Foxconn A79A-S

Foxconn A79A-S

AMD 790FX trifft auf SB750

 Foxconn A79A S

Wirklich interessante Highendplatinen für AMD CPUs sind momentan rar am Markt. Auf der einen Seite liegt dies sicherlich daran, dass die vorhanden AMD CPUs alle im Preisbereich unter 200€ liegen. Auf der anderen Seite sind viele der vorhandenen Highendplatinen veraltet und setzen noch auf die SB600 von ATI.

Mit der Einführung des 790GX Chipsatzes gab es zwar einen großen Schwung neuer, durchaus interessanter, Platinen. Für echte Highendnutzer sind aber auch diese Platinen noch nicht so wirklich interessant, so unterstützt der 790GX Chipsatz CrossFire doch „lediglich“ in einer 8x/8x Konfiguration.

Foxconn hat diese Lücke erkannt und genutzt, indem sie in Form des A79A-S eine Sockel AM2+ Platine mit AMD Highendchipsatz, dem 790FX, und der neuen SB750 auf den Markt gebracht haben. Die SB750 hat nicht nur das bessere Featureset als die alte SB600, was lästige und zusätzliche SATA Controller etc. zum Teil unnötig macht, sondern weist auch weniger Probleme auf. Gerade in Sachen AHCI und USB Performance hat sich hier einiges getan. Nicht zu vergessen ist natürlich das „Wunderfeature“ der SB750 – Advanced Clock Calibration aka. ACC.

ACC soll die Übertaktungsergebnisse der Phenom CPUs deutlich verbessern. Doch genau dies könnten wir im ersten Test eines SB750 Mainboards kaum feststellen, weshalb es natürlich auch interessant sein wird, ob ACC auf der Platine von Foxxconn die Übertaktungsergebnisse steigern kann.

Doch kommen wir zurück zur Platine selber. Foxconn rüstet das Board mit 6 SATA 2 Ports, 2 eSATA2 Ports (über separaten JMicron Controller), einem IDE Port, 7.1 HD-Audio, FireWire, Dual GB-Lan und ganzen 4 PEG Ports aus. Dadurch unterstützt die Platine theoretisch nicht nur CrossFire mit zwei Grafikkarte sondern gleich mit drei oder sogar vier Karten.

Schauen wir mal, wie sich die Highenplatine in unserem Testparcours schlägt

Unser Dank geht an Foxconn für die schnelle und problemlose Bereitstellung des Testsamples

logo Foxconn A79A S

Testsystem Teil 1

  • Bios 782F1P05 (Benchmarks/Alltagstest) – 782F1S03 (Overclockingergebnisse/Biosscreenshots)
  • AMD Phenom 9850 – B3 Stepping
  • AMD Athlon 64 X2 4200+ – G1 Stepping
  • Seagate ST3250410AS (250 GB)
  • ASUS AMD ATI Radeon HD 3870 512MB
  • Enermax Liberty 500W
  • 2x Patriot PDC22G6400LLK DDR2 800

Verwendete Treiber

  • Windows VISTA 64 Bit SP1 Business inkl. aller aktuellen Updates
  • ATI Catalyst 8.3 Hotfix (Für Radeon HD 3870 Benchmarks/Tests)
  • Realtek HD-Audio Codec Treiber 2.06
  • AMD Catalyst 8.9 Southbridge Treiber

Der Chipsatz

 Foxconn A79A S

Bildquelle: AMD

Wirklich neu ist der AMD 790FX Chipsatz sicherlich nicht mehr, so liegt seit dem Launch der Spiderplattform und dem heutigen Tage doch fast ein Jahr zurück. Nichts desto trotz ist der AMD 790FX Chipsatz noch immer AMDs Highendflagschiff. Als einziger Chipsatz der „7er Familie“ ist er in der Lage bis zu vier Grafikkarten (mit jeweils 8 PCIe 2.0 Lanes) oder einfach nur zwei Grafikkarten mit jeweils 16 PCIe 2.0 Lanes anzubinden. Dazu bietet der Chipsatz noch 6 weitere PCIe 2.0 Lanes für Erweiterungskarten oder entsprechende Zusatzchips. Die Anbindung an die CPU erfolgt per HyperTranspot 3 Bus, die Southbirdge (beim A79A-S die SB750) wird mit vier PCIe Lanes angebunden.

Für alle, die sich noch nichts mit dem Begriff ACC anfangen können, hier noch mal einige Details zu ACC, die unserem Artikel zum AOD790GX/128M entspringen:

ACC! – Was gegen Husten?

Advanced Clock Calibration, kurz ACC, ist ein Feature das AMD mit der SB750 eingeführt hat. Die SB750 soll über 6 Pins direkt mit der CPU verbunden sein, was der SB die Möglichkeit gibt CPU-Interna direkt zu verändern. Darüber, was die ACC Bioseinstellungen (-12% – +12%) aber genau verändern, schweigt AMD sich aus. Wir werden uns später näher mit dem Thema „ACC in der Praxis“ beschäftigen, vlt. lassen sich hier einige Rätsel lösen. Im Übrigen gibt es Gerüchte, wonach auch nVidia in Kürze ACC anbieten möchte.

Die genauen technischen Details zum AMD 790FX und der SB750 könnt ihr auch unserem AM2/AM2+ Chipsatzguide entnehmen.

