GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Spielen für kleines Geld?

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Nachdem der letzte Grafikkartentest auf PcTreiber.Net schon einige Zeit her ist, möchten wir uns heute mal wieder einigen Grafikarten widmen. Dabei soll es aber nicht um die teuren Highend oder Mittelklasse Modelle der beiden großen GPU Hersteller gehen sondern vielmehr um die Lowend Modelle und der Frage, ob man bereits für 50-60€ Grafikkarten bekommt die für Gelegenheitsspieler durchaus adäquate Leistung liefern.

Hierbei möchten wir uns vor allem mit zwei Modellen aus dem Hause Gigabyte, einer HD 3650 (GV-RX365512H) und einer werkseitig übertakten GeForce 9500 GT (GV-N95TOC-512H), sowie einer Radeon HD 4650 von Palit (HD4650 Super) beschäftigen. Das restliche Testfeld wird von einer Radeon HD 3450 sowie der HD 3300 (790GX) gestellt. Auch die Hybrid CrossFire Performance möchten wir an dieser Stelle nochmals unter die Lupe nehmen.

Unser Dank geht an Gigabyte für die Bereitstellung der GV-N95TOC-512H und der GV-RX365512H sowie an ASRock für die Bereitstellung des AOD790GX/128M.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co  GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Technische Daten

HD 3300 HD 3450 9400 GT 8500 GT HD 3650 9500 GT HD 4650
Hersteller AMD AMD nVidia nVidia AMD nVidia AMD
Codename RV610 RV620 G96b G86 RV635 G96(b) RV730
Fertigung 55nm 55nm 55nm 80nm 55nm 65/55nm 55nm
Shadereinheiten 40 40 16 16 120 32 320
Shadertakt 700 MHz 600 MHz 1400 MHz 450 MHz 750 MHz 1400 MHz 600 MHz
ROPs 4 4 8 8 4 8 8
TMUs/TAUs ? 4/8 8/8 8/8 8/16 16/16 32/32
GPU-Takt 700 MHz 600 MHz 550 MHz 900 Mhz 750 MHz 550 MHz 600 MHz
Speicherinterface 64 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speichermenge 256 MB 512 MB 256 MB 512 MB 512 MB 512 MB
Speichertyp GDDR2 GDDR2 GDDR2 GDDR2/GDDR3 GDDR2/GDDR3 GDDR2/GDDR3
Speichertakt 500 MHz 400 MHz 400 MHz 500/800 MHz 500/800 MHz 500/800 MHz

Die technischen Daten der aktuelle Lowendklasse wurden, im Vergleich zu den alten Karten, sowohl bei AMD als auch bei nVidia deutlich verbessert. Gerade AMDs RV730 verfügt über ungewöhnliche viele Hardwareeinheiten. Gefertigt wird bei AMD nach wie vor in 55nm, während nVidia den G96 auf der GeForce 9500 GT sowohl in 65nm als auch, als G96b, in 55nm fertigt. Bei der GeForce 9400 GT soll hingegen nur die kleinere 55nm Version des G96 zum Einsatz kommen.

Bei der HD 3300 fehlen die Angaben zum Speicherinterface und dem Speichertakt bewusst, da es sich hier um eine integrierte Grafikeinheit handelt, deren Menge an Grafikspeicher und dem Speichertakt vom jeweiligen System abhängig ist.

Aufpassen muss man allerdings beim Speichertakt. Wie zu sehen ist, gibt es fast alle Karten in diesem Preissegment als GDDR2 und GDDR3 Variante. Dabei sind die GDDR2 Varianten oftmals die Versionen die viele Hersteller zu günstigen Preisen anbieten. Die teureren(und schnelleren) GDDR3 Varianten werden hingegen von den Herstellern für Tests zur Verfügung gestellt.

Impressionen der Gigabyte GV-N95TOC-512H

gb951 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co gb952 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Der Lieferumfang der Gigabyte GV-N95TOC-512H fällt gut aus, da wäre ein HDMI-SPDIF Kabel (um Sound über HDMI auszugeben), ein DVI-HDMI Adapter sowie einen D-Sub-DVI Adapter. Dazu gibt es ein Handbuch und eine Treiber CD (nicht abgebildet).

gb953 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co  GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Gigabyte setzt bei der GV-N95TOC-512H auf die GeForce 9500 GT GPU (G96, hier in 65nm gefertigt), die allerdings ab Werk von 550 MHz auf 650 MHz übertaktet wird, im 2D Modus bleibt der GPU-Takt auf diesem Wert. Beim Speicher setzt man auf 512 MB GDDR2 Speicher von Qimonda. Der Speicher taktet mit 500 MHz. s gibt aber auch ein GeForce 9500 GT Modell von Gigabyte das auf GDDR3 Speicher mit höheren Taktraten setzt.

