ASRock AOD790GX/128M

ASRock AOD790GX/128M

Das „SB750 Wunder“ ?

 ASRock AOD790GX/128M

Nachdem nVidia mit der neuen nForce 700a Serie integrierte Grafikeinheiten auch bei höherpreisigen Chipsätzen salonfähig gemacht hat (vor allem wegen Hybrid SLI) folgte AMD im Sommer mit der Ankündigung des AMD 790GX Chipsatzes. Der AMD 790GX ist allerdings kein wirklich neuer Chipsatz, so versteckt sich unter dem Kühler noch immer der RS780 (besser bekannt als AMD 780G). Im Gegensatz zum AMD 780G gibt es beim 790GX aber einige Verbesserungen. So wurde der Takt der integrierten Grafikeinheit von 500 auf 700 MHz angehoben und der Name von HD 3200 in HD 3300 geändert. Dazu unterstützt der AMD 790GX nun offiziell CrossFire in einer 8x/8x Konfiguration. Zudem soll der AMD 790GX noch über eine Menge kleiner Verbesserungen verfügen, die die Leistungsaufnahme des Systems weiter senken sollen.

Doch nicht nur die „Northbridge“ ist bei den AMD 790GX Platinen neu, sondern auch die Southbridge. Hier greift man zur neuen SB750. Im Gegensatz zur SB700 verfügt diese nun über Raid 5 und unterstützt ein Feature namens „Advanced Clock Calibration“ (ACC). Durch ACC sollen sich vor allem Phenom CPUs deutlich besser übertakten lassen, zumindest in der Theorie.

Mit dem ASRock AOD790GX/128M erreicht uns nun die erste AMD 790GX Platine, die auf dem Papier ein wahres „rundum glücklich“ Paket liefert. PCIe GB-Lan (Realtek RTL8211), 7.1 HD-Audio (Realtek ALC890), FireWire, CrossFire Unterstützung, 128 MB Sideport Speicher (DDR2), 6x SATA2, 1x eSATA2 (shared) und ein IDE Port. Abgerundet wird das Ausstattungspaket mit 140W TDP Support, All Solid Caps und einem, im Gegensatz zu den alten ASRock Platinen, verbessertem Layout.

Das alles gibt es für einen Preis von fast 80€, während vergleichbare AMD 790GX Platinen schnell über 100€ kosten. Gibt es einen Haken?

Unser Dank geht an ASRock für die schnelle und problemlose Bereitstellung des Testsamples

Testsystem Teil 1

  • Bios 1.00
  • AMD Phenom 9850 – B3 Stepping
  • AMD Athlon 64 X2 4200+ – G1 Stepping
  • Seagate ST3250410AS (250 GB)
  • ASUS AMD ATI Radeon HD 3870 512MB
  • Enermax Liberty 500W
  • 2x Patriot PDC22G6400LLK DDR2 800

Verwendete Treiber

  • Windows VISTA 64 Bit SP1 Business inkl. aller aktuellen Updates
  • ATI Catalyst 8.3 Hotfix (Für Radeon HD 3870 Benchmarks/Tests)
  • ATI Catalyst 8.9 (für Radeon HD 3300 Benchmarks/Tests)
  • Realtek HD-Audio Codec Treiber 2.01
  • AMD Catalyst 8.9 Southbridge Treiber

Der Chipsatz

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Bildquelle: AMD

Wie bereits erwähnt handelt es sich beim AMD 790GX Chipsatz, einfach gesagt, um einen übertakteten AMD 780G Chipsatz mit CrossFire Unterstützung. Positiv ist vor allem, dass bei den 790GX Platinen nun fast durchgängig der Sideportspeicher verbaut wird. AMD bietet diese Möglichkeit zwar bereits mit dem AMD 690G Chipsatz, aber erst mit dem AMD 780G gab es erste Platinen die auf Sideportspeicher setzen. Werfen wir einen Blick auf die angesprochenen, zusätzlichen Verbesserungen.

 ASRock AOD790GX/128M

Bildquelle: AMD

AMD verspricht durch diverse Änderungen eine nochmals gesenkte Leistungsaufnahme gegenüber dem AMD 780G (die Angaben von AMD beziehen sich auf das Referenzmainboard). Gerade der C1e State für Phenom CPUs und Verbesserungen beim PowerPlay sollen die Leistungsaufnahme deutlich senken. Auch der Einsatz des Sideportspeichers soll die Leistungsaufnahme nochmals senken können – wieso? Normalerweise benutzen die IGP-Einheiten den Arbeitstpeicher als Videospeicher (shared Memory). Bei AMD CPUs befindet sich der Speichercontroller bekanntlich aber in der CPU. Natürlich muss die IGP Einheit aber auch im Idle Modus immer auf den Videospeicher zurückgreifen – der Speichercontroller der CPU kann niemals „schlafen gelegt“ werden. Wenn der IGP Einheit nun aber nur auf den Sideportspeicher zurückgreift, wird der Arbeitsspeicher nicht mehr benötigt. Voraussetzung ist aber, dass man im Bios die Möglichkeit hat, der IGP nur den Sideportspeicher als Videospeicher zur Verfügung zu stellen. Doch dazu später mehr.

ACC! – Was gegen Husten?

Advanced Clock Calibration, kurz ACC, ist ein Feature das AMD mit der SB750 eingeführt hat. Die SB750 soll über 6 Pins direkt mit der CPU verbunden sein, was der SB die Möglichkeit gibt CPU-Interna direkt zu verändern. Darüber, was die ACC Bioseinstellungen (-12% – +12%) aber genau verändern, schweigt AMD sich aus. Wir werden uns später näher mit dem Thema „ACC in der Praxis“ beschäftigen, vlt. lassen sich hier einige Rätsel lösen. Im Übrigen gibt es Gerüchte, wonach auch nVidia in Kürze ACC anbieten möchte.

Die genauen technischen Details zum AMD 790GX könnt ihr auch unserem AM2/AM2+ Chipsatzguide entnehmen.

Spezifikationen des Boards

  • CPU
  • Chipsatz
      • Unterstützung für ACC
    • AMD 790GX „Northbridge“
    • ATI SB750 Southbridge
  • Integrierte Grafikeinheit
    • Radeon HD 3300
    • 128 MB Sideportspeicher (DDR2 – nähere Details)
    • Basiert auf der RV610 GPU
    • bis zu 512 MB Shared Speicher
    • DirectX 10 Unterstützung
    • Ausgabe über: VGA+DVI, HDMI (per Adapter)
  • Arbeitsspeicher
    • 4 X DDR2 Slots mit einer maximalen Kapazität von 8GB
    • Unterstützt Dual Channel DDR2 800/667/533/400 MHz
    • Mit Phenom CPUs auch DDR2 1066 möglich
  • Expansion Slot
      • Unterstützt CrossFire X
      • Bei der Nutzung von CrossFire sind beide Ports mit 8 Lanes angebunden
    • 1 PCIe 2.0 16x Slot (grün)
    • 1 PCIe 2.0 8x Slot (blau)
    • 1 PCIe 2.0 1x Slot
    • 3 PCI Slots
  • Audio
    • Realtek ALC890 7.1. HD-Audio Codec
  • LAN
    • Gigabit LAN 10/100/1000
    • Realtek RTL8111C-VCO-GR angebunden per PCIe
  • Interne Anschlüsse
      • Shared mit einem SATA Port – bei der Nutzung von eSATA2 fällt einer der SATA2 Ports weg
    • 6x SATA2 mit Unterstützung von Raid (RAID 0, RAID 1, RAID 0+1, RAID 10, und JBOD), NCQ, AHCI und Hot-Plug
    • 1x eSATA2
    • 1 x ATA133 IDE connector
    • 1 x Floppy connector
    • 2 x USB 2.0 headers, support 4 ports
    • 1x WiFi-Header
    • 1x FireWire Header
    • HDMI-SPDIF-Header
    • Com-Port Header
    • DeskExpress Hot Plug Detection
    • CD-In Header
    • Front-Panel Audio
    • 1x CPU-Lüfteranschluss (regelbar)
    • 1x Gehäuselüfteranschlüss
  • Anschlüsse am ATX Panel
    • 1 x PS/2 Tastatur
    • 1 x PS/2 Maus
    • 1x D-Sub Ausgang
    • 1x DVI-D Ausgang
    • 6 x USB 2.0
    • 1x FireWire Port
    • 1 x eSATAII Ports
    • HD Audio Jack: Side Speaker / Rear Speaker / Central / Bass / Line in / Front Speaker / Microphone
    • 1 x RJ-45 LAN Port
    • Das Board ist mit relativ umfangreichen Übertaktungsoptionen ausgestattet. (CPU, DRAM, NB, SB,VTT Spannung). Dazu gibt es mit dem ASrock OC-Tuner ein Windows Übertaktungs Tool
  • Solid Capacitors Design
    • Bei dem Board kommen nur Solid Capacitors (Feststoffkondensatoren) zum Einsatz.