Spezifikationen des Boards

  • CPU
    • Unterstützt Sockel AM2/AM2+ CPUs
    • HT 3.0 Support
    • Unterstützt AMD CPU Cool ’n‘ Quiet Technology
    • Unterstützt 140W TDP CPUs
    • 4+1 Phasen Spannungswandler
  • Chipsatz
    • AMD 790FX „Northbridge“
    • ATI SB750 Southbridge
  • Arbeitsspeicher
    • 4 X DDR2 Slots mit einer maximalen Kapazität von 8GB
    • Unterstützt Dual Channel DDR2 800/667/533/400 MHz
    • Mit Phenom CPUs auch DDR2 1066 möglich
  • Expansion Slot
      • Unterstützt CrossFire X
    • 2 PCIe 2.0 16x Slot (blau)
    • 2 PCIe 2.0 8x Slot (schwarz)
    • 1 PCIe 2.0 1x Slot
    • 1 PCI Slots
  • Audio
      • Unterstützt DTS CONNECT
    • Realtek ALC888SDD 7.1. HD-Audio Codec
  • LAN
    • 2x Gigabit LAN 10/100/1000
    • 2x Realtek RTL8111B angebunden per PCIe
  • Interne Anschlüsse
      • Bereitsgestellt durch jMicron JMB363 (angebunden per PCIe)
    • 6x SATA2 mit Unterstützung von Raid (RAID 0, RAID 1, RAID 0+1, RAID 10, und JBOD), NCQ, AHCI und Hot-Plug
    • 2x eSATA2
    • 1 x ATA133 IDE connector
    • 1 x Floppy connector
    • 3 x USB 2.0 headers, support 4 ports
    • 1 x COM1 header
    • 1 x IrDA header
    • 1x FireWire Header
    • CD-In Header
    • Front-Panel Audio
    • 1x CPU-Lüfteranschluss (regelbar)
    • 2 PWM Lüfteranschlüsse (CPU, System Fan)
    • 3 3 Pin Lüfteranschlüssen
  • Anschlüsse am ATX Panel
    • 1 x PS/2 Tastatur
    • 1 x PS/2 Maus
    • 1 x Coxial SPDIF Out
    • 1 x Digital SPDIF Out
    • 6 x USB 2.0
    • 1x FireWire Port
    • 2 x eSATAII Ports
    • HD Audio Jack: Side Speaker / Rear Speaker / Central / Bass / Line in / Front Speaker / Microphone
    • 2 x RJ-45 LAN Port

Herstellerangaben laut foxconnchannel.com

In Sachen Ausstattung setzt Foxconn ganz auf das Motto „doppelt gemoppelt hält besser“, so gibt es nicht nur ein eSATA2 und ein GB-Lan Port sondern gleich zwei von jeder Sorte. Das besondere bei den eSATA2 Ports ist vor allem, das Foxconn hier einen extra Controller (jMicron JMB363) für die eSATA2 Ports einsetzt. Für die beiden GB-Lan Ports müssen zwei Realtek RTL8211B Netzwerkcontroller herhalten.

Dazu gesellen sich 6 SATA2 Ports bereitgestellt von der SB750, ein IDE Port (ebenfalls SB750), 7.1 HD-Audio durch den Realtek ALC888, FireWire und natürlich USB 2.0.

Doch nicht nur in Sachen Peripherieausstattung kann die Platine gefallen, Foxconn stattet die Platine darüber hinaus mit gleich 5 Lüfteranschlüssen aus (3 x 3Pin, 2x 4 Pin) sowie onboard Taster zum Start, Neustart und CMOS Clear.

Impressionen des Foxconn A79A-S

12 s Foxconn A79A S 2 s Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

Der Lieferumfang des Boards fällt recht gut aus, da wären:

  • 1x Treiber CD
  • 1x Handbuch
  • 1x Quick Manual Guide
  • 1x ATX-Blende
  • 1x IDE Kabel
  • 1x Floppy Kabel
  • 6x SATA Kabel
  • 6x SATA Stromadapter
  • USB/FireWire Slotblende

Das Foxconn A79A-S kommt in einem wuchtigen Karton daher in dem sich sowohl die Platine als auch die Beilagen befinden. Das Handbuch ist leider komplett auf Englisch gehalten, dafür aber sehr ausführlich. Der Quick Manual Guide steht auch in Deutsch zur Verfügung, ist aber arg kurz gehalten. Wer nähere Details zu bestimmten Biosoptionen etc sucht kommt an der Englischen Sprache also nicht vorbei.

 Foxconn A79A S 11 s Foxconn A79A S

Das Layout des Foxconn A79A-S wirkt sehr durchdacht. Gut ist vor allem die Position des IDE Ports, des ATX Ports und des Floppyports (!). Auch die abgewinkelten SATA Ports wissen zu gefallen. Mit besonders langen Grafikkarten könnte es im letzten blauen PEG Port allerdings Probleme mit den 2 blauen SATA2 Ports geben, die nicht abgewinkelt sind. Der Abstand vom Ende des PEG Ports bis zu den SATA Port beträgt ~ 8,4 cm.

Wo wir schon bei den PEG Ports sind – die Platine hat hier insgesamt 4 PEG Ports zu bieten, wobei die beiden blauen PEG Ports automatisch mit 16 Lanes angebunden sind, also die optimale Wahl für ein CrossFiresetup darstellen. Die beiden schwarzen Ports sind lediglich mit 8 Lanes angebunden. Theoretisch lassen sich alle vier Slots gleichzeitig bestücken, dann sind alle vier PEG Ports aber mit „nur“ 8 Lanes angebunden. Zudem ist dieses Setup nur mit Singleslot Grafikkarten möglich.

leds s Foxconn A79A S

Welche PEG Ports gerade aktiv sind, wirdüber kleine blaue LEDs an den PEG Ports selber angezeigt (hier im Betrieb mit zwei Grafikkarten).

Ein Kritikpunkt am Layout ist allerdings die die Positionierung des zweiten blauen PEG Ports. Dieser befindet sich unmittelbar über dem einzigen PCI Slot der Platine. Wer CrossFire mit DualSlot Karten nutzen möchte hat so keine Möglichkeit mehr noch eine PCI Karte zu nutzen.