Beim Kühler und dem PCB kommen bei der Gigabyte Karte Eigenentwicklungen zum Einsatz. Der flache Alukühlkörper wird von einem Axiallüfter gekühlt, der allerdings nicht geregelt werden kann. Der Kühler liegt nur auf der GPU auf, die Speicherbausteine werden nicht aktiv gekühlt. Beim PCB setzt Gigabyte, wie bereits bei vielen Mainboards, auf „Ultra Durable 2“, hier kommen nur besonders hochwertige Komponenten zum Einsatz.

Auffällig ist der weiße Stecker rechts vom SLI-Port. Dieser ist ein digitaler Audio-Eingang und kann mit beigelegtem Kabel mit einem SPDIF Header verbunden werden. So kann die Karte über den HDMI Adapter Bild und Ton zusammen ausgeben.

gb957 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Bei der Slotblende hat Gigabyte zwei DVI-Anschlüsse sowie ein TV-Out zu bieten.

Impressionen der Gigabyte GV-RX365512H

gb362 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co gb361 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Mit einem D-Sub -DVI Adapter, einer TV-Out Box und den üblichen Treibern sowie einem kurzen Handbuch fällt der Lieferumfang auch bei der HD 3650 recht ordentlich aus. Schade ist allerdings, das kein HDMI -> DVi Adapter bei liegt.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co gb366 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

gb365 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co gb367 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Unter dem Kühler der GV-RX365512H werkelt die Radeon HD 3650 GPU (RV635), die mit 722 MHz werkelt und sich somit an die Referenzvorgaben von AMD von 725 MHz hält. Im 2D Modus wird der Takt auf 595 MHz reduziert. Wie schon bei der 9500 GT greift Gigabyte auch bei der HD 3650 zu 512 MB GDDR2 Speicher von Qimonda. Die insgesamt 512 MB sind aufgeteilt auf acht 64 MB Bausteine die allesamt mit 500 MHz takten.

Beim Kühler greift Gigabyte zu einem kleinen Alumodell, der ebenfalls nur die GPU aktiv kühlt. Auch hier kann der Axiallüfter nicht geregelt werden. Zudem kommen auch hier nur „All Solid Caps“ zum Einsatz.

gb363 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

An der Slotblende bietet Gigabyte zwei DVI Anschlüsse sowie einen TV-Out Ausgang.

Impressionen der Palit HD4650 Super

palit5 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co palit4 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Im Gegensatz zu den beiden Gigabyte Grafikkarten fällt bei Palit/Xpertvision die Verpackung, aber auch der Lieferumfang deutlich kleiner aus. Neben einer Kurzanleitung bietet man lediglich eine Treiber CD.

palit2 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co palit6 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Copalit3 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Die Palit HD4650 Super setzt auf AMDs HD 4650 GPU. Der Chip taktet, wie von AMD vorgesehen, mit 600 MHz. Auch hier wird der GPU-Takt im 2D Modus reduziert, auf 165 MHz. Beim Speicher greift man auf 512 MB GDDR2 von Samsung (2,5nm Zugriffszeit). Alle 8 der 64 MB Speicherbausteine takten allerdings mit nur 400 MHz. Die AMD Referenzvorgabe sieht hier eigentlich einen Speichertakt von 500 MHz vor.

Auffällig ist vor allem der große Kühler der Radeon HD 4650 von Palit. Anstelle eines normalen Singleslot Kühlers greift man zu einem wuchtigen Dualslot Kühlkörper der aus Alu gefertigt ist. Auch hier ist der Lüfter nicht regelbar.

palit1 s GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Bei der Slotblende bietet Palit einen DVI, einen HDMI sowie einen D-Sub Anschluss.

Testsystem

Verwendete Grafikkarten

  • ASUS HD 3870 512MB (775/1125 MHz)
  • Gigabyte GV-RX365512H 512MB (725/500 MHz)
  • Gigabyte GV-N95TOC-512H 512 MB(650/1625/500 MHz)
  • GeForce 9500 GT 512MB Referenztakt (simuliert durch heruntertakten der Gigabyte Karte auf 550/1400/500 MHz)
  • Sapphire Radeon HD 3450 256 MB (600/500 MHz)
  • HD 3300 Grafikkern des AOD790GX 128M – UMA+Sideport Modus, SidePort (128MB) Takt: 1066 MHz.

