ASRock 990FX Extreme4

Fazit

Bevor wir zum endgültigen Fazit kommen, wollen wir die wichtigsten Dinge zum ASRock 990FX Extreme4 nochmal zusammenfassen.

  • Ausstattung

Die Ausstattung der Platine ist sehr gut. So bietet das Board neben 8 SATA3 Anschlüsse auch 4 USB3 Ports, FireWire, IDE und GB-Lan. Auch 7.1 HD-Audio zählt natürlich zum Lieferumfang. Zudem unterstützt die Platine SLI und CrossFire. Positiv ist außerdem, dass ASRock der Platine direkt ein Front-USB3-Gehäuse beilegt. Zusätzlich bietet das Board mit insgesamt 5 Lüfteranschlüssen genügend Möglichkeiten um Lüfter anzuschließen. Leider sind aber nicht alle der Anschlüsse regelbar.

  • Layout

Beim Layout greift ASRock zu dem bekannten Design des 890FX Deluxe 5 und des Deluxe4. Diese gefällt zum Großteil gut. Die wichtigsten Anschlüsse und Jumper sind sinnvoll positioniert und gut zu erreichen. Leider lassen sich in beiden PCIe 1x Slots aber keine langen PCIe Karten nutzen. Hierfür muss der Nutzer auf den letzten PEG Slot ausweichen. Diese ist für Grafikkarten generell nur eingeschränkt nutzbar, da dieser nur mit 4 Lanes angebunden ist und DualSlot-Grafikkarten mit den Onboardheadern, unter dem Slot, in den Weg kommen.

Ein weiterer Punkt ist, dass die zusätzlichen SATA3 Ports etwas ungewöhnlich positioniert sind. Problematisch wird dies vor allem, wenn man optische Laufwerke an diese Ports anschießen will.

Unterm Strich ist der größte Kritikpunkt daher, dass ASRock einige der Mängel nicht ausgeräumt hat und seit drei Generationen auf das gleiche Layout setzt. Dies spart zwar Entwicklungskosten und senkt somit auch den Verkaufspreis, bei Highendplatinen würden wir uns aber eine Überarbeitung des Designs wünschen.

  • Performance

In Sachen CPU-/Speicher-/Grafikperformance gibt es zwischen den AM3/AM3+ Platinen kaum Unterschiede. So zeigt auch das 990FX Extreme4 die übliche Performance. Deutlich interessanter ist da die Peripherieperformance. Bei der SATA3 und USB2 Performance hat sich zwischen der 900er und 800er Chipsatzfamilie nichts getan.

Die USB3 Performance der Platine ist etwas besser als beim Vorgänger. Offensichtlich ist der EtronTech-Controller ein Tick schneller als der Renesas USB3-Controller. Punkten kann vor allem wieder die USB-Performance mit aktivierter XFast-Software. Die Nertzwerkperformance macht allerdings ein kleinen Rückschritt. Hier war uns bereits beim Test des Z68 Extreme4 aufgefallen, dass der Broadcom-Controller einige Schwächen bei der TX-Performance.

  • Bios und Overclocking

Die Platine ist das erste ASRock Mainboard für AMD CPUs das auf das neue UEFI setzt. Dieses bietet eine grafische Oberfläche inklusive Mausunterstützung sowie GPT-Unterstützung.

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich am Umfang des UEFI aber wenig getan. Man bietet nach wie vor die gleichen Übertaktungsoptionen sowie eine Menge sonstiger Einstellmöglichkeiten.Allerdings fehlt die Ganged/Unganged-Option für den Speichercontroller der K10 CPUs.

Die Overclocking- und Undervoltingergebnisse liegen auf dem üblichem Niveau der AM3 Platinen. Hier fällt wenig außergewöhnliches auf. Auch das Freischalten der CPU-Kerne war problemlos möglich.