Insgesamt gefällt das Layout sehr gut, einzig der Umstand dass es Probleme durch große Grafikkarten im letzten blauen Slot geben kann (PCI/SATA) trübt diesen guten Eindruck etwas.

    17 s Foxconn A79A S 14 s Foxconn A79A S
    Die linke, untere Seite der Platine. Hier befindet sich der Realtek ALC888SDD Audiocodec (1) und die beiden Realtek RTL8211B Netzwerkchips (2,3) Am unteren Rand der Platine befinden sich wie so oft die nötigen Header. (1) zeigt den Audio und CD-In Header, (2) den System Fan Anschluss (4 Polig/PWM). Bei (3) befindet sich der VIA VT6308F FireWirechip.
    9 s Foxconn A79A S 23 s Foxconn A79A S
    Der untere Teil der Platine noch mal in der Komplettansicht. Bei (1) befinden sich die USB Header (grün), der gelbe Header ist der FireWireheader. Bei (2) befindet sich der gesockelte Biosbaustein. Bei (3) sind die Onboard Taster zum Ein-/Ausschalten bzw. Neustarten zu erkennen. Der Bereich um die Southbridge nochmals im Detail
     Foxconn A79A S 13 s Foxconn A79A S
    Hier sieht man die abgewinkelten SATA und IDE Ports der Platine noch mal sehr schön. Bei (1) befindet sich der Clear CMOS Button Die vier Speicherslots der Platine. Bei (1) befindet sich der „Tiger One“ Chip, der für verschiedene Übertaktungs- und Hardwaremonitoringfunktionen zuständig ist.
    8 s Foxconn A79A S platz s Foxconn A79A S
    Der obere Teil der Platine im Detail Eine Übersicht über den Platz rund um den Sockel
    16 s Foxconn A79A S 4 s Foxconn A79A S
    Das Board verfügt über 4+1 Phasen. Die MOSFETs werden passiv gekühlt. Bei (1) befindet sich der jMicron JMB363, der für die zusätzlichen eSATA Ports zuständig ist. Der MOSFETkühler im Detail – er besteht aus mehren Finnen, deren Abstand recht hoch ist. Durchzogen werden die Finnen von deiner Heatpipe, die vom Chipsatzkühler kommt.
    5 s Foxconn A79A S 6 s Foxconn A79A S
    Zur Wärmeleitung verwendet Foxconn Wärmeleitpads. Der AMD 790FX Chipsatz ohne Chipsatzkühler
    20 s Foxconn A79A S 19 s Foxconn A79A S
    Auch zwischen SB750 und Chipsatzkühler kommt ein Wärmeleitpad zum Einsatz Das Retentionmodul wird auf der Rückseite durch eine Metalbackplate gehalten.
     Foxconn A79A S
    Das ATX Panel des Foxconn A79A-S

    Bios und OC

    b15 s Foxconn A79A S b7 s Foxconn A79A S b9 s Foxconn A79A S
    Der Hauptbildschirm des Bios Der System Informatioen Screen Die Fox Central Control Unit – Hier befinden sich die verschiedenen Einstellungen zum Übertakten. Auch ACC lässt sich hier aktivieren
    b10 s Foxconn A79A S b11 s Foxconn A79A S b14 s Foxconn A79A S
    Das Smart Bios Untermenü gibt vor allem Informationen über bestimmte Taktraten Im Fox Intelligent Stepping Untermenü lassen sich die verschiedenen Taktraten einstellen Das Voltage Configuration Menü , hier lassen sich die verschiedenen Spannungen einstellen
    b6 s Foxconn A79A S b5 s Foxconn A79A S  Foxconn A79A S
    Das CPU Configuration Menü. Hier lässt sich u.a. CnQ de-/aktivieren. Das Advanced Chipset Features Menü – Hier lassen sich Ramtimings und die PCIe Ports konfigurieren Das DRAM Timing Configuration Menü
    b4 s Foxconn A79A S b2 s Foxconn A79A S b1 s Foxconn A79A S
    Das Memory Configuration Menü – hier lässt sich u.a. der ganged/unganged Modus einstellen Der PCIe Configuration Menü Das Integrated Peripherals Menü Menü – hier lassen sich Onboardkomponenten konfigurieren
    b12 s Foxconn A79A S b8 s Foxconn A79A S b13 s Foxconn A79A S
    Das IDE Konfiguration Menü mit Einstellungen für die SATA Ports Das Advanced Bios Feature Menü Das PC Health Status Menü mit Hardwaremonitoringfeatures. Hier lässt sich auch die Lüftersteuerung konfigurieren.

Foxconn setzt auf ein AMI Bios, das eine Vielzahl an Funktionen bietet. So gibt es kaum einen Parameter der sich nicht justieren lässt. Seien es diverse Einstellungen zu den PCIe Slots, Einstellungen zu den onboard Geräten oder natürlich die Overclocking Optionen. Leider leidet aber auch die Übersicht des Bios an den Unmengen an Optionen etwas. Problematisch ist vor allem, dass einige Optionen erst nach mehreren Untermenüs zu finden sind.

Etwas ungewöhnlich ist die Multiplikatorwahl mit AM2+ Phenom CPUs. Hier bietet das Bios zwei verschiedenen Optionen unter dem Untermenü „AM2+ CPU Ratio Adjust“: CPU FID Control und CPU DID Control.

Hinter CPU FID Control versteckt sich der CPU Multiplikator, allerdings in HEX-Werten. Dieser lässt sich von 0 (Multi 8 ) – 3F (Multi 40) wählen. Jeder Schritt entspricht dabei einer Erhöhung des Multiplikators um 0.5.

Die CPU DID Control Funktion lässt sich zwischen 0 und 7 einstellen. Diese Option verändert die CPU DID ID und beeinfluss die Multiplikatorwahl zusätzlich.