Herstellerangaben laut asrock.com

In Sachen Ausstattung bietet die Platine wohl alles, was ein modernes Mainboard benötigt. 6 SATA2 Ports, ein eSATA2 Port (shared), FireWire, GB-Lan, eine Grafikeinheit mit 128MB Sideportspeicher, USB 2.0, CrossFire und HybridCrossFire Unterstützung. Für den ALC890 Audiocodec (7.1) gibt es zudem einen optischen sowie einen koaxialen Digitalausgang.

Zudem bietet das Board mit dem USB/WiFi Header die Möglichkeit das Board mit einem Wlan Modul von ASRock nachzurüsten. Leider sind die entsprechenden Module in Deutschland offenbar noch nicht erhältlich.

Einziger Kritikpunkt an der Ausstattung ist wohl die Anzahl der Lüfteranschlüsse – hier bietet ASRock neben dem PWM Anschluss für den CPU Lüfter nur noch einen Anschluss für einen entsprechenden Gehäuselüfter.

Impressionen des ASRock AOD790GX/128M

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Der Lieferumfang des Boards fällt recht gut aus, da wären:

  • 2x Treiber CD
  • 1x Handbuch
  • 1x ATX-Blende
  • 1x IDE Kabel
  • 1x Floppy Kabel
  • 4x SATA Kabel
  • 1x SATA Stromadapter
  • 1x DVI – HDMI Adapter

Die Verpackung der Platine hebt sich etwas von dem üblichen Design ab, hier hat die Designabteilung von ASRock offenbar etwas Hand angelegt. Das Handbuch der Platine ist zum Großteil in relativ verständlichem Deutsch. Leider befindet sich das umfangreiche Handbuch mit genauen Details zum Bios etc. aber nur auf CD oder im Internet und auch hier nur in englischer Sprache.

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Das Layout des AOD790GX/128M ähnelt dem des ASRock A770CrossFire sehr stark, große Teile sind sogar identisch. An einigen Stellen hat die Designabteilung von ASRock aber nochmals Hand angelegt. Im Vergleich zum A770CrossFire wurde vor allem die Position des ATX Stromsteckers geändert. Anstelle direkt am ATX-Panel (unterhalb des 8 Pin 12V Steckers) ist dieser nun rechts von den Speicherslots zu finden.

Unverändert problematisch ist aber der eSATA Port. ASRock greift hier nach wie vor zu einem „shared“ eSATA Port. Wer den eSATA Port nutzen möchte, muss die beiden orange farbigen SATA Ports mit einem entsprechenden Kabel verbinden. Hier wäre es wünschenswert, wenn ASRock in Zukunft auf elegantere Lösungen setzt, wie es einige Mitbewerber bei ihren 790GX Platinen bereits vormachen.

Auffällig ist zudem der Kühlkörper. ASRock verzichtet hier auf große Heatpipekühllösungen oder Kühler für die Spannungswandler. Ob sich dies in der Praxis negativ auswirkt, werden wir später beleuchten.

Ansonsten ist das Layout sehr ordentlich. Die SATA Ports sind gut zu erreichen. Gleiches gilt für den IDE Port sowie sämtliche Header. ASRock setzt zudem auf zwei PEG Ports, wodurch die Platine CrossFire unterstützt. In der Werkseinstellung ist der grüne PEG Port mit 16 Lanes angebunden, der blaue mit einer Lane. Wer CrossFre nutzen möchte, muss einfach die CrossFire Switch Karte umdrehen, dann sind beide Ports mit 8 Lanes angebunden. Die Anzahl an PCI Slots ist mit drei für heutige Verhältnisse sehr hoch. Auch beim Einsatz von zwei DualSlot Karten lassen sich zumindest zwei PCI Karten noch problemlos betreiben.

Insgesamt ist das Layout des AOD790GX sehr gut. Einziger Negativpunkt, wer eSATA nutzen möchte, muss ein entsprechendes Kabel über die gesamte Platine legen.

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    Der untere Teil der Platine. Sehr gut ist die Aufteilung der Erweiterungsslots zu sehen. Ganz unten befinden sich zudem sämtliche wichtigen Header. Da wären bei (1) der Audio Header (grün), bei (2) der Com-Port Header, bei (3) der Infrarot Header (schwarz), der Firewire Header (rot) und die beiden USB-Header (blau) Der Realtek ALC890 Audiocodec (1), darunter in gelb der HDMI SPDIF Header. Dieser dient dazu, um das Audiosignal an Grafikkarten weiterzugeben, die es per HDMI ausgeben. Der größere gelbe Header rechts zwischen den PCI Slots ist der USB/WiFi Header. Bei (2) befindet sich der Winbond W83627EH6G-A. Bei (3) schließlich der Realtek RTL8211C PCIe GB-Lan Chip.
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    Der obere, rechte Teil der Platine mit dem ATX-Panel und den Spannungswandlern. Bei (1) der für die CPU-Spannung zustände Chip (L6740L) von ST Microelectronics. Die Spannungswandler noch mal in einer Detailansicht. Gut zu sehen – ASRock setzt auf Solid Caps und vergossene Spulen.
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    Die Rückseite der Platine – ASRock setzt seit langem erstmals auf eine Backplate für die Kühlerbefestigung. Früher wurden die Retentionmodule mit Pushpins befestigt. Der AMD 790GX Chipsatz ohne Kühler. Rechts vom Chip ist das 128MB DDR2 Modul von Elexir, das als Sideport Speicher zum Einsatz kommt. Der Kühlkörper liegt übrigens nicht auf dem Speichermodul auf.
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    Der 790GX Chipsatz (RS780D) nochmal ohne Reste des Wärmeleitpads Zwischen der SB750 und dem Kühlkörper befindet sich ebenfalls ein Wärmeleitpad
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    Nochmal die SB750 – diesmal ohne Wärmeleitpad Reste. Bei (1) befindet sich der gesockelte Biosbaustein. (2) und (3) sind zwei Clockgens. Eigentlich sollten diese für die SB750 nicht mehr nötig sein. Möglicherweise sind sie aber vorhanden, da das A780GXE noch auf die SB700 setzt. Die Anschluss für den Gehäuslüfter (1), der VIA VT6308S FireWire Chip (2), sowie der Frontpanelheader (3). Oberhalb des Frontpanelheader befindet sich der CMOS Clear Jumper (blau)
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    Die beiden PEG Ports nochmal in der Detailansicht. Bei (1) befindet sich der ICS 835948 Clockgen. Unter dem Schild des AOD790GX/128M kommt die Bezeichnung des kleinen Bruders hervor – A780GXE/128M. Beide Boards nutzen das gleiche PCB.
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    Eine Übersicht über den Platz rund um den Sockel Und noch mal der obere Teil der Platine in der Gesamtansicht
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    Das ATX Panel der Platine – hier befinden sich neben den PS2 Anschlüssen die Monitorausgänge, 6 USB 2.0 Ports und ein eSATA2 Port sowie ein RJ45 Port.

