ASRock 990FX Extreme4

PCT Check: Stabilität, Kompatibilität und Alltagserfahrungen

All Solid Caps h1 ASRock 990FX Extreme4 Funktioniert eine PCIe 1x Karte in zusätzlichen PEG Ports? h1 ASRock 990FX Extreme4
Hersteller der Kondensatoren Nichicon FL Serie AM3+ Unterstützung h1 ASRock 990FX Extreme4
verwendeter Clockgenerator ICS 9LPRS477CKL SPD Timings korrekt ausgelesen? h1 ASRock 990FX Extreme4
Verwendeter Spannungcontroller VCore ST L6717A Stabilitätstests bestanden? h1 ASRock 990FX Extreme4
Verwendeter SuperIO-Chip Nuvoton NCT6775F USB Lasttest* h1 ASRock 990FX Extreme4
Verwendeter Audiocodec Realtek ALC892 PCI/USB Kompatibilitätstest bestanden? ** h1 ASRock 990FX Extreme4 /h2 ASRock 990FX Extreme4
V/erwendeter FireWire Chip VIA VT6330 Lässt der Speicher sich bei DDR3 1333 mit CR1T betreiben? h1 ASRock 990FX Extreme4
Verwendeter Netzwerkcontroller Broadcom BCM57781 Lässt sich Speicher mit CL7 betreiben? h1 ASRock 990FX Extreme4
Maximal unterstützte TDP 140W Werden manuell eingestellte Ram-Timings im Bios richtig übernommen? h1 ASRock 990FX Extreme4
Funktioniert Boot from Keyboard? h1 ASRock 990FX Extreme4 Funktion S4 Standbymodi? h1 ASRock 990FX Extreme4
Funktioniert Wake-on-Lan? h1 ASRock 990FX Extreme4 Funktion S3 Standbymodi? h1 ASRock 990FX Extreme4
Funktioniert Resume on Keyboard h1 ASRock 990FX Extreme4 Funktion Cool and Quiet (CnQ) h1 ASRock 990FX Extreme4
Funktioniert Resume on USB h1 ASRock 990FX Extreme4 Funktioniert CnQ mit OC? h1 ASRock 990FX Extreme4
Boot from USB/PCI/DVD h1 ASRock 990FX Extreme4/h1 ASRock 990FX Extreme4/h1 ASRock 990FX Extreme4 Funktion K10Stat h1 ASRock 990FX Extreme4

*TV-Schauen über USB DVB-T Stick, gleichzeitiges kopieren auf USB Stick/ ** Betrieb mit verschiedenen USB/PCI Geräten

h1 ASRock 990FX Extreme4-> Funktioniert ohne Einschränkungen, h2 ASRock 990FX Extreme4-> Funktioniert mit Einschränkungen, h3 ASRock 990FX Extreme4-> Funktioniert nicht oder nur schlecht

Im Alltagsbetrieb konnten wir soweit keine Probleme mit dem Board feststellen. Alle wichtigen Features, wie Stromsparmechanismen, Standbymodi oder WOL funktionierten einwandfrei. Auffällig waren aber mal wieder die Probleme mit dem USB3 Controller. An diesem ist der stabile Betrieb des vorliegenden DVB-T Sticks (Tevion mit Afatech AF9015 Controller) nicht möglich. An den USB2 Ports oder den USB3 Controllern von Renesas funktioniert er. Da die Treiber des DVB-T Controllers aber auch seit längerem nicht mehr aktualisiert wurden, könnte das Problem auch mit den Treibern des Sticks zusammenhängen. Allerdings gibt es auch Probleme mit dem EtronTech Controller und diversen externen Festplatten auf Basis des JMicron-Controllers.

Update: Ein neuer Treiber bringt einige Verbesserungen

Der Referenztakt der Platine liegt mit 200.9 MHz etwas höher an als die AMD Spezifikationen es vorsehen. Hierdurch werden auch die CPU-, der Speicher- sowie der HT-Bus leicht übertaktet. In der Praxis ist diese marginale Übertaktung absolut problemlos, bei Benchmarks könnten sich minimale Vorteile ergeben.

Mit Auto-Settings liegt unter Last eine VCore-Spannung von 1.327V (am Messpunkt) an. AXTU bzw. CPU-Z zeigen leicht höhere Spannungen an (1.344). Die Spannung ist dabei stabil und entspricht der default Spannung der CPU von 1.325V. Unter Idle konnten wir am Messpunkt zwischen 1.023 und 1.034V messen (leichtes schwanken zwischen den Werten).

Die unter Last anliegende Spannung ist aber auch abhängig von dem gewählten LLC Level. Hier eine Übersicht über die Unterschiede.