Auch bei der VCore Spannung greift Foxconn zu einer eher unüblichen Variante. Anstelle die resultierende Spannung direkt anzuzeigen hat der User die Möglichkeit die Spannung in 0,024V Schritten anzuheben. Eine Möglichkeit die CPU-Spannung abzusenken gibt es allerdings nicht. Hierbei gilt folgende Formel

Default VCore + x*0.024V =resultieren Spannung (mit x=Bioswert von 0-25)

Seine Schwächen hat das Bios aber leider gerade im Bereich der CPU Optionen, vor allem bei einigen wichtigen Optionen zum Übertakten. Foxconn bietet zwar die Möglichkeit zwischen ganged/unganged Modus zu wechseln und auch der TLB Bug Patch (wichtig für B2 Phenoms) lässt sich de-/aktivieren. Leider mangelt es aber an Möglichkeiten die Northbridgespannung der CPU und den Multiplikator für den Hypertarnsport Bus (und somit den HyperTransport Takt) zu verändern. Das führt in der Praxis zu dem Problem, dass Übertakten über den Referenztakt nur sehr stark eingeschränkt möglich ist. Wir wollen das Problem kurz an zwei Screenshots erläutern.

oc ref1 Foxconn A79A S oc ref2 Foxconn A79A S

Man sieht sehr schön, wie durch den höheren Referenztakt (Bus Speed) auch der HT-Link Takt sowie der Northbridgetakt direkt angehoben werden. Dies liegt daran, dass der Referenztakt als „universeller“ Taktgeber fungiert und die einzelnen Frequenzen über diesen ,durch entsprechende Multiplikatoren, angepasst werden. Lassen sich diese Multiplikator nicht ändern (bzw. im Falle des Northbridgetaktes nur nach oben anheben), sind den Overclockingergebnissen sehr schnell Grenzen gesetzt. Vor allem, da der HT-Takt und der Northbridgetakt generell als sehr empfindlich gelten und oftmals nur bedingt außerhalb der Spezifikationen betrieben werden können.

Noch mal zum Multiplikator für den Northbridgetakt der CPU. Diese Option ist vorhanden, hört aber auf den Namen „CPU-NB HT Link Speed“, hierhinter würde man eigentlich den HT-Multiplikator vermuten. Mit dem neuen Bios “ 782F1S03″, das uns vorliegt, ist eine zusätzliche Option „NB Frequency Control“ in das Bios eingepflegt wurden. Die Option funktioniert leider nicht wirklich. Ohne die Möglichkeit den HT-Mutlipliaktor abzusenken kann man den CPU-Northbridgetakt allerdings nur anheben, da der Takt der Northbridge nicht unterhalb des HT-Taktes liegen darf. Hierdurch wird OC über den Referenztakt zusätzlich erschwert.

Abschließend noch mal ein Blick auf die Overclockingoptionen im Detail:

    K8 K10
    CPU-Multi 4 – max. CPU in 0.5er Schritten 8 – 40 in 0.5er Schritten
    Referenztakt (HT) 190-400 MHz
    SB Reference Clock 90 -150 MHz
    HTT-Multi fehlt fehlt
    VCore default – + 25*0,24V default – + 25*0,24V
    CPU NB Voltage nicht einstellbar
    VDimm 1,776 – 2,64 V
    Speicherteiler DDR2 400/533/677/800 DDR2 400/533/677/800/1066
    HT-Voltage Control 1,10 – 1,50V
    NB Voltage Control 1,68 – 2,355V
    CPU PLL Voltage 2,30V – 3,24V
    PCI/PCIe Fix? Ja

    PCIe-Takt der NB-SB-Verbindung, des PEG Port und des PCIe Takts getrennt zwischen 90-250 MHz einstellbar

ACC – Das Overclockingwunder Part 2?

Beim ASRock AOD790GX/128M konnte uns ACC bei weitem nicht überzeugen. Das maximale Overclockingergebniss wurden durch das aktivieren des Features kaum verbessert. Dafür konnte ACC immerhin helfen, die Leistungsaufnahme zu senken. Etwas anders sieht es nun bei der Foxconn Platine aus. Hier konnten wir unter Vista 64 Bit das Overclockingergebniss um knappe 100 MHz steigern, bei gleich bleibender Spannung. Interessant ist allerdings, dass wir durch verschiedenen AC Einstellungen keine Einsparungen bei der Gesamtleistungsaufnahme des Systems feststellen konnten. Beim ASRock AOD790GX/128M konnte die Leistungsaufnahme immerhin um knappe 12 Watt unter Volllast reduziert werden, beim A79A-S war es je nach Setting nur 1-2 Watt mehr oder weniger als mit deaktiviertem ACC.

Nun gut, schauen wir wie die Overclockingergebisse im Vergleich zu den anderen Boards ausfallen. Überraschend gut fallen die Übertaktungergebnisse mit dem K8 aus, obwohl sich der HT-Multiplikator nicht einstellen lässt. Beim maximalen Referenztakt von 300 MHz mit dem K8 war der HT-Bus aber bereits mit 1500 MHz getaktet (50% über dem Standardtakt), ein Takt den bei weitem nicht jede CPU schaffen muss. Beim Phenom wird allerdings, wie negativ sich das Fehlen des HT-Multiplikator bemerkbar macht. Mit 220 MHz maximalem Referenztakt ist es das schlechteste Ergebnisse unseres Testfeldes. Dafür kann aber der maximale CPU-Takt (beim OC über den Multiplikator) überzeugen!