    Bios und OC

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    Der Bootscreen des Boards Der Hauptbildschirm des Bios Das CPU-Configuration Menü mit Einstellungen für den Speicher und die CPU. Hier mit K10 CPU – mit einer K8 CPU fallen einige Optionen weg (L3 Cache Allocation)
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    Der zweite Teil des CPU Configuration Menüs. Hier fällt mit K8 CPUs bspw. die ganged/unganged Option weg Das Advanced Chipset Settings Menü. Hier lassen sich die onboard Devices de/aktivieren und einige Spannung anpassen. Auch ACC lässt sich hier de/aktivieren. Der ACC Wert lässt sich für alle Kerne zusammen oder für jeden Kern einzeln festlegen. Mit unserer K8 CPU war die Option nicht verfügbar.
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    Das ACPI Settings Menü Das IDE-Configuration Menü. Befinden sich die SATA2 Ports im AHCI Modus, werden entsprechende Geräte hier nicht mehr aufgeführt sondern später durch einen AHCI Bios aufgeführt. Das Advanced PCI/PNP Settings Menü
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    Das Floppy Configuration Menü Das Configure Super/IO Chipset Menü Das USB Configuration Menü
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    Der Hardwaremonitoring Teil des Bios. Hier lässt sich auch die Lüftersteuerung konfigurieren Hier ist die Lüftersteuerung aktiviert. Target Fan Level ist der Wert, mit dem der Lüfter solange laufen soll, bis die Target Temperature erreicht ist. Danach regelt der Lüfter langsam bis auf die maximale Geschwindigkeit hoch Neu ist das Smart Bios. Unter dem Smart Reiter findet man hier unterschiedliche Biosprofile.
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    Im exit Options Menü hat der User zudem die Möglichkeit drei verschiedene Biosprofile zu speichern. Das Bootsettings Menü Die Security Options

Beim Bios setzt ASRock nach wie vor auf ein AMI Modell. Im Gegensatz zu den bisherigen Boards hat ASRock das Bios, unter dem Marketingnamen „Smart Bios“, um ein interessantes Feature erweitert. Mit Smart Bios stehen dem User nun verschiedene Bios Default Einstellungen zur Verfügung. Zudem hat der User die Möglichkeit bis zu drei eigene Biosprofile zu speichern und auf Wunsch wieder zu laden.

Ansonsten ist das Bios recht übersichtlich gestaltet. ASRock bietet bei weitem nicht die Fülle an Einstellungen die manch andere Mainboards bieten (vor allem in Sachen IRQs, PCIe Optionen etc), man beschränkt sich auf die wichtigsten Features. Dafür bietet ASRock hier aber auch wirklich alle nötigen Optionen. Sei es der Northbridgemultiplikator für K10 CPUs, der ganged/Unganged Modus, viele Speichertimings oder 1T/2T Option. Andere Hersteller bieten zwar Drumherum deutlich mehr Optionen, vergessen solch sehr wichtige Optionen aber schon mal gerne. Nicht vergessen möchten wir das wichtigste – die Optionen sind nicht nur vorhanden sondern funktionieren auch wirklich.

Dem ein oder anderen dürft die Option L3 Cache Allocation sicherlich unbekannt sein. Die Option verfügt über zwei Auswahlmöglichkeiten. [All Cores] und [BSP only]. Die Option bewirkt, dass der L3 Cache entweder nur dem „Maincore“ zur Verfügung steht oder von allem Kernen gleichzeitig genutzt werden kann. Je nachdem welche Anwendungen viel genutzt werden (Multithreaded oder Singlethreaded) kann die entsprechende Option für einen kleinen Performanceschub sorgen. Eine nähere Diskussion zu der Option gibt es bei uns im Forum.

Eine kleine Besonderheit ist auch die Art und Weise, wie sich der Multiplikator von K10 CPUs einstellen lässt. Hier sind insgesamt drei Einstellungen wichtig:

1) CPU Frequency (Referenztakt), 2) Frequency Multi und 3) Frequency Divider.

Der Takt des Phenoms errechnet sich nun nach folgender Formel:

(Referenztakt/2) * (1/Divider)* Multiplikator = Coretakt des AMD Phenom auf dem AOD790GX/128M

Diese Art den Multiplikator einzustellen ist sicherlich nicht sonderlich einsteigerfreundlich, wer sich aber einmal an die Formel bzw. Art und Weise gewöhnt hat, wird sehr schnell feststellen wie mächtig die Möglichkeit ist die ASRock hier bietet. So lässt sich bereits über den Multiplikator der CPU-Takt sehr genau justieren.

Im Übrigen übernimmt auch bei dem AOD790GX/128M ein spezielles Raidbios die Erkennung der Festplatten, wenn diese im AHCI Modus laufen. Ähnliches kennen wir schon von den SB700 Platinen.

ahci s ASRock AOD790GX/128M

Sicherlich ist das Bios des AOD790GX/128M kein absolutes Overclockingbios. Dennoch bietet es eine gute Auswahl an einstellbaren Spannungen (CPU Spannung, Northbridgespannung, Vdimm, mGPU, Sideport). Diese Spannungen lassen sich zudem in ausreichendem Maße verändern. Jeder, der aber ein AM2/AM2+ Board sucht, dass einen sinnvolle Auswahl an Spannungen hat um das System relativ unkompliziert zu Übertakten, der dürfte sich über das Bios das ASRock hier bietet freuen. Werfen wir abschließend noch mal einen Blick auf die genauen Möglichkeiten des Bios.

    K8 K10
    Multi 5- max. CPU Sehr diffenziert möglich (s. Formel oben)
    Referenztakt (HT) 150-500 MHz
    HTT-Multi 1-5x 1-10x (kann je nach HT-Takt der jeweiligen CPU variieren)
    VCore 0.8 – 1.6625 V in 0.0125V Schritten 0.6 – 1.8625V in 0.0125V Schritten
    CPU NB Voltage 0.6 – 1.8625V in 0.0125V Schritten
    VDimm 1.80 – 2.70V ( in 0.05V Schritten)
    Speicherteiler DDR2 400/533/677/800 DDR2 400/533/677/800/1066
    mGPU Voltage 1.10 – 1.45V (in 0.05V Schritten)
    Sideport Speed DDR2 400,533, 667, 800 und 1066
    Sideport Voltage Normal, Auto, High
    PCI/PCIe Fix? Ja

    PCIe-Takt der NB-SB-Verbindung, des PEG Port und des PCIe Takts getrennt zwischen 75-250 MHz einstellbar

    Overclocking der IGP-Einheit

Die integrierte Grafikeinheit des AMD 790GX Chipsatzes (RV610 aka HD 3300) taktet normalerweise mit 700 MHz. Das Bios des AOD790GX/18M bietet aber die Möglichkeit, den Takt der IGP-Einheit anzuheben. Bei unseren Sample konnten wir (ohne die Spannung anzuheben) den Takt auf bis zu 950 MHz steigern, was immerhin einem Plus von 250 MHz oder ~35% bedeutet. Hierdurch konnten wir das 3DMark 06 Ergebnis (mit Phenom 9850 und aktiviertem Sideportspeicher @ DDR2 1066) von 2044 3DMarks 06 auf 2295 Punkte steigern. Die neue Version von AMDs Overdrive Software (2.1.14) bietet zudem die Möglichkeit auch den Sideportspeicher zu Übertakten. Entsprechende Tests haben wir aufgrund Zeitmangels aber nicht mehr durchgeführt.

