Gigabyte GA-Z77MX-D3H Preview

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Gigabyte GA-Z77MX-D3H Preview

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Update: Das Review ist jetzt online

Zur Cebit haben alle namenhaften Hersteller ihre Z77 Portfolio gezeigt. Zwischenzeitlich sind erste Z77 Platinen sogar bereits bei einigen Händlern verfügbar, obwohl die Platinen noch nicht offiziell vorgestellt wurden. Die offizielle Vorstellung der 7er Chipsatzserie soll Anfang April erfolgen.

Vor diesem Termin sind ausführliche Tests inklusive Benchmarks allerdings noch nicht erlaubt, dennoch möchten wir Euch heute eine Z77 Platine näher vorstellen. Das Gigabyte GA-Z77MX-D3H.

Die mATX Platine setzt auf den Z77 Chipsatz und verzichtet größtenteils auf Zusatzcontroller. So bietet das Board vier USB3 und zwei SATA3 Ports, die allesamt durch den Z77 Chipsatz zur Verfügung gestellt werden. Von den USB3 Ports sind zwei direkt am ATX-Panel ausgeführt, zwei weitere lassen sich per Frontmodul nachrüsten. Abgerundet wird dies durch GB-Lan (Atheros AR8151) und 7.1 HD-Audio (VIA VT2021).

Zum Betrieb von Erweiterungskarten stellt Gigabyte gleich drei PEG Slots zur Verfügung, was auch SLI oder CrossFire-Kombinationen auf dem Board ermöglicht. Die ersten beiden Slots sind hierbei jeweils mit 8 Lanes angebunden, während der letzte Slot mit 4 Lanes angebunden ist. Zum Anschluss von Monitoren an die Grafikeinheit der Intel CPUs steht ein VGA-, ein HDMI- sowie ein DVI-Anschluss zur Verfügung.

Schauen wir uns die Platine im Detail an.

 

Spezifikationen des Gigabyte GA-Z77MX-D3H

CPU

  • Unterstützt Sockel 1155 CPUs (“Sandy Bridge” und next generation 22nm)
  • Unterstützt Intel Turbo 2.0, Hyper Threading und k-CPUs

Chipsatz

  • Intel Z77 Chipsatz

Arbeitsspeicher

  • 4x DDR3 Slots mit einer maximalen Kapazität von 32GB
  • Unterstützt Dual Channel DDR3 1066/1333/1600 MHz

Expansion Slot

  • 2x PCIe 3.0 PEG Slots
    • 1&3 Slot als 16x/0x oder 8x/8x nutzbar
  • 1x PCIe 2.0 PEG Slots
    • angebunden mit 4 PCIe Lanes
  • 1x PCIe 1x Anschluss

Audio

  • VIA VT2021 7.1. HD-Audio Codec

LAN

  • Gigabit LAN 10/100/1000
  • Atheros AR8151  angebunden per PCIe

USB3

  • 2 Anschlüsse am ATX-Panel
    • realisiert durch den Z77 Chipsatz
  • 2x Anschlüsse für Frontpanel
    • realisiert durch den Z77 Chipsatz

Interne Anschlüsse

  • 4x SATA2 mit Unterstützung von Raid (0,1,5,10) durch Z77
  • 2x SATA3 mit Unterstützung von Raid (0,1,5,10) durch Z77
  • 2x USB 2.0 Header, unterstützt 4 Ports
  • 1 x Front Panel Header
  • 1 x Front Panel Audio Header
  • 1 x S/PDIF Out
  • 2 x USB 2.0/1.1
  • 1 x USB 3.0/2.0
  • 1 x Trusted Platform Modul (TPM)
  • 1 x Clear Cmos Jumper
  • 1x CPU-Lüfteranschluss (4 Pin)
  • 2x Gehäuselüfteranschlüss (4 Pin)

Anschlüsse am ATX Panel

  • 1 x PS/2-Tastatur/Maus
  • 1 x HDMI
  • 1 x Optischer S/PDIF
  • 1x VGA
  • 1x DVI
  • 6 x USB 2.0
  • 2 x USB 3.0
  • 1 x RJ-45
  • HD Audio Jack: Side Speaker / Rear Speaker / Central / Bass / Line in / Front Speaker / Microphone

All Solid Capacitors

  • Bei dem Board kommen Feststoffkondensatoren  und vergossene Spulen zum Einsatz

Herstellerangaben laut gigabyte.de

Impressionen des Gigabyte GA-Z77MX-D3H

Der Lieferumfang des Board fällt einfach aus. So legt Gigabyte dem Board folgende Dinge bei:

  • 1x SLI Brücke
  • 1x Treiber CD
  • 4x SATA3 Kabel
  • 1x ATX Panel
  • 1x Schnellstartanleitung sowie diverse weitere Beilagen

Die Schnellstartanleitung ist in diversen Sprachen gehalten. Der deutschsprachige Teil ist gut verständlich. Das umfangreiche Handbuch, inklusive genauen Details zu den BIOS-Optionen, liegt allerdings nur auf CD oder im Internet vor. Hier gibt es nur eine englische Version.