  • Alltagstest

Während des Alltagstest hinterlässt das ASRock 990FX Extreme4 eine gute Figur. Alle wichtigen Funktionen arbeiteten einwandfrei. Einzige Problemstelle ist der EtronTech USB3 Controller, der inzwischen auf Boards vieler Hersteller zum Einsatz kommt. Dieser scheint vor allem mit diversen USB3 Festplatten auf Basis des JMicron-Controllers Probleme zu haben. Ein neuer Treiber macht, nachdem sich Etron und JMicron die Schuld lange zugeschoben haben, aber offenbar Hoffnung auf einen problemlosen Betrieb. Nutzern des Platine raten wir daher einen großen Bogen um USB3 Geräte mit JMicron-Controller zu machen.

Auffällig ist noch immer, dass die VDimm Spannung mit 1.585V noch immer etwas hoch angesetzt ist. Dieser Wert ist aber schon deutlich niedriger als bei anderen Boards von ASRock und lässt sich im UEFI einfach anpassen

Die Lüftersteuerung macht den gleichen guten Eindruck wie beim Deluxe5. Wünschenswert wäre allerdings, dass bei kommenden Platinen alle Anschlüsse 3 und 4 Pin Lüfter regeln können. Auch eine automatische Regelung für die Gehäuselüfteranschlüsse wären wünschenswert. Diese bietet bisher leider aber kaum ein Hersteller.

Wie es bei der Platine mit den neuen AM3+ Features aussieht lässt sich aktuell allerdings leider noch nicht sagen. Hier müssen erste CPUs erst noch verfügbar werden.

  • Zusammenfassung/Wertung

Das Board ist gleich das vierte Update, das aus dem ursprünglichem 890FX Deluxe3 entstanden ist. Wie schon beim 890FX Deluxe5 wurden kleine Layoutschnitzer nicht behoben. Seit dem Deluxe5 gibt es dafür UEFI und offizielle AM3+ Unterstützung. Das Extreme4 kann nun zudem mit SLI-Unterstützung und neuen Onboardcontroller aufwarten. Der EtronTech USB3 Controller ist etwas schneller als das Modell von Renesas, hat aber Probleme in Verbindung mit einigen Festplattengehäuse auf JMicron Basis (wobei der neue Treiber einige Verbesserungen bringt) . Der Broadcom Netzwerkcontroller scheint hingegen etwas langsamer als das Realtek-Modell des Deluxe5.

Unterm Strich bietet ASRock mit dem 990FX Extreme4 somit eine gut ausgestattet AM3+ Platine mit aktuellem Featureset, einem guten UEFI inklusive guter Peripherieperformance, Lüftersteuerung, einem guten Alltagseindruck und guten Overclockingergebnissen. Preislich liegt die Platine aktuell bei etwa 140€, was angesichts der Ausstattung gerechtfertigt ist.

Wir verleihen der Platine daher aufgrund guten Gesamteindrucks den PcTreiber.Net Hot Stuff Award.

pct hotstuff small ASRock 990FX Extreme4

Positiv Negativ
gute Lüftersteuerung… .. die noch verbessert werden kann.
gutes Layout… .. wobei auch lange PCIe Karten in dem ersten 1x Slot Platz finden sollten
umfangreiche Ausstattung, umfangreicher Lieferumfang Probleme zwischen Etron und JMicron
Gutes UEFI, UCC Unterstützung
Front USB3
Maximaler Referenztakt

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Fazit Bevor wir zum endgültigen Fazit kommen, wollen wir die wichtigsten Dinge zum ASRock 990FX Extreme4 nochmal zusammenfassen. Ausstattung Die Ausstattung der Platine ist sehr gut. So bietet das Board neben 8 SATA3 Anschlüsse auch 4 USB3 Ports, FireWire, IDE und GB-Lan. Auch 7.1 HD-Audio zählt natürlich zum Lieferumfang. Zudem unterstützt die Platine SLI und …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Unterm Strich bietet ASRock mit dem 990FX Extreme4 somit eine gut ausgestattet AM3+ Platine mit aktuellem Featureset, einem guten UEFI inklusive guter Peripherieperformance, Lüftersteuerung, einem guten Alltagseindruck und guten Overclockingergebnissen. Preislich liegt die Platine aktuell bei etwa 140€, was angesichts der Ausstattung gerechtfertigt ist.

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