ACC – Das Overclockingwunder?

Im Vorfeld der SB750 Veröffentlichung wurde viel über ACC und die hierdurch gesteigerten Overclockingergebnisse berichtet. Angeblich sollen 200-300 MHz mehr CPU-Takt möglich sein, ohne höhere Spannungen. Nur durch das Aktiveren von ACC. Nun, das klingt in der Tat sehr verlockend, werfen wir also einen Blick auf die ACC Settings im Bios des Boards.

ACC lässt sich entweder für alle Kerne zusammen oder für jeden Kern einzeln festlegen. Zur Auswahl stehen Werte zwischen -12% und + 12% (jeweils in 2er Schritten). Was genau der Sinn und Zweck der Werte ist, darüber schweigt man sich leider aus. Beginnen wir mit ersten Tests. Unser Ziel – stabile 3.0 GHz (200 MHz Referenztakt, Multi 15) bei 1.3V.

Ohne ACC erwartet uns bereits beim Hochfahren von Vista 64 Bit ein Bluescreen. Nach und nach haben wir die verschiedenen Settings durchprobiert. Die Minuswerte verschlechterten die Stabilität in unserem Falle. Für Overclocking sind sie scheinbar nichts. Besser wurde die Stabilität allerdings mit den „Pluswerten“. Am rundesten erschien uns ein Setting von „+6“ für alle Kerne. Ein wirkliches Wunder verbrachte ACC allerdings auch hier leider nicht. Vista stürzte zwar immerhin nicht mehr beim Hochfahren an, dafür aber nach wenigen Sekunden 3DMark 06.

Der nächste Schritt – Vista 32 Bit. Hier war unser Ziel stabile 3.1 GHz zu erreichen. Ohne ACC gelang dies eingeschränkt, da Windows sporadisch einen Bluescreen ausgeworfen hat. Mit ACC wurde zwar auch hier die Stabilität etwas besser – ein Overclockingwunder ist es allerdings nicht.

Auch die Ergebnisse unserer Undervolting Versuche konnten durch ACC kaum beeinflusst werden (sowohl + als auch – Werte).

Bisher sind die ACC Ergebnisse also eher ernüchternd. Unklar ist allerdings noch, ob dies möglicherweise mit dem Mainboard oder unserem System zusammenhängt. Denkbar ist, dass andere Faktoren limitieren. Mit dem Foxconn A79A-S wartet aber bereits das zweite ACC Mainboard auf uns. In der Hoffnung, dass wir vielleicht mehr Licht ins Dunkle bringen können. Problematisch ist hierbei allerdings auch, dass man sich bei AMD über die genaue Funktion von ACC ausschweigt. Einige Messungen ermöglichten aber zumindest etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

Die Auto und „-„-Einstellungen von ACC schafften es die Leistungsaufnahme unseres Phenom 9850 (2.5 GHz bei 1.3V VCore, hier unter Vista 32 Bit) minimal zu senken. (im Vergleich zum „disabled“ Wert). Gleichzeitig sorgten die „+“ Werte aber für keine Steigerung der Leistungsaufnahme. Die maximalen Einstellungen (-12 und +12) waren allerdings sehr instabil. Bei +12 war ein Betrieb eingeschränkt möglich, bei -12 verweigerte der PC seinen Dienst.

 ASRock AOD790GX/128M

Neben diesen Messungen viel uns ein Phänomen des „+“ Werte von ACC auf. Einige Benchmarks erzeugten mit „+“ Settings durchgängig etwas schlechtere Werte. Denkbar, dass hier interne Timings minimal angehoben werden. Leider sind diese Unterschiede so gering, dass es sich durchaus um Mess(un)genauigkeiten handeln könnte. Wirklich bestätigen, dass Timings verändert werden, können wir daher nicht. Es ist vielmehr im Bereich der Spekulation.

Nun gut, schauen wir wie die Overclockingergebisse im Vergleich zu den anderen Board ausfallen.

    max. stabiler Referenztakt max. erreichter CPU-Takt
    Abit AX78 -K8 285 MHz 2761 MHz -1.35V
    Abit AX78 -K10 235 Mhz 2928 MHz – 1,30V
    ASRock AliveDual-eSATA2 – K8 360 MHz 2751 MHz -1,35V
    ASRock AliveDual-eSATA2 – K10 270 MHz 2913 MHz – 1,30V
    ASRock A780FullDisplayPort – K8 305 Mhz 2860 MHZ – 1.35V
    ASRock A780FullDisplayPort – K10 250 MHz 2700 MHz – 1,30V
    ASRock K10N750SLI-WiFi – K8 291 MHz 2834 MHz – 1.35V
    ASRock K10N750SLI-WiFi – K10 250 MHz 2946 MHz – 1.30V
    ASRock K10N78FullHD-hSLI – K8 320 MHz 2800 MHz – 1.35V
    ASRock K10N78FullHD-hSLI – K10 265 MHz 2850 MHz – 1.30V
    ASRock A770CrossFire – K8 355 MHz 2816 MHz – 1.35V
    ASRock A770CrossFire – K10 260 MHz 2929 MHz – 1.30V
    ASRock AOD790GX/128M – K8 320 MHz 2838 MHz – 1.35V
    ASRock AOD790GX/128M – K10 265 MHz 2929 MHz – 1.30V

Hinweis zu den Übertaktungsergebnissen. Da sich jede Komponente unterschiedlich gut oder schlecht übertakten lässt, dienen die oben angegebenen Werte nur als Richtwerte. Keinesfalls können wir euch garantieren, dass die Taktraten mit jedem Board erreicht werden.

Die Spannungen beziehen sich jeweils auf die im Bios eingestellten Werte! Manche Boards over oder undervolten hier, mehr Infos dazu findet ihr in den entsprechenden Tests der Boards. Der maximale Referenztakt wird ohne Erhöhung der Chipsatzspannung ermittelt.

    Stabilität, Kompatibilität und Alltagserfahrungen

    Support der Rev. G (65nm) K8 CPUs?

    Laut Angabe der CPU-Support-Liste zum Testzeitpunkt

    h1 ASRock AOD790GX/128M SPD Timings richtig erkannt? h1 ASRock AOD790GX/128M
    Support der Phenom (65nm) K10 CPUs?

