AMD Phenom

AMD Phenom

Eine Aufrüstoption für AMDs AM2 Platinen?

 AMD Phenom

Update am 30.3.2008: Abschnitt AM2 vs. AM2+ im Fazit hinzugefügt

Seit dem offiziellen Launch der Spiderplattform, mit der AMD auch den Phenom vorgestellt hat, sind nun gute 2 1/2 Monate vergangen. Eine Vorstellung, die damals mächtig missglückt war, denn so wurde erst kurz vorher bekannt, dass die Phenom CPUs wohl mit einem Bug zu kämpfen haben, und das vermeitliche Topmodell mit 2.4 GHz, der Phenom 9700, gestrichen wurde. Auch unabhängige Tests gab es zum Launch kaum, da AMD keine Pressesamples herausgegeben hat. Stattdessen lud man zu einem Launchevent in Warschau, von dem es zwar einige Benchmarks gab, von unabhängigen Tests lässt sich hier aber kaum sprechen.

Mittlerweile hat sich das Bild glücklicherweise geändert und es finden sich einige unabhängige Tests des Phenoms im Internet. Erwähnenswert ist wohl vor allem der deutsche Test bei den Kollegen von P3D, sowie der englischsprachige Test bei Lost Circuits. Beide Reviews haben eines gemeinsam: Der Phenom wurde auf AM2+ Platinen mit DDR2 1066 gegen verschiedene Intel und AMD CPUs getestet. Einer Frage wurde bisher allerdings nur bedingt nachgegangen. Lohnt ein Phenom auch als Upgradeoption für AM2 Platinen?

Bereits vor dem Launch der Phenom CPUs war klar, dass der K10 auch auf den AM2 Platinen laufen soll, entsprechendes Biosupdate vorausgesetzt. Allerdings lassen sich die AM2+ Features wie HT 3.0 und (bis auf Ausnahmen) Spilt Power Planes auf den AM2 Boards nicht nutzen. Lohnt der Phenom dennoch als Upgradeoption für die AM2 Platinen? Wie schlagen sich AMDs neue QuadCore gegen die „alten“ DualCores?

Testsystem

  • Gigabyte GA-M56S-S3 Bios F4b
  • 2x Patriot PDC22G6400LLK DDR2 800 + 2x MDT DDR2 800
    • @ DDR2 800 CL 5-5-5-18-CR2
    • Beim Phenom im Ganged Modus
    • Beim K8 „normaler“ DualChannel Modus
  • Seagate ST3250410AS (250 GB)
  • ASUS AMD ATI Radeon HD 3870 512MB
  • Enermax Liberty 500W

Verwendete Treiber

  • Windows Vista 64 Bit
  • AMD Catalyst 7.12
  • nVidia nForce Treiber 15.01
  • Realtek HD Audio Treiber R1.84

Verwendete CPUs

  • AMD Phenom 9500 (4 Kerne, 2,2 GHz, 4x 512 KB L2 Cache, 2 MB L3 Cache, NB-Tak 1800 MHz -65nm)
  • AMD Phenom 9100e (4 Kerne, 1,8 GHz, 4x 512 KB L2 Cache, 2 MB L3 Cache, NB-Tak 1800 MHz -65nm)
    • Simuliert durch heruntertakten des Phenom 9500 auf 9×200.
  • AMD Phenom 9700 (4 Kerne, 2,4 GHz, 4x 512 KB L2 Cache, 2 MB L3 Cache, NB-Tak 1920 MHz -65nm)
    • Simuliert durch übertakten des Phenoms 9500 auf 10×240 MHz.
  • AMD Athlon 64 X2 6000+EE (2 Kerne, 3,0 GHz, 2x 1MB L2 Cache, F3 Stepping -90nm)
  • AMD Athlon 64 X2 4200+ (2 Kerne, 2,2 GHz, 2x 512kb L2 Cache, F3 Stepping -90nm)

Durch herunter- bzw übertakten unseres Phenom 9500 haben wir die kommenden Produkte, den kleinen Phenom 9100e sowie den großen Phenom 9700 simuliert. Hierbei sollte aber beachtet werden, dass es sich um reine Simulationen handelt. Die Performance der finalen Produkte kann sich durchaus von der hier simulierten Performance unterscheiden. Der Speichertakt bei den Phenom CPUs lag grundsätzlich bei 800 MHz (auch beim 9700, da der Speicherteiler auf DDR2 667 heruntergesetzt wurde – Mit der Übertaktung wurde so wieder DDR2 800 erreicht.) Die Probleme mit dem Speichertakt, die es noch beim K8 gab, sind mit dem K10 Geschichte. Der Northbridgetakt liegt beim Phenom 9700 allerdings etwas unter dem finalen Wert von vermutlich 2 GHz.