    max. stabiler Referenztakt max. erreichter CPU-Takt
    Abit AX78 -K8 285 MHz 2761 MHz -1.35V
    Abit AX78 -K10 235 Mhz 2928 MHz – 1,30V
    ASRock AliveDual-eSATA2 – K8 360 MHz 2751 MHz -1,35V
    ASRock AliveDual-eSATA2 – K10 270 MHz 2913 MHz – 1,30V
    ASRock A780FullDisplayPort – K8 305 Mhz 2860 MHZ – 1.35V
    ASRock A780FullDisplayPort – K10 250 MHz 2700 MHz – 1,30V
    ASRock K10N750SLI-WiFi – K8 291 MHz 2834 MHz – 1.35V
    ASRock K10N750SLI-WiFi – K10 250 MHz 2946 MHz – 1.30V
    ASRock K10N78FullHD-hSLI – K8 320 MHz 2800 MHz – 1.35V
    ASRock K10N78FullHD-hSLI – K10 265 MHz 2850 MHz – 1.30V
    ASRock A770CrossFire – K8 355 MHz 2816 MHz – 1.35V
    ASRock A770CrossFire – K10 260 MHz 2929 MHz – 1.30V
    ASRock AOD790GX/128M – K8 320 MHz 2838 MHz – 1.35V
    ASRock AOD790GX/128M – K10 265 MHz 2929 MHz – 1.30V
    Foxconn A79A-S – K8 300 MHz 2860 MHz – 1.348 V
    Foxconn A79A-S – K10 220 MHz 2958 MHz – 1.30V (ohne ACC)

    3060 Mhz – 1.30V (mit ACC)

Hinweis zu den Übertaktungsergebnissen. Da sich jede Komponente unterschiedlich gut oder schlecht übertakten lässt, dienen die oben angegebenen Werte nur als Richtwerte. Keinesfalls können wir euch garantieren, dass die Taktraten mit jedem Board erreicht werden.

Die Spannungen beziehen sich jeweils auf die im Bios eingestellten Werte! Manche Boards over oder undervolten hier, mehr Infos dazu findet ihr in den entsprechenden Tests der Boards. Der maximale Referenztakt wird ohne Erhöhung der Chipsatzspannung ermittelt.

    Stabilität, Kompatibilität und Alltagserfahrungen

    Support der Rev. G (65nm) K8 CPUs?

    Laut Angabe der CPU-Support-Liste zum Testzeitpunkt

    h1 Foxconn A79A S SPD Timings richtig erkannt? h1 Foxconn A79A S
    Support der Phenom (65nm) K10 CPUs?

    Laut Angabe der CPU-Support-Liste zum Testzeitpunkt

    h1 Foxconn A79A S Taktraten mit Autosettings korrekt? h1 Foxconn A79A S
    Unterstützung von TDP 125/140W CPUs? h1 Foxconn A79A S lauffähig mit DDR2 Vollbestückung? h1 Foxconn A79A S
    Funktioniert Cool and Quite (beim K8 )? h1 Foxconn A79A S Lässt Speicher sich mit CL4 betreiben? h1 Foxconn A79A S
    Funktioniert Cool and Quite (beim K10)? h1 Foxconn A79A S Lässt der Speicher sich bei DDR2 800 mit CR1T betreiben? h1 Foxconn A79A S
    Funktioniert CnQ mit manuell veränderter Spannung? h1 Foxconn A79A S S3 (STR) Standby funktioniert? h1 Foxconn A79A S
    Virtualisierungstechnologie vorhanden/deaktivierbar? h1 Foxconn A79A S S1 Standby funktioniert? h1 Foxconn A79A S
    Stabilitätstests bestanden? h1 Foxconn A79A S PCI/USB Kompatibilitätstest bestanden? h1 Foxconn A79A S

h1 Foxconn A79A S -> Funktioniert ohne Einschränkungen, h2 Foxconn A79A S -> Funktioniert mit Einschränkungen, h3 Foxconn A79A S -> Funktioniert nicht oder nur schlecht

Im Alltagsbetrieb weiß das Foxconn A79A-S zu gefallen. Als eine der ersten Platinen, konnte das Board alle Tests ohne Einschränkungen bestehen. Egal ob der Betrieb mit CR1T, CL4 oder Vollbestückung (neben den Patriot Riegeln kamen zwei MDT M924-800-16 Riegel zum Einsatz) ob CnQ 1.0 oder CnQ 2.0 – das Board erlaubte sich keinen Ausrutscher.

Sehr gut gefallen hat uns vor allem, dass CnQ sowohl mit manuell veränderter Spannung als auch mit manuell veränderten Taktraten problemlos funktionierte. Hierzu aber noch einige Hinweise. Wenn man über den Multiplikator übertaktet, werden die CnQ Stats automatisch verändert. Diese Veränderung trifft allerdings nur auf den maximalen State zu, hier taktet die CPU dann einfach höher. An einem Beispiel bedeutet dies: nutzt man einen Phenom 9850 mit einem Multiplikator von 12,5 und verändert man diesen Multiplikator auf 14, so taktete die CPU unter Volllast einfach auch „Multi 14“ hoch, der Idletakt wird nicht verändert (Multi von 6,25). Der erste CnQ State bleibt also unverändert. Hebt man die Spannungen im Bios nach oben hin an, verändern sich auch die Spannungen im CnQ Modus in alle Stats um den jeweils eingestellten Wert. Wird die CPU Spannung bspw. um 0,05V erhöht, liegen unter Idle knapp 1,10V anstelle von 1,05V an. Unter Last entsprechend 1.35V anstelle von 1,30V.

 Foxconn A79A S  Foxconn A79A S

Die Taktraten des Foxconn A79A-S sind absolut korrekt, das Board neigt weder zum Über noch zum Untertakten. Auch die Spannungen sind sehr stabil. Die VCore Spannung liegt mit 1.302V zwar leicht über der Vorgabe von 1.30V, die 0.02V bewegen sich aber im Toleranzrahmen. Etwas ärgerlicher ist da schon die Standardmäßig zu hohe VDimm Spannung von 1.92V anstelle von 1.8V laut JEDEC-Spezifikationen. Dies lässt sich mit einem kurzen Eingriff in das Bios aber problemlos ändern.