    Laut Angabe der CPU-Support-Liste zum Testzeitpunkt

    h1 ASRock AOD790GX/128M Taktraten mit Autosettings korrekt? h1 ASRock AOD790GX/128M
    Unterstützung von TDP 125/140W CPUs? h1 ASRock AOD790GX/128M lauffähig mit DDR2 Vollbestückung? h1 ASRock AOD790GX/128M
    Funktioniert Cool and Quite (beim K8 )? h1 ASRock AOD790GX/128M Lässt Speicher sich mit CL4 betreiben? h1 ASRock AOD790GX/128M
    Funktioniert Cool and Quite (beim K10)? h1 ASRock AOD790GX/128M Lässt der Speicher sich bei DDR2 800 mit CR1T betreiben? h2 ASRock AOD790GX/128M
    Funktioniert CnQ mit manuell veränderter Spannung? h3 ASRock AOD790GX/128M S3 (STR) Standby funktioniert? h1 ASRock AOD790GX/128M
    Virtualisierungstechnologie vorhanden/deaktivierbar? h1 ASRock AOD790GX/128M S1 Standby funktioniert? h1 ASRock AOD790GX/128M
    Stabilitätstests bestanden? h1 ASRock AOD790GX/128M PCI/USB Kompatibilitätstest bestanden? h1 ASRock AOD790GX/128M

h1 ASRock AOD790GX/128M -> Funktioniert ohne Einschränkungen, h2 ASRock AOD790GX/128M -> Funktioniert mit Einschränkungen, h3 ASRock AOD790GX/128M -> Funktioniert nicht oder nur schlecht

Im Alltagstest schlägt sich das AOD790GX/128M sehr gut. Ein Betrieb mit CL4 oder Vollbestückung (neben den Patriot Riegeln kamen zwei MDT M924-800-16 Riegel zum Einsatz) war problemlos möglich. Kleinere Probleme gab es aber, wie bereits beim A770CrossFire, mit dem Betrieb des Speichers von 1T bei DDR2 800 in den beiden orange farbigen Speicherslots. Hier zeigte Memtest 2.01 mit vielen Konfigurationen Fehler und zwar sowohl mit K8 als auch K10 CPUs. Im Gegensatz zum A770CrossFire hat sich das Problem aber bereits deutlich verbessert. Die Kombination aus K8 CPU und den Patriot Rigeln zeigt nach über 50 Minuten noch keine Fehler. Mit den MDT Riegeln gab es erst nach ~ 40 Minuten Fehler. Nach eigenen Angaben ist man bei ASRock momentan damit beschäftigt, dass Problem noch weiter in den Griff zu bekommen.

Erwähnen müssen wir an dieser Stelle aber, dass der Betrieb von DDR2 800 bei 1T von AMD nicht offiziell vorgesehen ist. Zudem gibt es in den ersten beiden Speicherslots keine Probleme mit 1T bei DDR2 800. Ein Betrieb bei DDR 2 800 Vollbestückung mit 1T ist in 99% der Fälle nicht möglich, da kaum ein IMC (integrierter Speichercontroller der CPU) dies schafft. Daher sind die Probleme mit 1T in den letzten beiden Slots in der Praxis kaum relevant. Wer 1T nutzen möchte, sollte den Speicher einfach in die ersten beiden Slots stecken.

Ansonsten gab es aber keine Auffälligkeiten. CnQ 1.0 bzw 2.0 funktionierten problemlos, ebenso wie die Virtualisierungstechnologie. Letztere lässt sich allerdings nur mit K8 CPus deaktivieren. Bei K10 CPUs ist sie immer aktiv.

Prinzipiell sind bei dem Board nur Treiber für den GB-Lan Controller und den HD-Audio Codec nötig. Die ATI Southbridgetreiber müssen nicht unbedingt installiert werden. Wie wir aber bereits im GeForce 8200 vs. AMD 780G Artikel festgestellt haben, empfiehlt es sich diese Treiber zu installieren.

cpuz2 ASRock AOD790GX/128M  ASRock AOD790GX/128M

Wie schon das A770CrossFire neigt auch das AOD790GX/128M zum Untertakten. Anstelle von 200 MHz liegt auch hier der Referenztakt bei 199,6 MHz. Da der Referenztakt so etwas wie der „zentrale Taktgeber“ ist, sind natürlich auch CPU-, HT-, Northbridge- und Speichertakt etwas unter dem Soll. Diese Abweichungen sind allerdings nur marginal und kaum weiter tragisch.

Ähnlich dem A770CrossFire ist auch das Verhalten der VCore Spannung beim AOD790GX/128M. Die CPU Spannung ist zwar generell korrekt (1.30V), aber auch hier schwankt die Vcore wider um bis zu 0.04V, allerdings vor allem nach oben. Dazu kommt, dass die Spannung beim Phenom unter Last nochmals um ~ 0.03V ansteigt, was zu kurzzeitigen Peakwerten von bis zu 1.37V führen kann. Dies ist im normalen Alltagsgebrauch nicht weiter tragisch (Schwankungen betragen ~ 5%), einzig im Bereich des Highendoverlcokings könnten diese Spannungen hinderlich sein. Im Cool and Quiet Modus (1.05V) fallen die Schwankungen im Übrigen deutlich geringer aus, auch hier sind es nicht mehr als 5%. Ein Ändern der Vcore Spannung und des Multiplikators war per Crystal CPUID (mit K8 ) problemlos möglich.

Die Vdimm Spannung liegt mit den Auto Einstellungen ebenfalls oberhalb der 1.8V, die laut JEDEC Specs für DDR2 800 CL5 vorgesehen sind. (1.95 waren es mit Bios 1.00 und K10 CPU). Hier empfiehlt es sich im Bios (oder per OC-Tuner) die Spannung manuell auf 1.8V zu stellen (oder je nach Speicher die vom Hersteller vorgegebenen Werte).

Bereits seit einiger Zeit hat ASRock die bekannte Lüftersteuerung der ASRock Betabiosversionen auch endlich in die offiziellen Biosversionen integriert. So lässt sich der Lüfter im Bios nun in 10 Stufen regeln. Geregelt werden allerdings nur 4 Pin CPU-Kühler, der Gehäuselüfteranschluss wird nicht geregelt. Im Bios findet man hierfür 2 Optionen: Target Level und Target Temperature: Unter Target Level wird die gewünschte Lüftergeschwindigkeit festgelegt, unter Target Temperature wird die Temperatur festgelegt ab die der Lüfter hochdreht. Solange die Temperatur der CPU unterhalb der Target Temperature ist, dreht der Lüfter auf dem vorgegebenen Level. Sobald die eingestellte Temperatur (+ eine gewisse Toleranz) überschritten wird, dreht der Lüfter langsam hoch. Sobald die Temperatur wieder unterschritten wird (auch hier gibt es eine gewisse Toleranz) wird der Lüfter, bis auf das eingestellte Level, wieder heruntergeregelt.

Auch eine Regelung per SpeedFan oder dem ASRock OC-Tuner ist möglich. Hier eine kleine Übersicht über die jeweiligen Lüftersteuerungslevel und der daraus resultierenden Drehzahl unseres Cooler Master Hyper TX. Je nach Lüfter können die Ergebnisse natürlich variieren.