LLC Option Vcore unter Last am Messpunkt
disabled/ Auto 1,327 V
1/4 1,309 V
1/2 1,288 V

Im Gegensatz zum 890FX Deluxe4 setzt ASRock die Spannung für den Speicher endlich (fast) genau. So liegen laut UEFI 1.585V bei „Auto“ an. Am Mssunkt konnten wir 1.577V messen. Die Jedec-Vorgaben sehen eigentlich 1.5 +/- 0.75V vor. Hier liegt ASRock noch minimal drüber. Allerdings macht man endlich einen Schritt in die richtige Richtung. Wir empfehlen die Vdimm Spannung im BIOS manuell auf 1.50V anzupassen.

Lüftersteuerung und Chipsatztemperaturen

Seit der Einführung der höherpreisigen AMD Mainboards bietet ASRock endlich eine umfangreiche Lüftersteuerung im BIOS. Auch beim 990FX Extreme4 hat sich hieran nicht viel geändert. Neu ist allerdings, dass man für den CPU-Lüfter nun einen 3-Pin sowie einen 4-Pin Anschluss zur Verfügung stellt. Da beide Anschlüsse regelbar sind, lassen sich auch 3 Pin CPU-Lüfter endlich ohne Umwege regeln. Diese lassen sich wie gewohnt konfigurieren:

Im BIOS findet man hierfür 2 Optionen: Target Level und Target Temperature: Unter Target Level wird die gewünschte Lüftergeschwindigkeit festgelegt, unter Target Temperature wird die Temperatur festgelegt, ab welcher der Lüfter hochdreht. Solange die Temperatur der CPU unterhalb der Target Temperature ist, dreht der Lüfter auf dem vorgegebenen Level. Sobald die eingestellte Temperatur (+ eine gewisse Toleranz) überschritten wird, dreht der Lüfter langsam hoch. Sobald die Temperatur wieder unterschritten wird (auch hier gibt es eine gewisse Toleranz) wird der Lüfter, bis auf den eingestellten Level, wieder heruntergeregelt

Neben den beiden Anschlüssen für den CPU-Lüfter bietet ASRock vier weitere Anschlüsse für den Gehäuselüfter. Von den vier Anschlüssen sind drei als 3-Pin-Modell ausgeführt und einer als 4-Pin Modell.Das 4 Pin Modell regelt allerdings nur 4 Pin Lüfter. Die Regelung kann auf Wunsch automatisch erfolgen und orientiert sich an der CPU-Temperatur. Zwei der drei 3-Pin Anschlüsse sind regelbar. Diese regeln sowohl 3 als auch 4 Pin Lüfter. Hierbei erfolgt allerdings keine automatisch Steuerung (also kein hochregeln des Lüfters). Anstelle dessen wird im BIOS (oder per Software) fix eine Drehzahl vorgegeben.

Die Steuerung der Lüfter ist nicht nur im BIOS, sondern auch per AXTU oder (nachdem die Konfigs angepasst wurden) per Speedfan.

Um Die Lüftersteuerung testen zu können, haben wir das gleiche Verfahren genutzt das wir mit den Tests der Brazos Boards eingeführt haben. Hierfür wurde das System mittels WPrime 1024 belastet. Es wurden alle 10 Sekunden Temperatur der CPU und Drehzahl (laut AXTU) notiert. Nach einer bestimmten Zeit wurde WPrime beendet, die CPU-Last sinkt wieder. Die CPU-Temperatur sollte entsprechend wieder absinken und damit auch die Drehzahl des Lüfters. Für diesen Test war das Target-Level auf „1“ und die Target Temperatur auf 47°C gestellt.

lufter 300x160 ASRock 990FX Extreme4

Der Graph zeigt, das die Lüftersteuerung soweit gut arbeitet. Nachdem die Grenztemperatur überschritten wurde, dreht der Lüfter langsam hoch. Nach unterschreiten der Grenztemperatur nimmt die Drehzahl wieder langsam ab. Hierbei ist zu beachten, dass nur alle 10 Sekunden diskrete Messwerte vorliegen. Die Linien wurden lediglich zur besseren Visualisierung eingezeichnet, sagen aber nichts über die tatsächliche Drehzahl an dem Punkt aus.

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Temperaturen. Unter Volllast im (Furmark + Prime 95) konnten wir mittels eines Temperturfühlers am Chipsatzkühler knappe 47° C und am Southbridgekühler knappe 50°C messen. Am Kühlkörper der Spannungswandler haben wir 58° C gemessen. Hierbei lief unser ZEROtherm Nirvana NV120 auf knappen 2800 UPM reduziert. Der Lüfter auf den Spannungswandlern war nicht im Betrieb.