Wer anstelle des automatischen Cool and Quiet Modus lieber auf Tools wie Crystal CPUID setzt, kann mit K8 CPUs auch problemlos die CPU Spannung und den Multiplikator unter Windows ändern.

Kommen wir zur Lüftersteuerung. Von den 5 Lüfteranschlüssen der Platine lassen sich lediglich die beiden PWM Anschlüsse regeln. Hier erfolgt die Justierung allerdings ganz automatisch. Im Bios gibt es nur die Möglichkeit die Lüftersteuerung zu de-/aktivieren. Darüber hinaus lassen sich die Lüfter unter Windows mit der FoxOne Software oder SpeedFan automatisch regeln.

Die Temperaturen des Chipsatzes und der Spannungswandler sind dank der passiv Kühlung in einem guten Rahmen. Probleme durch zu hohe Temperaturen konnten wir während des Tests nicht feststellen.

Werfen wir noch kurz einen Blick auf die IRQ-Verteilung. Hier zeigt sich, dass einige IRQs sehr oft belegt werden. Auch hier hatten wir aber keine Probleme

irq Foxconn A79A S

Der zweite PEG Port

Wie bereits erwähnt unterstützt das Board CrossFire in einer 8x/8x Konfiguration. Mangels zweiter HD 3870 können wir entsprechende Benchmarks leider nicht durchführen. Dafür lässt sich der zweite PEG Port auch abseits von CrossFire nutzen. So haben wir unsere HD 3870 mit einer HD 3470 gepaart. Das Ergebnis ist ein einfaches Multimonitorsystem an dem sich problemlos 4 Monitore anschleißen lassen. Theoretisch lässt sich das System mit mehren Grafikkarten noch weiter aufstocken.

dreimoni Foxconn A79A S

Linuxbetrieb

Unseren kurzen Test mit der aktuellen Ubuntu 8.04.1 Live CD hat das Board problemlos bestanden. IDE und SATA (AHCI) Laufwerke wurden problemlos erkannt und funktionierten ordnungsgemäß. Gleiches gilt auch für den Sound, USB 2.0 und den Netzwerkadapter.

FoxOne Software

 Foxconn A79A S  Foxconn A79A S  Foxconn A79A S  Foxconn A79A S

Mit FoxOne bietet Foxconn ein hauseigenes Programm für Hardwaremonitoringzwecke und zum Übertakten unter Windows. Für wirklich ernsthafte Übertaktungsversuche empfehlen wir aber ganz klar AMDs Overdrive Software, da sich die Fähigkeiten der Foxone Software auf das erhöhen des Referenztaktes und das verändern der PCIe Frequenz sowie CPU und VDimm Spannung beschränken. Umfangreich sind dafür die Informationen über die Temperaturen und die Möglichkeit die beiden PWM-Lüfteranschlüsse zu regeln

aod s Foxconn A79A S

AMD Overdrive (hier Version 2.1.4) ist im Umfang deutlich mächtiger als die FoxOne Software. Hier lässt sich ACC konfigurieren, der CPU Multiplikator anpassen, der HT-Multiplikator, Speichertimings uvm. verändern.

    RightMark Audio Test 6.0.6

    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB +0.09, -0.13 Very good
    Noise level, dB (A) -81.8 Good
    Dynamic range, dB (A) 80.9 Good
    THD, % 0.131 Average
    THD + Noise, dB (A) -52.7 Poor
    IMD + Noise, % 0.257 Average
    Stereo crosstalk, dB -77.3 Very good
    IMD at 10 kHz, % 0.305 Average
    General performance Good

Die Gesamtperformance des Onboardsounds ist insgesamt gut, laut dem Rightmarkt Audio 6.0.6. Auffälligkeiten gab es hier nicht. Interessant ist im Übrigen das Dual Audio Feature der Platine. Das Board kann sowohl über die beiden digital Ausgänge als auch über die analogen Ausgänge + die Frontaudioausgänge zwei separate Audioquellen ausgeben.

Everest Ultimate 4.50

    • Hersteller: Lavalys
    • Download
    • Typ: Synthetischer Benchmark
    • Beschreibung: Einfacher Test mit Standardsettings – Durchschnitsswerte aus 3 Messungen (bei Speicherbenchmarks)

 Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

ever disk Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

ever usb Foxconn A79A S

In Sachen USB-Performance muss das Board mal wieder Federn lassen. Hier machen sich die Probleme mit der ATI SB750 und Vista SP1 bemerkbar. Ein erster Hotfix ist mittlerweile verfügbar, hilft in unserem Falle aber nicht.

Cinebench R10

    • Hersteller: Maxon
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer Rendering-Benchmark auf Basis der Cinema 4D-Engine
    • Beschreibung: Einmaliger Durchlauf der 64 Bit Version auf Standardsettings

 Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

Futuremark PCMark Vanatge

    • Hersteller: Futuremark
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer Systembenchmark
    • Beschreibung: Einmaliger Durchlauf der 64 Bit Version auf Standardsettings

 Foxconn A79A S

Futuremark PCMark 05

    • Hersteller: Futuremark
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer Systembenchmark
    • Beschreibung: Einmaliger Durchlauf auf Standardsettings

 Foxconn A79A S

WinRar

    • Hersteller: Rarlab
    • Download
    • Typ: Packsoftware
    • Beschreibung: Test mit dem integrierten Benchmark (Multithreaded)
    • MultiCore optimiert: Ja

 Foxconn A79A S

k8winrar Foxconn A79A S

TMPEGEnc mit DivX 6.8

    • Hersteller: Pegasys/TMPGInc.
    • Download
    • Typ: Videoencoder
    • Beschreibung: Wir haben die HD1920 AVI-Version (AVI, MPEG4 / AC3 5.1 Surround) des Elephants Dream Videos genutzt und es mittels TMPEGEnc in ein DivX Video umgewandelt. Die Bitrate lag bei 3000 kBit/s, der Sound bei 192 kBit/s.