Verwendete Treiber

    • Windows Vista 64 Bit SP1
    • nVidia GeForce 180.48 WHQL
    • AMD Catalyt 8.11
    • Catalyst 8.11 Southbridgetreiber

Wichiger Hinweis zu den Benchmarks:

Um möglichst realistische Praxisbedingungen für Grafikkarten in diesem Preisbereich zu ermöglichen haben wir absichtlich eine relativ kleine CPU gewählt und gleichzeitig lediglich auf mittleren Details getestet. Aus diesem Grunde eignet sich der Test nicht um Aussagen über die Performance der Radeon HD 3870 machen zu können, da hier in vielen Benchmarks die CPU deutlich limitiert. Hinweise zur Performance der HD 3870 im Vergleich zur GeForce 9600 GT findet Ihr bspw. in unserem Test der Gigabyte GV-NX96T512HP.

Benchmarks

Futuremark 3DMark 05

    • Hersteller: Futuremark
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer 3D Benchmark
    • Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Futuremark 3DMark 06

    • Hersteller: Futuremark
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer 3D Benchmark
    • Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Call of Duty 4

    • Hersteller: Infinity Ward
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Szene direkt zum Beginn der Demoversion. Die Angaben entsprechen dem Mittelwert aus 5 Messungen.

cod4 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Call of Juarez

    • Hersteller: Techland
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Szene der Demoversion. Die Angaben entsprechen dem Mittelwert aus 5 Messungen.

coj GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Company of Heroes – Opposing Fronts

    • Hersteller: THQ
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spielszene Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Enemy Territory: Quake Wars

    • Hersteller: Id Software
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Für die Benchmarks wurde eine eigens erstellte Timgedemo genutzt, die mittels der integrierten Benchfunktion gebenchmarkt wurde.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Fear – Perseus Mandate

    • Hersteller: Monolith
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Flatout – Ultimate Carnage

    • Hersteller: EmpireInteractive
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Startszene auf der Strecke „Timberland 3“. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Race Driver GRID

    • Hersteller: Codemasters
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Startszene auf der Strecke von „Okutama“. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

World in Conflict

    • Hersteller: Massiv Entertainment
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels der integrierten Benchmarkfunktion der Demoversion.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

X3: Terran Conflict Rolling Demo

    • Hersteller: Egosoft
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels der integrierten Benchmarkfunktion.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Temperaturen

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Die Idle-Temperaturen entsprechen den Temperaturen auf dem Windows Desktop

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Die 3D Temperaturen entsprechen dem Maximalwerts nach zwei 3DMark 06 Durchläufen

Lautstärke

Da es uns an entsprechendem Messequipment fehlt, können wir Euch leider nur kurze, subjektive, Erahrungen zu der Lautstärke der Karten liefern. Wie bereits oben festgestellt, lassen sich die Lüfter aller drei Karten nicht regeln, während die HD 3450 passiv gekühlt ist. Doch trotz der fehlenden Lüftersteuerung sind alle drei Karten kaum als „laut“ zu bezeichnen. Sicherlich sind alle drei Karten warnehmbar, fallen im System aber nicht negativ auf. Die Palit HD 4650 und die GeForce 9500 GT erschienen uns etwas leiser als die HD 3650 von Gigabyte, wobei die Plait Karte nochmals etwas leiser als die Gigabyte 9500 GT war.

HD-Videobeschleunigung

Mangels BluRay Laufwerk und „echten HD Monitoren“ können wir das Thema HD-Wiedergabe/Beschleunigung an dieser Stelle nur relativ stiefmütterlich behandeln. Wir haben die HD-Videobeschleunigung mit der neusten PowerDVD Version und einem HD1080p VC-1 Trailer getestet. Hierfür haben wir die CPU-Auslastung während der Widergabe des Trailers mit dem Programm „Throttlewatch“ in eine File schreiben lassen (pro Sekunde wurde ein Wert geschrieben). Wir stellen grafisch die CPU-Auslastung in Prozent gegen die Zeit in Sekunden dar.

hdvid GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Hinweis: Die CPU-Last beim schauen von BluRay Filmen etc. fällt höher aus als bei der Wiedergabe des Trailers, da hier sehr viel Rechenzeit für den Kopierschutz benötigt wird.