    Level Drehzahl (UPM)
    1 n/a
    2 ~420
    3 ~690
    4 ~850
    5 ~1100
    6 ~1284
    7 ~1480
    8 ~1661
    9 ~1765
    10 ~1883

Trotz, im Vergleich zu manch anderen AMD 790GX Mainboards, der recht einfachen Kühlung hatten wir keine Probleme mit den Temperaturen. Natürlich wird der Kühlkörper unter Volllast entsprechend warm. Von Abstürzen oder sonstigen Problemen waren wir aber weit entfernt. Gleiches gilt auch für die Spannungswandler, die ASRock nicht kühlt. Diese werden im Alltagsbetrieb ebenfalls recht warm, was aber nicht zu Problemen führt. Wer seine CPU allerdings Übertakten möchte und mit höheren Spannungen arbeitet (gilt vor allem bei Phenom CPUs!) sollte die Temperatur der Spannungswandler nicht außer acht lassen. Getestet wurden die Temperaturen in einem Standard ATX Case mit zwei 80mm Lüftern in der Front und einem 120mm Lüfter im Heck. Der Coolermaster Hyper TX versorgt zudem auch die PWMs mit Frischluft.

Werfen wir noch kurz einen Blick auf die IRQ-Verteilung. Hier zeigt sich, dass einige IRQs sehr oft belegt werden. Probleme hatten wir allerdings nicht.

 ASRock AOD790GX/128M

    Der zweite PEG Port

    Wie bereits erwähnt unterstützt das Board CrossFire in einer 8x/8x Konfiguration. Mangels zweiter HD 3870 können wir entsprechende Benchmarks leider nicht durchführen. Dafür lässt sich der zweite PEG Port auch abseits von CrossFire nutzen. So haben wir unsere HD 3870 mit einer HD 3470 gepaart. Das Ergebnis ist ein einfaches Multimonitorsystem an dem sich problemlos 4 Monitore (ohne IGP-Einheit) oder gleich 6 Monitore (mit IGP-einheit)anschließen lassen. Das interessante hierbei – es ist nicht nötig auf die 8x/8x Konfiguration umzustellen- Für die zweite Grafikkarte reicht eine PCIe 2.0 Lane aus. So lässt sich die leistungsstarke 3D Grafikkarte im ersten Slot mit vollen 16 Lanes betreiben, während die zweite Grafikkarte für die 2D Darstellung zuständig ist.

    multimoni ASRock AOD790GX/128M

    Über den Nutzen des Sideportspeichers

     ASRock AOD790GX/128M

    sideport2 ASRock AOD790GX/128M

    sideport3 ASRock AOD790GX/128M

    sideport5 ASRock AOD790GX/128M

     ASRock AOD790GX/128M

     ASRock AOD790GX/128M

     ASRock AOD790GX/128M

    sideport4 ASRock AOD790GX/128M

     ASRock AOD790GX/128M

    Bei den Benchmarks, die hauptsächlich CPU und Speicherperformance benötigen, ist der Unterschied zwischen Sideport only, Sideport + Shared Memory und Shared Memory nur sehr gering. Auch die Idle Leistungsaufnahme konnte durch „Sideport only“ nur geringfügig gesenkt werden. Die 3D Benchmarks profitieren hingegen teilweise recht deutlich vom Sideportspeicher. Beim 3DMark 06 beträgt der Peformancegewinn immerhin knappe 10%. Deutlich wird aber auch, dass der Sideportspeicher kaum niedriger getaktet sein dürfte. Taktet dieser nur mit DDR2 800, liegt der Peformancegewinn nur noch im Bereich der Mess(un)genauigkeiten.

    Deutlich leidet die 3D Performance aber unter dem Sideport only Modus. Hier ist der Performanceunterschied teilweise deutlich. Grund hierfür ist vor allem die schwache Anbindung des Sideportspeichers mit nur 16 Bit. Hierdurch sinkt die Speicherbandbreite drastisch.

    Wer aber auf die 3D Performance verzichten kann und das Board in Multimediarechner, Servern o.ä. betreiben möchte, der kann getrost zum Sideport only Modus greifen, wodurch die IGP-Einheit keine Systemspeicher/Bandbreite „klaut“. Lediglich in HTPCs ist vom Sideport only Modus unter Umständen abzuraten. Der Grund: Im Sideport Only Modus stehen nicht mehr alle Deinterlacing Modi zur Verfügung.

     ASRock AOD790GX/128M de uma s ASRock AOD790GX/128M

    Deinterlacing Modi im Sideport only Modus (links) – Deinterlacing im Sideport + UMA Modus (rechts)

    Hybrid Graphics

    Neben dem Sourround View Feature umfasst Hybrid Graphics auch Hybrid CrossFire, den Zusammenschluss aus der integrierten Grafikeinheit und einer dedizierten Grafikkarte. In unserem Test funktionierte Hybrid CrossFire (zusammen mit einer HD 3470) problemlos. So konnte das 3D Mark 06 Ergebnis (zusammen mit den X2 4200+) von 1571 3D Marks auf immerhin 2700 3DMarks gesteigert werden. Allerdings kämpft Hybrid CrossFire in der Praxis noch mit einigen Problemen. Näheres dazu könnt ihr dem passenden Artikel entnehmen.

    HD-Videobeschleunigung

    In unserem Test mit einem 1080p Full HD-Trailer funktionierte die HD-Videobeschleunigung des HD 3300 zusammen mit einer aktuellen Power DVD 7 Version problemlos. Größtes Problem der HD-Videobeschleunigung ist aber nach wie vor, dass ein Player benötigt wird der diese Beschleunigung auch unterstützt. Aktuell sind dies nur Power DVD und Win DVD. Entsprechende Versionen kosten einige zehn Euro zusätzlich. Zudem sollte man beachtet werden, dass wir für diesen Test HD-Trailer verwenden. Mit „echtem“ HD Material von BlueRay und Co. fällt die CPU-Last größer aus, da die verwendeten Kopierschutzmethoden sehr rechenintensiv sind.

    hd sideport s ASRock AOD790GX/128M

    Windows Vista, SB750 und AHCI

    Bereits beim Test des ASRock A780FullDisplayPort sind wir kurz auf das Thema SB700, Windows Vista und AHCI eingegangen. Auch mit der SB750 konnten wir nun keine Probleme feststellen. Wir haben Windows Vista x64, ohne einbinden von Treibern, über ein IDE Laufwerk ohne Probleme direkt auf unserer SATA2 Platte, die sch im AHCI Modus befand installiert.

    Linuxbetrieb

    Unseren kurzen Test mit der aktuellen Ubuntu 8.04.1 Live CD hat das Board problemlos bestanden. IDE und SATA (AHCI) Laufwerke wurden problemlos erkannt und funktionierten ordnungsgemäß. Gleiches gilt auch für den Sound, USB 2.0 und den Netzwerkadapter.

    ASRock OC-Tuner Software

    Auch das AOD790GX/128M unterstützt die ASRock Oc-Tuner Software.

     ASRock AOD790GX/128M oc2 s ASRock AOD790GX/128M oc3 s ASRock AOD790GX/128M oc4 s ASRock AOD790GX/128M

    Mit der neuen Version von ASRock OC-Tunser Software lässt sich nun auch der HT-Multiplikator ändern. In der Version 1.64 war diese Option allerdings noch fehlerhaft. Uns liegt aber bereits eine neue Version vor, bei der dies problemlos funktioniert. Diese neue Version sollte in kürze erhältlich sein. Nach wie vor vermissen wir aber einen „default“ Button. Zudem ersetzt der OC-Tuner noch immer nicht die AMD Overdrive Software, auf die wir ebenfalls noch einen kurzen Blick werfen möchten.

    aod s ASRock AOD790GX/128M

    AMD Overdrive (hier Version 2.1.4) ist im Umfang deutlich mächtiger als ASRocks OC-Tuner Software. So lässt sich der CPU-Multiplikator auch pro Kern festlegen, zudem bietet AOD auch Möglichkeiten die Speicherparameter zu justieren.