divx Foxconn A79A S

Itunes

    • Hersteller: Apple
    • Download
    • Typ: Musicplayer/encoder
    • Beschreibung: Wir haben eine ~45 Minuten lange Wav Datei mittels Itunes in das AAC-Format (320 kBit/s) umgewandelt.

itunes1 Foxconn A79A S

itunes2 Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

POV-Ray 3.7 Beta 24

    • Hersteller: Persistence of Vision
    • Herstellerseite
    • Typ: Raytracing Benchmark
    • Beschreibung: Durchlauf unter Standardsettings

 Foxconn A79A S

Vimark

    • Hersteller: River Past
    • Herstellerseite
    • Typ: Videoencoding Benchmark
    • Beschreibung: Durchlauf unter Standardsettings

vimark Foxconn A79A S

Super Pi 1.5 XS-Mod

    • Hersteller: XS
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer Benchmark
    • Beschreibung: Durchlauf der 1MB und 4MB Version

sp1 Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

k8 sp1 Foxconn A79A S

CPULast Netzwerkverkehr

    • Beschreibung: Verschieben einer ~ 4.5 GB großen Datei übers Netzwerk. Angaben entsprechen dem Durchschnittswert

netzwerk Foxconn A79A S

Die Ergebnisse am zweiten Lanport sind identisch, was kaum weiter verwundert da es sich um den gleichen Netzwerkcodec handelt.

Futuremark 3DMark 06

    • Hersteller: Futuremark
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer 3D Benchmark
    • Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

3d06 Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

 Foxconn A79A S

Futuremark 3DMark 05

    • Hersteller: Futuremark
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer 3D Benchmark
    • Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

 Foxconn A79A S

Company of Heroes -Opposing Fronts

    • Hersteller: THQ
    • Herstellerseite
    • Typ: Game
    • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 20 sekündige Spielszene in der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

    coh Foxconn A79A S

    Fear – Perseus Mandate

      • Hersteller: Monolith
      • Herstellerseite
      • Typ: Game
      • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

    fear Foxconn A79A S

    Call of Duty 4

      • Hersteller: Infinity Ward
      • Herstellerseite
      • Typ: Game
      • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Szene direkt zum Beginn der Demoversion. Die Angaben entsprechen dem Mittelwert aus 5 Messungen.

     Foxconn A79A S

    Leistungsaufnahme

    Beschreibung: Die Idle Leistungsaufnahme entspricht der Leistungsaufnahme auf dem Desktop ohne Belastung. Gemessen wurde mit dem „Voltcraft Energy Check 3000“. Die Messungenauigkeit des Gerätes liegt bei +/- 1%.

    l i Foxconn A79A S

    l prime Foxconn A79A S

    l voll Foxconn A79A S

    l s3 Foxconn A79A S

    l a Foxconn A79A S

    k8l i Foxconn A79A S

     Foxconn A79A S

    Fazit

    Wie immer möchten wir die wichtigsten Punkte noch einmal Revue passieren lassen bevor wir zum endgültigen Fazit kommen.

    Beginnen wir ganze vorne, beim Layout. Hier weiß das Foxconn A79A-S durch abgewinkelte IDE- und SATA Ports, ausreichendem Platz um den CPU Sockel und einen gut positionierten Floppy Port zu überzeugen. Problematisch ist allerdings, dass für PCI Karten kein Platz mehr ist, sofern der zweite, blaue, PEG Port mit einer Grafikkarte bestückt ist. Auch Probleme mit den beiden blauen SATA Ports sind nicht auszuschließen. Hier muss man möglicherweise auf abgewinkelte SATA Stecker zurückgreifen. Wenn Foxconn die Position des zweiten blauen PEG Ports mit einem der schwarzen PEG Ports vertauscht hätte, wären die möglichen Probleme im CrossFirebetrieb mit zwei PEG Karten geringer. Hier könnte Foxconn mit einer neuen Revision des Boards Abhilfe schaffen indem man den letzten, blauen PEG Port, besser positioniert oder den zweiten PEG 16x Port mit einem der PEG 8x Ports tauscht.

    Die Ausstattung selber ist sehr gut, positiv ist vor allem, dass Foxconn einen extra SATA Controller für die beiden eSATA Ports verbaut. Positiv hervorzuheben sind auch die Multimediafähigkeiten des verbauten Realtek ALC888SSD. Allerdings hätte man hier einen etwas besseren Audiocodec verbauen können. Das verbaute Modell schneidet zwar „gut“ ab, bei einer Platine in dieser Preisklasse hätte man aber durchaus „sehr gute“ Audiocodecs erwarten können. Schade ist auch, dass die drei 3 Pin Lüfteranschlüsse nicht regelbar sind und die beiden 4 Pin Anschlüsse nur PWM Lüfter regeln.

    Weiter geht es zum Bios. Hier bietet Foxconn eine Menge an Optionen, zum Übertakten und „tweaken“ des Systems, worunter die Übersichtlichkeit aber leider etwas leidet. Vor allem, da einige Optionen in vielen Untermenüs verschachtelt sind. Leider ist dieser kosmetische Kritikpunkt aber nicht der einzigen Kritikpunkte am Bios. Denn so bieten die aktuellen Biosversionen keine Möglichkeit den HT-Multiplikator und die CPU Northbridgespannung zu verändern. Auch ein „Undervolten“ der CPU ist leider nicht möglich. Während letzteres bei einer Highendplatine zu verschmerzen ist, ist es das Fehlen der beiden erstgenannten Optionen leider nicht. Der Grund: Durch die fehlenden Optionen kann es daher zu starken Schwierigkeiten beim Übertakten über den Referenztakt kommen, wie man es am Ergebnis des maximalen Referenztaktes beim Phenom 9850 sieht. Overclocking ist daher nur mit „Black Edition CPUs“ (also mit offenem Multiplikator) wirklich möglich, oder man hat (wie wir beim K8 ) das Glück eine CPU zu haben, der auch ein sehr hoher HT-Takt nicht viel ausmacht. Hier bleibt abzuwarten, ob Foxconn entsprechende Optionen mit einem Biosupdate nachliefert. Zu hoffen ist es. Alternativ kann man natürlich auch unter Windows mit der AMD Overdrive Software Übertakten – hier lässt sich zumindest der HT-Multiplikator ändern.