Leistungsaufnahme

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

In Sachen Leistungsaufnahme nehmen sich sowohl die HD 4650 als auch die GeForce 9500 GT nicht viel. Die Radeon HD 3650 liefert etwas schlechtere Werte als die beiden „neuen Mainstreamvertreter“. Die Werte des Hybrid CorssFireverbundes sind nicht sonderlich berauschend. Auch die HD 3450 verbraucht verglichen mit den neuen Karten oder der HD 3300 zu viel.

Ein ganz wichtiger Hinweis zu unseren Messwerten der Leistungsaufnahme. Es sich hierbei um die Ergebnisse des gesamten Systems (ohne Monitor). Die Werte werden durch einen Voltcraft Energy Check 3000 ermittelt. Mit diesen Messwerten ist es unmöglich genaue Unterschiede in der Leistungsaufnahme der verschiedenen Grafikkarten auszumachen, sie dienen lediglich als grobe Richtwerte. Der Grund hierfür ist, dass auch viele andere Faktoren wie beispielsweise das Wirkungsgrad des Netzteiles oder unterschiedliche CPU-Last durch Treiber die Ergebnisse stark nach oben oder unten verfälschen können. Es ist also unmöglich anhand dieser Messwerte zu sagen, wie viel Watt genau nur die bestimmte Grafikkarte verbraucht.

Eine Frage des Speichertaktes?

Alle drei Karten werden mit günstigen, aber niedrig getaktetem, GDDR2 Speicher ausgeliefert. Bei der Palit Hd 4650 ist der Speichertakt der Karte sogar 100 MHz geringer als beim Referenzdesign (400 vs. 500 MHz). Wir möchten kurz austesten, wieweit die Performance der Karten durch den geringen Speichertakt ausgebremst werden. Hierfür haben wir den Speichertakt bei allen drei Karten um 10% erhöht.

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

 GeForce 9500 GT, HD 4650 und Co

Wie man sieht, steigt die Performance inz wei von drei Benchmark an, einzig Company of Heroes reagiert kaum auf die Takterhöhung. Entsprechende GDDR3 Versionen der Karten lohnen daher auf jeden Fall, solange der Preisunterschied nicht zu enorm ist.

Fazit

Bevor wir die drei Karten einzeln bewerten, möchten wir uns zuerst einem generellen Fazit widmen. Unser Test zeigt, dass die aktuelle Grafikkartengeneration um 50-60€ durchaus für den Gelegenheitsspieler brauchbar ist. Sicherlich reichen die Karten nicht aus um aktuelle Spiele auf maximalen Details und Auflösungen zu spielen, 1280×1024 mit mittleren Details war oftmals aber spielbar. Bei der Performance nehmen sich die HD 4650 und die GeForce 9500 GT GDDR2 dabei nicht viel, zumal bedacht werden muss dass der Speichertakt der Palit HD 4650 gegenüber der Referenzvariante abgesenkt wurde. Leider war es uns auch nicht möglich, Benchmarks mit dem Referenztakt zu liefern da es uns nicht möglich war die Palit Karte auf 500 MHz zu übertakten. Was auch kaum verwunderlich ist, da die Samsung Module auf der Karte lediglich mit 400 MHz (2.5ns) spezifiziert sind.

Die Einsteigergrafikkarten à la Raden HD 3450 und auch die IGP-Lösung HD 3300 sind allerdings wohl auch für Gelegenheitsspieler eher uninteressant. Für ganz alte Spiele reichen beide GPUs sicherlich noch, ansonsten sind sie aber eher als reine Multimedia-/Office Grafikkerne gedacht. Die neuere Lowend Generation um die H4550 und 9400 GT, die wir mangels Sample leider nicht testen konnten, steht hier schon etwas besser da, wie dieser Test von Computerbase zeigt. Generell überrascht es uns allerdings, dass die HD 3300 so gut mit der HD 3450 mithalten kann. Ähnliches gilt für die GeForce 8200 und die HD 3200, wie wir in einem älteren Artikel bereits festgestellt haben.

Hybrid CrossFire konnte hingegen mal wieder nicht überzeugen. Die Performance war sehr schwankend. Resultate mit scheinbar spielbaren Frameraten waren aufgrund der Microrucklerproblematik nicht spielbar. Bestes Beispiel ist Call of Juarez, hier sind die messbaren Ergebnisse besser als bei der HD 3450 und HD 3300. Das Spiel ist allerdings noch unspielbarerer als auf den beiden Einsteigerlösungen. Zudem überraschte uns Hybrid CrossFire in einigen Anwendungen mit unschönen Darstellungsfehlern. Fazit: Auch Monate nach dem Launch ist Hybrid CrossFire noch keine adäquate Aufrüstoption. Auch Hybrid SLI besser GeForce Boost tut sich hier noch immer sehr schwer, wie wir bereits in älteren Artikel festgestellt haben.(1,2)