    ASRock IES-Stromspartechnologie

    Die IES (Intelligent Energy Saver) Stromspartechnologie basiert auf AMDs PSI Spezifikationen (PSI – Power State Indicator). Im Idle Zustand deaktiviert die IES Software zwei der vier Spannungswandlerphasen der CPU. Die Spannungen und/oder Taktraten werden nicht mehr weiter abgesenkt, dies übernimmt bereits Cool and Quiet. Mit AM2 CPU ist IES nicht nutzbar und wird es vermutlich auch in der Zukunft nicht nutzbar sein. Der Grund ist hier wohl die fehlende Unterstützung von PSI bei den AM2 CPUs.

    Werfen wir mal einen Blick auf die IES Software

      ies volllast s ASRock AOD790GX/128M ies idle s ASRock AOD790GX/128M
      IES im Idle und Volllast Zustand.

    Die Software ist sehr schlicht und einfach gehalten. Über den großen grünen Button lässt sich IES de/aktivieren. Darüber werden die aktiven Phasen angezeigt. Auf die Angaben zur Leistungsaufnahme der CPU sollte man keine Rücksicht nehmen. Wir wissen nicht wie die Werte zustande kommen, der Realität entsprechen sie aber offenbar nicht!

    Bereits in vorangegangenen Test entsprechender Mainboards (K10N750SLI-WiFi, K10N78FullHD-hSLI, A770CrossFire) sind wir näher auf die Einsparungen durch IES eingegangen. Bei den beiden nVidia Mainboards brachte IES lediglich Einsparungen im Bereich von einem Watt. Bei der AMD Platine brachte es immerhin zwei Watt. Beim AOD790GX/128M sind wir nun wieder auf dem Niveau der nVidia Platinen – Einsparung 1 Watt. Auf die genauen Details, der geringen Einsparungsmöglichkeiten sind wir bereits im Test des K10N750SLI-WiFi eingegangen, weshalb wir sie hier nicht mehr wiederholen möchten.

    Abzuwarten bleibt natürlich, ob weitere Entwicklungen von IES möglicherweise höhere Einsparungen ermöglichen. Wir würden uns zudem einige weitere Weiterentwicklungen für IES wünschen:

    1) Abschalten der Phasen per Hardwaresteuerung, so dass keine Software nötig ist und IES mit jedem Betriebssystem funktioniert.

    2) Verschiedene Profile für IES, um beispielsweise ein Hochtakten der CPU während des Surfens zu verhindern.

      RightMark Audio Test 6.0.6

      Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB +1.13, -0.29 Average
      Noise level, dB (A) -88.5 Good
      Dynamic range, dB (A) 88.5 Good
      THD, % 0.0028 Excellent
      THD + Noise, dB (A) -80.6 Good
      IMD + Noise, % 0.091 Good
      Stereo crosstalk, dB -88.5 Excellent
      IMD at 10 kHz, % 0.013 Very good
      General performance Very good

    Die Gesamtperformance des Onboardsounds ist insgesamt sehr gut, laut dem Rightmarkt Audio 6.0.6. Auffälligkeiten gab es hier nicht.

    Everest Ultimate 4.50

      • Hersteller: Lavalys
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      • Typ: Synthetischer Benchmark
      • Beschreibung: Einfacher Test mit Standardsettings – Durchschnitsswerte aus 3 Messungen (bei Speicherbenchmarks)

     ASRock AOD790GX/128M

     ASRock AOD790GX/128M

     ASRock AOD790GX/128M

    ever disk2 ASRock AOD790GX/128M

    ever disk3 ASRock AOD790GX/128M

     ASRock AOD790GX/128M

    In Sachen USB-Performance muss das Board mal wieder Federn lassen. Hier machen sich die Probleme mit der ATI SB750 und Vista SP1 bemerkbar. Ein erster Hotfix ist mittlerweile verfügbar, hilft in unserem Falle aber nicht.

    Cinebench R10

      • Hersteller: Maxon
      • Herstellerseite
      • Typ: Synthetischer Rendering-Benchmark auf Basis der Cinema 4D-Engine
      • Beschreibung: Einmaliger Durchlauf der 64 Bit Version auf Standardsettings

     ASRock AOD790GX/128M

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    Futuremark PCMark Vanatge

      • Hersteller: Futuremark
      • Herstellerseite
      • Typ: Synthetischer Systembenchmark
      • Beschreibung: Einmaliger Durchlauf der 64 Bit Version auf Standardsettings

     ASRock AOD790GX/128M

    *PcMark Vantage konnten wir zusammen mit den neuen Catalysttreibern leider nicht zum funktionieren bewegen., da der Benchmark sich beim Sammeln der Systeminformationen grundsätzlich aufhängt.

    Futuremark PCMark 05

      • Hersteller: Futuremark
      • Herstellerseite
      • Typ: Synthetischer Systembenchmark
      • Beschreibung: Einmaliger Durchlauf auf Standardsettings

     ASRock AOD790GX/128M

    WinRar

      • Hersteller: Rarlab
      • Download
      • Typ: Packsoftware
      • Beschreibung: Test mit dem integrierten Benchmark (Multithreaded)
      • MultiCore optimiert: Ja

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    k8 winrar ASRock AOD790GX/128M

    TMPEGEnc mit DivX 6.8

      • Hersteller: Pegasys/TMPGInc.
      • Download
      • Typ: Videoencoder
      • Beschreibung: Wir haben die HD1920 AVI-Version (AVI, MPEG4 / AC3 5.1 Surround) des Elephants Dream Videos genutzt und es mittels TMPEGEnc in ein DivX Video umgewandelt. Die Bitrate lag bei 3000 kBit/s, der Sound bei 192 kBit/s.

    tmpg ASRock AOD790GX/128M

    Itunes

      • Hersteller: Apple
      • Download
      • Typ: Musicplayer/encoder
      • Beschreibung: Wir haben eine ~45 Minuten lange Wav Datei mittels Itunes in das AAC-Format (320 kBit/s) umgewandelt.

     ASRock AOD790GX/128M

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    k8 itunes ASRock AOD790GX/128M

    POV-Ray 3.7 Beta 24

      • Hersteller: Persistence of Vision
      • Herstellerseite
      • Typ: Raytracing Benchmark
      • Beschreibung: Durchlauf unter Standardsettings

     ASRock AOD790GX/128M

    Vimark

      • Hersteller: River Past
      • Herstellerseite
      • Typ: Videoencoding Benchmark
      • Beschreibung: Durchlauf unter Standardsettings

     ASRock AOD790GX/128M

    Super Pi 1.5 XS-Mod

      • Hersteller: XS
      • Herstellerseite
      • Typ: Synthetischer Benchmark
      • Beschreibung: Durchlauf der 1MB und 4MB Version

     ASRock AOD790GX/128M

    sp4 ASRock AOD790GX/128M

    k8sp1 ASRock AOD790GX/128M

    CPULast Netzwerkverkehr

      • Beschreibung: Verschieben einer ~ 4.5 GB großen Datei übers Netzwerk. Angaben entsprechen dem Durchschnittswert

    netz ASRock AOD790GX/128M

    Futuremark 3DMark 06

      • Hersteller: Futuremark
      • Herstellerseite
      • Typ: Synthetischer 3D Benchmark
      • Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

     ASRock AOD790GX/128M

     ASRock AOD790GX/128M

    k8 3d06 ASRock AOD790GX/128M

    Futuremark 3DMark 05

      • Hersteller: Futuremark
      • Herstellerseite
      • Typ: Synthetischer 3D Benchmark
      • Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

     ASRock AOD790GX/128M

    Company of Heroes -Opposing Fronts

      • Hersteller: THQ
      • Herstellerseite
      • Typ: Game
      • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 20 sekündige Spielszene in der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

       ASRock AOD790GX/128M

      Fear – Perseus Mandate

        • Hersteller: Monolith
        • Herstellerseite
        • Typ: Game
        • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

       ASRock AOD790GX/128M

      Call of Duty 4

        • Hersteller: Infinity Ward
        • Herstellerseite
        • Typ: Game
        • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Szene direkt zum Beginn der Demoversion. Die Angaben entsprechen dem Mittelwert aus 5 Messungen.

      cod4 ASRock AOD790GX/128M

      Leistungsaufnahme

      Beschreibung: Die Idle Leistungsaufnahme entspricht der Leistungsaufnahme auf dem Desktop ohne Belastung. Gemessen wurde mit dem „Voltcraft Energy Check 3000“. Die Messungenauigkeit des Gerätes liegt bei +/- 1%.