    Doch trotz des fehlenden HT-Multiplikators konnten wir unserem Athlon X2 4200+ (mit OC über den Referenztakt, bei sehr hohem HT-Takt) Beine machen. So liegen die OC-Ergebnisse auf dem üblichen Niveau der übrigen AM2(+)-Platinen.

    Überzeugen kann aber vor allem der maximale CPU-Takt mit dem Phenom 9850BE. Dank ACC fallen die OC-Ergebnisse (bei gleicher Spannung) ~100 MHz höher aus als bei den übrigen Platinen. Dazu überzeugt das Board mit einer stabilen Spannungsversorgung für die CPU, die auch im Extremfall für Stabilität sorgt.

    Die Performance der Platine bietet kaum Anlass zur Kritik. Größter Minuspunkt ist wohl mal wieder die USB Performance unter VISTA SP1, ein Problem unter dem alle Platinen mit AMD Southbridge leiden. Es gibt inzwischen zwar einen ersten Hotfix, aber dieser behebt die Probleme nicht wirklich.

    Eine Stärke der Foxconn Platine ist der Alltagsbetrieb. Dass die Platine unseren normalen Testparcours problemlos durchlaufen hat, mag soweit nichts besonderes sein, das ist es schließlich was man von einem Mainboard erwartet. Positiv ist aber, dass es auch Abseits der normalen Tests punkten konnte, hier ist vor allem die Möglichkeit hervorzuheben CnQ trotz OC nutzen zu können.

    Nicht vorbei kommt man bei dem Foxconn A79A-S aber an der Frage nach dem Preis. Hier gehört das Board mit knappen 170€ zu den teuersten Sockel AM2+ Platinen. Ein Preis, den viele wohl kaum bereit sind für ein Mainboard auszugeben. Dennoch ist der Preis in unseren Augen gerechtfertigt , zumindest für alle die die wirklich das Maximum aus dem System herausholen möchten und auf maximale Ausstattung wert legen wert legen. Für alle anderen User lohnt sich der Aufpreis für die Platine nicht. Hier empfehlen wir eher den Griff zu einem AMD 790GX, AMD 780G oder AMD 770 Mainboard.

    Foxconn hat mit dem A79A-S eine gute Sockel AM2+ Highendplatine im Programm, die gerade durch die maximalen OC-Ergebnisse (mit Black Edition CPUs), der guten Ausstattung sowie dem problemlosen und guten Alltagsbetrieb punkten kann. Der Gesamteindruck wird allerdings durch fehlende Biosoptionen (vor allem HT-Multiplikator aber auch CPU NB-Spannung) etwas getrübt, da diese Optionen bei fast jeder AM2+ Platine zu finden sind. Daher können wir für die Platine leider keine generelle Kaufempfehlung aussprechen. Zu hoffen bleibt, dass Foxconn dieses Manko mit einem Biosupdate beseitigt. Empfehlenswert ist das Board aber für alle, die eine Black Edition CPU haben und diese über den Multiplikator übertakten wollen und daher nicht auf einen hohen Referenztakt angewiesen sind oder man eine CPU hat die einen sehr hohen HT-Takt mitmacht. Allerdings sollte noch berücksichtigt werden, dass bei der Nutzung von CrossFire der einzige PCI Slot möglicherweise wegfällt.

    Aufgrund der sehr guten Übertaktungsergebnisse mit einer Phenom Black Edition CPU und der sehr guten Ausstattung verleihen wir dem Foxconn A79A-S den PcTreiber.Net Hot Stuff Award.

    hs Foxconn A79A S

    ACC – Die zweite

    Nach dem AOD790GX/128M von ASRock haben wir nun den zweiten Test einer AMD Platine mit SB750 hinter uns. Beim Test des ASRock Mainboards konnte uns ACC kaum überzeugen, so wurden die Overclockingergebnisse kaum verbessert. Bei der Foxconnplatine kann ACC die Overclockingergebnisse immerhin um gute 100 MHz verbessern (bei identischer Spannung). Dafür sinkt bei der Foxconn Platine die Leistungsaufnahme nicht ab, wenn man negative ACC Werte wählt, dies war bei der ASRock Platine der Fall. Ob ACC wirklich etwas bringt oder nicht scheint stark vom Mainboard und den jeweiligen Komponeten abzuhängen. Es ist sicherlich ein interessantes Feature, Overclockingwunder sollte man aber nicht erwarten.

    Kommentieren könnt ihr den Artikel bei uns im Forum. Bei Fragen oder Probleme mit dem Board, werft doch direkt einen Blick in unser AMD Unterforum.

      Positiv Negativ
      Layout…. …. bis auf die Problematik des letzten blauen PEG Ports (PCI Slot wird überdeckt)
      Umfangreiches Bios…. …dem leider wichtige Optionen fehlen (HT-Muti, CPU NB Spannung, kein undervolten)
      sehr gute OC-Ergebnisse mit 9850BE AM2+ CPU Multi wird in Hex-Werten eingestellt
      Ausstatung USB Performance mit Vista SP1
      CnQ wird trotz OC unterstützt
      passiv gekühlt

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    Aktueller Preis

    Tester und Autor: ASRock_User

    Layout: ASRock_USer

    Benchmarktabellen: ASRock_USer

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