Eine weitere Sache die allerdings noch deutlich wird ist, dass selbst für die günstigen Karten die Power des AMD Athlon X2 4200+ teilweise nicht mehr ausreicht. In einigen Spielen laufen die Karten hoffnungslos ins CPU-Limit, gerade der HD 3870 fehlt es sichtlich an CPU-Leistung. Natürlich hängt das CPU-Limit immer stark von den jeweiligen Spielszenen und den eingestellten Details ab, dennoch wird klar das sich mit der CPU kaum mehr ein Blumentopf gewinnen lässt.

In Sachen HD-Videobeschleunigung können alle GPUs inzwischen punkten. Die AMD Karten haben hier allerdings einen interessanten Vorteil, sie verfügen über einen integrierten Audiocodec, der das Audiosignal direkt über den HDMI-Anschluss ausgeben kann. Bei den nVidia Karten sind hier spezielle SPDIF-Kabel, wie es bspw. der Gigabyte GeForce 9500 GT beiliegt, nötig.

Fazit zur Gigabyte Radeon HD 3650 (GV-RX365512H)

Die Gigabyte GV-RX365512H ist durchaus eine solide Grafikkarte für den kleinen Geldbeutel. Die Karte kommt mit einem brauchbaren Kühler und adäquatem Zubehör daher, schade ist nur das der DVI-HDMI Adapter fehlt. Beim PCB setzt man zudem auf hochwertigere Komponenten als beim Referenzdesign. Mit einem Preis von ~ 53€ ist die Karte für die gebotene Leistung allerdings zu teuer, da es 9500 GT und HD 4650 Karten bereits für einige Euro mehr gibt. Beide GPUs stehen in Sachen Performance als auch Leistungsaufnahme besser da.

Zur Herstellerseite

Aktueller Preis der Gigabyte HD 3650

Fazit zur Gigabyte GeForce 9500 GT (GV-N95TOC-512H)

Auch bei der GV-N95TOC-512H von Gigabyte kommt ein guter Kühler, der zwar nicht regelbar aber auch nicht laut ist, zum Einsatz. Dazu hat Gigabyte die Karte ab Werk übertaktet, wobei der Performancegewinn gegenüber des Referenzdesigns nicht bahnbrechend ausfällt. Auch hier greift man beim PCB zu hochwertigen Komponenten und legt der Karte das wichtigste Zubehör bei. Mit einem Preis von 61€ gehört die Karte allerdings zu den etwas teureren GeForce 9500 GT Varianten. Ob die höheren Taktraten und das hochwertigere PCB diesen Mehrpreis rechtfertigen muss jeder für sich entscheiden. Möglicherweise würde sich aber auch ein Griff zu einer GDDR3 Variante der GeForce 9500 GT, wie der Gigabyte GV-N95TD3-512H, lohnen. Hier ist es allerdings wichtig den Preis im Auge zu behalten, Radeon HD 4670 Karten gibt es bereits ab 75€.

Zur Herstellerseite

Aktueller Preis der Gigabyte 9500 GT OC

Fazit zur Palit HD4650 Super 512

Die Palit HD4650 512 ist Lowbudget in absoluter Perfektion. Nicht nur, dass man beim Lieferumfang auf alles, bis auf ein „Handbuch“ und eine Treiber CD verzichtet, auch den Speicher taktet man niedriger um mit einem möglichst aggressiven Preis punkten zu können. Um so ungewöhnlicher wirkt hier der üppige Kühler der Karte, der seinen Job sehr gut macht. Allerdings ist die Karte aufgrund der Dualslot Bauweise für enge PCs ungeeignet. Interessant ist auch, dass Palit neben einem DVI und D-Sub Anschluss direkt einen HDMI Anschluss bietet. Die Palit Karte ist aktuell die mit Abstand günstige HD 4650 am Markt. Hier muss allerdings jeder wissen, ob er mit den Einschränkungen für den Preis leben kann. Auch hier könnten die GDDR3 Versionen wieder eine interessante Alternative sein, solange sie nicht zu teuer sind.

Zur Herstellerseite

Aktueller Preis der Palit HD4650 Super

Für Fragen oder Kommentare zu dem Artikel steht unser Forum für Euch bereit.

Tester und Autor: ASRock_User

Layout: ASRock_USer

Benchmarktabellen: ASRock_USer

Nach oben scrollen