Möchte man das System maximal Übertakten oder setzt man auf eine Wasserkühlung, kann man den Lüfter zusätzlich auf den Spannungswandlern montieren um deren Temperaturen zu senken.

ASRock XFast-Lan

Nachdem ASRock vor einiger Zeit mit der ASRock XFast-USB Software, die die USB Transferraten deutlich beschleunigen kann, für Aufsehen gesorgt hat, gibt es nun ein neues Tool. Hinter ASRock XFast-Lan versteckt sich im wesentlichen CFOS Speed, welches ASRock lizenziert hat und Nutzer von ASRock Mainboards kostenfrei nutzen können.

Die Idee hinter CFOS Speed ist, dass die Internetgeschwindigkeit durch Traffic Shapping gesteigert werden kann. Hier wird der Datenverkehr analysiert und bestimmte Datenpakete bevorzugt behandelt. Neben einer schnelleren Downdloadgeschwindigkeit sollen so auch bessere Pings in diversen Onlinespielen möglich sein. In einem Kurztest funktionierte die Software einwandfrei, wobei Vorteile aus unserer Sicht stark subjektiv sind und sich kaum qualitativ darstellen lassen.

ASRock ON/Off Play

ASRock On/Off Play wurde vor kurzem neu eingeführt. Hinter der Technologie versteckt sich nichts weiter, als die Möglichkeit auch im ausgeschaltetem Zustand (bzw, S3) ein Audio-Signal über den Line-In durchzuschleifen und über die am PC angeschlossenen Boxen wiederzugeben. Hierfür legt ASRock direkt ein passendes 3,5mm Klinke-Klinke-Kabel bei. Im Test funktionierte On/Off Play soweit problemlos. Allerdings verschwindet der Sound während des Herunterfahrens bzw Übergang in den S3 kurz.

Interessant ist dies vor allem für diejenigen, die ihre Boxen nur am Computer angeschlossen haben, aber trotzdem (auch im ausgeschalteten Zustand) gerne Musik vom Handy, MP3-Player etc hören möchten.

Linuxbetrieb

Unser obligatorischer Linux-Test mit der Ubuntu Live CD in der Version 11.04 funktionierte problemlos. Sound, SATA (AHCI), IDE und der Netzwerkcontroller funktionierten tadellos. Der EtronTech USB3 Controller wurde aber nicht korrekt erkannt.

ASRock AXTU

Mit AXTU lbietet ASRock ein neues Tool zum Übertakten des Systems an. In AXTU gibt es neben Overclockingoptionen auf die Möglichkeit die Lüfter zu regeln. Zudem kann ASRock IES über das Tool gesteuert werden, allerdings ist die Abschaltung zusätzlicher Phasen in Hardware integriert und funktioniert auch ohne das Tool.

Zusätzlich bietet AXTU die Möglichkeit die Lüfterdrehzahlen sowie Spannungen auszulesen sowie die Lüfterstuerung zu konfigurieren.

RightMark Audio Test 6.2.3

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB
+0.08, -0.13
Very good
Noise level, dB (A)
-84.8
Good
Dynamic range, dB (A)
84.7
Good
THD, %
0.130
Average
THD + Noise, dB (A)
-52.7
Poor
IMD + Noise, %
0.260
Average
Stereo crosstalk, dB
-83.5
Very good
IMD at 10 kHz, %
0.323
Average
General performance
Good

Die Gesamtperformance des Onboardsounds ist insgesamt gut, laut dem Rightmarkt Audio 6.2.3. Auffälligkeiten gab es hier nicht.

PCT Check: Stabilität, Kompatibilität und Alltagserfahrungen All Solid Caps Funktioniert eine PCIe 1x Karte in zusätzlichen PEG Ports? Hersteller der Kondensatoren Nichicon FL Serie AM3+ Unterstützung verwendeter Clockgenerator ICS 9LPRS477CKL SPD Timings korrekt ausgelesen? Verwendeter Spannungcontroller VCore ST L6717A Stabilitätstests bestanden? Verwendeter SuperIO-Chip Nuvoton NCT6775F USB Lasttest* Verwendeter Audiocodec Realtek ALC892 PCI/USB Kompatibilitätstest bestanden? ** …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Unterm Strich bietet ASRock mit dem 990FX Extreme4 somit eine gut ausgestattet AM3+ Platine mit aktuellem Featureset, einem guten UEFI inklusive guter Peripherieperformance, Lüftersteuerung, einem guten Alltagseindruck und guten Overclockingergebnissen. Preislich liegt die Platine aktuell bei etwa 140€, was angesichts der Ausstattung gerechtfertigt ist.

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