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, verzichtet Gigabyte bei dem Board auf die Verwendung zusätzlicher Controller für USB3 und SATA3 Anschlüsse. Entsprechend bietet das Board zwei SATA3- und  vier USB3 Ports. Die SATA3-Ports sind, wie die SATA2-Ports, abgewinkelt. Von den vier USB3 Ports des Z77 Chips sind zwei Modelle direkt am ATX-Panel ausgeführt, die zwei weiteren Anschlüsse lassen sich nur mittels dem Front-USB3-Anschluss nutzen.

Für den Onboard-Sound greift Gigabyte auf einen VIA VT2021 7.1 HD-Audio-Controller zurück. Dieser kann laut VIA bis zu 10 Kanäle ansprechen. Er bietet Analog-Digital-Converter (ADCs) mit bis zu 100dB Signal-Störverhältnis (SNR) und Digital-Analog-Wandler (DACs) mit 110dB Signal-Störverhältnis. Ob der Praxiseindruck besser als bei den Realtek Audiochips ist, muss sich zeigen. Gigabyte-Lan wird durch einen Atheros AR8151 Chip realisiert.

Der erste und letzte PEG Port der Platine sind direkt an die PCIe Lanes der CPU angebunden. Im Betrieb mit Sandy Bridge-CPUs bieten diese PCIe 2 Geschwindigkeit, während im Betrieb mit Ivy-Bridge CPUs sogar PCIe 3 Geschwindigkeit möglich ist. Möglich wird die durch die Nutzung der Pericom PI3PCIE3415ZHE Switches. Das Board unterstützt zudem SLI und CrossFire, wobei der zweite PEG Slot für Grafikkarten eher ungeeignet ist, da die Anbindung auf 4 Lanes (PCIe 2) begrenzt ist. Die anderen beiden Slots teilen sich im Multi-GPU-Betrieb die Bandbreite und sind dann mit je 8 Lanes angebunden. Eng könnte es aber mit großen Grafikkarten im zweiten Slot werden. Hier dürften in vielen Fällen die entsprechenden Header wegfallen. Besser wäre es gewesen den zweiten und dritten PEG Slot miteinander zu tauschen.

Bei der Spannungsversorgung setzt Gigabyte bei der Platine auf Low RDS(on) MOSFETs und vergossene Spulen. Für die Regulierung der Vcore greift Gigabyte zu einem digitalen Vcore Controller (IOI 3564). Dieser bietet im BIOS umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten im BIOS oder per Software, die unter dem 3D Power Menüpunkt zusammengefasst sind. Abgerundet wird das Ausstattungspaket mit Feststoffkondensatoren sowie eine ganze Reihe weiterer Besonderheiten, die Gigabyte unter dem Ultra Durable 4 Classic Logo vermarktet. Darunter zählen beispielsweise auch ein neue PCB-Fertigung mit neuer Anordnung der Glasfasern oder spezieller elektrostatischer Schutz.

Soviel zur Ausstattung der Platine. Schauen wir uns das Layout mal im Detail an. Generell gibt es bei mATX Mainboards relativ wenig Platz, was die Positionierung der Komponenten doch stark eingrenzt. Die Positionierung der Onboard-, Audio- und USB-Header fällt zunächst positiv aus.  Die Anschlüsse lassen sich gut erreichen und die Kabel sinnvoll im Gehäuse verlegen.  Gleiches gilt auch für die SATA- und Stromanschlüsse.

Was allerdings negativ auffällt ist der sehr geringe Abstand zwischen dem ersten PEG-Slot, dem CPU-Sockel und den Speicherslots. In unserer Testkonfiguration mit der ASUS HD 6870 DC II sowie dem Artic Freezer 13 Pro ist der Abstand zwischen CPU-Kühler und Grafikkarte sehr gering. Zudem passt die Grafikkarte nur soeben neben die Speicherslots.

Grafikkarte mit eine größerem Kühlkörper auf der Rückseite dürften hier in jedem Fall zu Problemen führen. Zusätzlich lassen sich Speichermodule in unserer Konfiguration nicht mehr mit eingebauter Grafikkarte tauschen. Dies kann durchaus lästig sein, vor allem bei großen Grafikkarten, da diese vor dem Wechsel von Speichermodulen ausgebaut werden müssen.

Zudem lässt sich im Einsatz mit einer Grafikkarte in vielen Fällen der PCIe 1x Slot nicht mehr nutzen. Hierfür bietet die Platine aber immerhin noch der zweite PEG Slot, der mit fast allen Grafikkarten frei bleibt.

Unterm Strich ist das Layout der Platine gut, leidet aber darunter, dass der Platz bei mATX Platinen nur sehr eingeschränkt ist. Der Versuch gleich drei PEG Slots unterzubringen führt dazu, dass es sehr eng zu geht. Die wichtigsten Anschlüsse sind jedoch gut positioniert.

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