       ASRock AOD790GX/128M

      l prime ASRock AOD790GX/128M

       ASRock AOD790GX/128M

       ASRock AOD790GX/128M

       ASRock AOD790GX/128M

      l k8i ASRock AOD790GX/128M

      l k8 prime ASRock AOD790GX/128M

      Hinweis zur Leistungsaufnahme. Die Messungen des AOD790GX/128M sind mit deaktiviertem ACC entstanden. Mit aktiviertem ACC ist die Leistungsaufnahme unter Last mit dem Phenom etwas geringer (näheres dazu weiter oben)

      Fazit

      Bevor es zum endgültigen Fazit geht, möchte wir die wichtigen Dinge noch mal Revue passieren lassen.

      Beginnen wir mit dem Layout. Hier hat ASRock im Vergleich zu älteren Boards nachgebessert, gerade die Position des ATX Stromsteckers ist deutlich besser als bei anderen Platinen von ASRock. Auch sonst ist das Layout der Platine gut und problemlos. Einziges Manko ist der shared eSATA2 Anschluss. Möchte man diesen nutzen, muss man ein SATA Kabel über die halbe Platine verlegen. Die Ausstattung der Platine ist ebenfalls sehr gut, einzig mehr Lüfteranschlüsse wären wünschenswert.

      Auch an der Performance gibt es nicht viel auszusetzen. Diese ist durchweg auf dem üblichen Niveau der AM2+ Platinen. Einziges Manko ist nach wie vor die USB Performance unter Vista SP1. Hier gibt es zwar einen ersten Hotfix, wirklich Besserung hat er allerdings nicht gebracht. Positiv ist auch der Stromverbrauch. Die Platine gehört zwar nicht zu den aller sparsamsten, schlägt sich aber in allen Disziplinen recht ordentlich.

      Beim Bios bietet ASRock die wichtigsten Einstellungen zum Übertakten des Systems. Der Regelbereich der Spannungen ist mehr als ausreichend. Auch die Overclockingergbnisse sind sehr ordentlich, der Nutzen von ACC war in unserem Test allerdings nicht wirklich groß. Für maximale Overclockingergebnisse gibt es allerdings ein Problem, die Stabilität der VCore Spannung. Wenn das System extrem am Limit operiert (in Sachen Takt), kann es durch die Schwankungen durchaus Probleme geben.

      Auch im Alltagsbetrieb machte das Board einen guten Eindruck, lediglich die Probleme mit 1T in den beiden letzten Speicherslots fielen hier etwas negativ auf. In der Praxis ist das Problem allerdings kaum relevant. Obwohl das Board mit dem Release Bios (1.00) getestet wurde, machte das Board einen sehr ausgereiften Eindruck. Kinderkrankheiten etc. konnten wir nicht feststellen. Das ist leider bei weitem nicht bei allen Mainboards so. Interessant fanden wir vor allem die Sideport only Funktion. Wer auf maximale Grafikleistung verzichten kann, bekommt so direkt eine Grafikkarte mitgeliefert, die für alle Lebenslagen ausreicht – ohne die üblichen Problem der integrierten Grafikeinheiten.

      Um es auf den Punkt zu bringen, mit dem AOD790GX/128M hat ASRock eine interessante AMD 790GX Platine im Angebot, die vor allem durch ihren guten Gesamteindruck sowie einem attraktiven Preis punkten kann. Einzig, wer nach dem letzten MHz hechelt, der sollte zu einem der höherpreisigen AMD 790GX Boards greifen.

      Aufgrund dieses (beinahe) rundum sorglos Paketes verleihen wir der Platine, seit langem mal wieder, den PcTreiber.Net Gold Award.

       ASRock AOD790GX/128M

      Einige Worte zum AMD 790GX Chipsatz

      Da ist er endlich, der lang ersehnte AMD 790GX Chipsatz. Aber was soll man von dem Chip nun wirklich halten? Wirklich Neues gibt es schließlich nicht. Durch die Taktsteigerung der IGP-Einheit kann die Performance etwas gesteigert werden, von etwa 15xx 3DMarks 06 auf 18xx 3D Marks. Der Sideportspeicher sorgt nochmals für einen zusätzlichen Geschwindigkeitsschub, der erstmals die 2000 Punkte Marke knackt. Für eine IGP Einheit sicherlich nicht schlecht. Aber dennoch, so richtig etwas Neues gibt es nichts. Vielmehr hat AMD vorhandenes genommen und an einigen Ecken und Enden verbessert. Positiv ist vor allem, dass (durch den höheren Preis) auch die Platinen zum Großteil deutlich attraktiver ausgestattet und hochwertiger verarbeitet sind. Der AMD 790GX ist (im Vergleich zum 780G) einfach kein typischer OEM Chipsatz mehr. Doch auch Abseits der „IGP-Liga“ kann der Chipsatz gefallen. Mit den neuen 790FX Boards mit SB750 gehören die AMD 790GX Platinen momentan wohl zu den interessantesten Lösungen für AMD Systeme.

      Noch nicht so wirklich überzeugen konnte uns aber die SB750 bzw. vor allem ACC. Die Overclockingergebnisse konnten kaum verbessert werden. Mal abwarten, ob sich unser Ersteindruck mit dem nächsten SB750 Board noch ändern wird.

      AMD 780G vs. AMD 790GX

      Für ein einfaches Office oder Multimediasystem reicht die Performance des AMD 780G Chipsatz bereits aus. Der AMD 790GX lohnt hier nur, wenn man wirklich maximale Performance möchte, oder auf den Sideportspeicher wert legt. Diesen gibt es zwar auch bei den 780G Platinen vereinzelt, entsprechende Platinen sind aber (leider) oft schwer zu bekommen.

      Kommentieren könnt ihr den Artikel bei uns im Forum. Bei Fragen oder Probleme mit dem Board, werft doch direkt einen Blick in das passende Unterforum.

        Positiv Negativ
        passiv gekühlt VDimm Spannung bei Autosettings zu hoch
        Gutes Bios USB Performance mit Vista SP1
        Preis/Leistung Schwankungen der VCore Spannung
        Ausstatung bis auf… ….Anzahl Lüfteranschlüssen/ shared eSATA2
        gute IGP-Einheit (inkl. Sideportspeicher)
        guter Onboardsound
        Layout

      Zum Hersteller

      Aktueller Preis

      Tester und Autor: ASRock_User

      Layout: ASRock_USer

      Benchmarktabellen: ASRock_USer

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