Android 4.3: Features wie Bluetooth Low Energy und WebView-Beta

Die kommende Android-Version 4.3 hat an der Oberfläche kaum ersichtliche, neue Features von Google spendiert bekommen, wenn man einmal von dem neuen User Interface der Kamera- bzw. Galerie-App unter Android 4.3 absieht und auch vergisst, dass sich die Roboto-Font (Schriftart) etwas verändert hat.

Die interessanten Änderungen bei der sicherlich bald vorgestellten, neuen Android OS-Version 4.3 Jelly Bean fanden unter der Haube statt, auch wenn es neben ein bis zwei neuen Optionen in den Developer-Settings (Entwickler-Einstellungen) von Android 4.3 noch die neue Möglichkeit gibt, in der Dialer-Anwendung unter Android 4.3 nun die Länge der Wählpausen besser zu bestimmen.

So kann man in der Telefon-App von Android 4.3 nun über die Menü-Taste entweder eine 2 Sekunden lange Pause durch das Komma-Zeichen oder eben eine längere Pause über das Semikolon einfügen. Dies kann durchaus praktisch sein, auch wenn die meisten User dieses Feature eher selten benötigen werden. Interessanter ist gewiss die Auto-Vervollständigung in der Dialer-App, welche man endlich unter Android 4.3 Jelly Bean aktivieren kann. Auch die neue Möglichkeit, die Tonlänge (MFV) zu ändern, gefällt durchaus – wenngleich hier ähnliches gilt: es werden nicht viele Android-User benötigen.

Dank der Portierung bzw. des Leaks von Android 4.3 Jelly Bean für die Google Edition des Galaxy S4 von Samsung gab es ziemlich schnell auch einen Port (ROM) für die “normale” Samsung Galaxy S4-Version mit Qualcomm Snapdragon-SoC (GT-I9505) und somit habe ich die letzten Tage mit Android 4.3 auf einem Galaxy S4 verbracht und muss gestehen – es gefällt durchaus. Für einen Port ist Android 4.3 auf dem Galaxy S4 (Non-Google Edition..) ziemlich schnell unterwegs und der Akkuverbrauch hält sich in Grenzen.

Es scheint sogar so, dass die neue WLan-Option mit dem “Always On”-Feature gar nicht für einen höheren Akku-Drain (Verbrauch) sorgt, sondern im Grunde kaum auffällt, wenn man dieses Feature nicht deaktiviert. In den erweiterten WLan-Einstellungen kann man unter Android 4.3 Jelly Bean nun aktivieren oder deaktivieren ob das WLan, wenn es selbst deaktiviert wurde, trotzdem nach WiFi-Netzen scannen soll um die Daten an die jeweiligen Apps, welche auf die Lokalisierung angewiesen sind, weiterzureichen oder eben an so Dienste wie Google Now.

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Android 4.3 Leak: WLan-Settings

Dies scheint tatsächlich schon gut zu klappen und ist am Ende besser für den Akku des Smartphones (oder Tablets) als wenn die Apps oder Google-Dienste auf das integrierte GPS-Modul zurückgreifen. Sicherlich wird man bei dieser Option aber noch abwarten müssen, wie die Rückmeldungen der User sind, wenn Android 4.3 als Update für die Nexus-Geräte und Smartphones/Tablets anderer Hersteller als LG & ASUS verfügbar wurde. Bei mir lief es eigentlich recht gut mit Android 4.3 und dem Akkuverbrauch des Galaxy S4, obgleich es sich aktuell “nur” um einen Port von Android 4.3 handelt.

Die überarbeitete Roboto-Schrift gefällt und sieht durchaus etwas moderner aus als es noch unter Android 4.2.2 der Fall gewesen ist. Ob nun Komma, Punkt oder Strich – wenn man nicht genau hinsieht, fallen einem die Veränderungen kaum auf, auch wenn die überarbeitete Roboto-Font unter Umständen das Ablesen von Text auf dem Display einfacher macht – aber dass ist recht subjektiv und im Grunde ist die Überarbeitung zwar nett, aber wird den meisten, welche Android & dessen neue Versionen nicht verfolgen, kaum auffallen.

Schön ist der nun endlich integrierte Support vom Bluetooth Low Engery-Modus. Dies bedeutet, wie der Name bereits sagt, dass Bluetooth-Verbindungen nun weniger am Akku des Smartphones oder Tablets zerren, sofern man eben Android 4.3 auf seinem Gerät am Laufen hat.

Die neuen Developer-Optionen bzw. Settings in den Entwickleroptionen, sofern man diese mit den “Touchs” auf den Build-Nummer freigeschaltet hat, sind durchaus interessant. Einerseits gibt es nun eine Beta-Version von WebView, deren Aktivierung oder Deaktivierung normalen Usern nicht auffallen wird. Sofern aktiviert, verwenden installierte Apps die Betaversion von WebView, sofern diese auf den Browser-Wrapper unter Android zurückgreifen. Zudem gibt es nun die Option Profile GPU Rendering, was ebenso recht interessant sein kann.

Insgesamt läuft der Port bzw. das Android 4.3-ROM aus dem Forum der XDA Developers recht flüssig, gut und der Akku macht auch nicht allzu schnell schlapp. Sicherlich wäre ein richtiges Build von Android 4.3 für das Snapdragon-Galaxy S4 von Samsung besser als die Portierung von der Google Edition, auch wenn es kaum Hardware-Unterschiede gibt.

Android 4.3 gefällt durchaus, aber wenn man nicht tiefer ins System blickt, kann man ohne in die System-Infos zu schauen oder in die erweiterten WiFI-Settings von Android kaum sagen ob nun Android 4.2.2 oder Android 4.3 auf einem Smartphone läuft – an der Oberfläche hat sich nun mal wenig getan. Dies dürfte sich dann gegen Ende des Jahres mit Android 5.0 ändern.

Der Leak von Android 4.3 für die Google Edition des Galaxy S4 von Samsung macht deutlich, dass das Release eigentlich kurz bevorstehen sollte – somit kann es bereits in den kommenden Wochen passieren, dass Google Android 4.3 Jelly Bean vorstellt und die neue Jelly Bean-Version auf die Nexus-Geräte ausgerollt wird.

Update:

Die neue bzw. überarbeitete Roboto-Schriftart aus Android 4.3 ist nun als flashbare ZIP-Datei (Recovery) für Android-Geräte verfügbar und die Jungs von AndroidNext bieten zudem noch den Download der Roboto-Schriftarten als True Type-Files für den Desktop an:

Roboto: Standard-Schriftart in Android 4.3 aktualisiert [Download]

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