einige Funktionen erst nach vielen Untermenüs erreichbar sind.

 

Rightmark Audio Analyzer

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB
+0.33, +0.19
Excellent
Noise level, dB (A)
-99.6
Excellent
Dynamic range, dB (A)
99.5
Excellent
THD, %
0.0083
Very good
THD + Noise, dB (A)
-79.6
Average
IMD + Noise, %
0.0091
Very good
Stereo crosstalk, dB
-90.5
Excellent
IMD at 10 kHz, %
0.017
Very good
General performance
Very good

 

Der onboard-Sound ist sehr gut laut dem Rightmark Audio Analyzer.

PCT-Check: Alltagseindruck Im Alltagstest hinterlässt die Platine einen guten Eindruck. Alle wichtigen Features funktionieren einwandfrei, einzig die Möglichkeit VT-d im UEFI zu de-/aktivieren fehlt. Ob die jeweilige CPU VT-d unterstützt wird jedoch angezeigt. Zudem führte ein gleichzeitiges aktivieren von Power on USB und Power on PCI zu einem automatischen Aufwecken nach dem Herunterfahren (mittels Shift …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Das ASRock H87 Fatal1ty Performance bietet für seine knappe 90€ (Stand 20.7.2013) eine gute Ausstattung, die vor allem mit kleinen Schmankerln wie Purity Sound oder dem Fatal1ty Mouseport punkten kann. Zusätzlich ermöglicht die Platine ein Übertakten der CPU, wobei die von uns erreichten Ergebnisse für ein Board der Preisklasse gut sind. Punkten kann die Platine zudem durch die gute Lüftersteuerung, die leider nicht für alle Anschlüsse zur Verfügung steht, und einen guten Alltagseindruck. Abgerundet wird dies durch einen guten Alltagseindruck. Wer auf die meist sehr umfangreiche Ausstattung der Z87 Platinen (bspw. SLI oder mehr SATA3/USB3 Anschlüsse) verzichten kann, dem können wir die Platine empfehlen. Nutzer die gerne Übertakten wollen sollten jedoch vorab abklären ob auch mit aktuellen UEFI-Versionen OC möglich ist oder Intel dies inzwischen untersagt hat.

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