Bei den beiden K8 CPUs ist der Speichertakt unterschiedlich. Während der Takt beim X2 6000+ bei 375 MHz lag (DDR2 750), lag der Takt beim X2 4200+ bei 366 MHz (DDR2 732).

Doch wir wollen direkt zu den Benchmarks springen, bevor wir den Phenom im Fazit schließlich ausführlich analysieren.

Benchmarks

Everest Ultimate 4.20

  • Hersteller: Lavalys
  • Download
  • Typ: Synthetischer CPU-Benchmark
  • Beschreibung: Einfacher Test mit Standardsettings
  • MultiCore optimiert: Ja

 AMD Phenom

e zlib AMD Phenom

 AMD Phenom

e fpu AMD Phenom

e aes AMD Phenom

Cinebench R10

  • Hersteller: Maxon
  • Herstellerseite
  • Typ: Synthetischer Rendering-Benchmark auf Basis der Cinema 4D-Engine
  • Beschreibung: Einmaliger Durchlauf der 64 Bit Version auf Standardsettings
  • MultiCore optimiert: Ja

 AMD Phenom

 AMD Phenom

cine multi AMD Phenom

 AMD Phenom

    Futuremark PCMark Vanatge

    • Hersteller: Futuremark
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer Systembenchmark
    • Beschreibung: Einmaliger Durchlauf der 64 Bit Version auf Standardsettings
    • MultiCore optimiert: Ja

    vantage AMD Phenom

    WinRar

    • Hersteller: Rarlab
    • Download
    • Typ: Packsoftware
    • Beschreibung: Test mit dem integrierten Benchmark (Multithreaded)
    • MultiCore optimiert: Ja

     AMD Phenom

    TMPEGEnc mit DivX 6.8

    • Hersteller: Pegasys/TMPGInc.
    • Download
    • Typ: Videoencoder
    • Beschreibung: Wir haben die HD1920 AVI-Version (AVI, MPEG4 / AC3 5.1 Surround) des Elephants Dream Videos genutzt und es mittels TMPEGEnc in ein DivX Video umgewandelt. Die Bitrate lag bei 3000 kBit/s., der Sound bei 192 kBit/s.
    • MultiCore optimiert: Ja

     AMD Phenom

    Itunes

    • Hersteller: Apple
    • Download
    • Typ: Musicplayer/encoder
    • Beschreibung: Wir haben eine ~45 Minuten lange Wav Datei mittels Itunes in das AAC-Format (192 kBit/s) umgewandelt.
    • MultiCore optimiert: Nein

     AMD Phenom

    Futuremark 3DMark 06

    • Hersteller: Futuremark
    • Herstellerseite
    • Typ: Synthetischer 3D Benchmark
    • Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

     AMD Phenom

    3d06sm2 AMD Phenom

    3d06sm3 AMD Phenom

    3d06cpu AMD Phenom

      Call of Duty 4

      • Hersteller: Infinity Ward
      • Herstellerseite
      • Typ: Game
      • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Szene direkt zum Beginn der Demoversion. Die Angaben entsprechen dem Mittelwert aus 5 Messungen.

       AMD Phenom

       AMD Phenom

      Call of Juarez

      • Hersteller: Techland
      • Herstellerseite
      • Typ: Game
      • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Szene der Demoversion. Die Angaben entsprechen dem Mittelwert aus 5 Messungen.

       AMD Phenom

       AMD Phenom

      Colin McRae Dirt

      • Hersteller: Codemasters
      • Herstellerseite
      • Typ: Game
      • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Startszene der Demoversion auf dem Avelsbachring. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

         AMD Phenom

         AMD Phenom

        Company of Heroes -Opposing Fronts

        • Hersteller: THQ
        • Herstellerseite
        • Typ: Game
        • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündigeSpielszene Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

         AMD Phenom

         AMD Phenom

        Fear – Perseus Mandate

        • Hersteller: Monolith
        • Herstellerseite
        • Typ: Game
        • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

           AMD Phenom

           AMD Phenom

          Need for Speed – Pro Street

          • Hersteller: EA Games
          • Herstellerseite
          • Typ: Game
          • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

           AMD Phenom

           AMD Phenom

          Timeshift

          • Hersteller: Sierra
          • Herstellerseite
          • Typ: Game
          • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

            timeshift1 AMD Phenom

             AMD Phenom

            Unreal Tournament 3

            • Hersteller: Digital Extremes
            • Herstellerseite
            • Typ: Game
            • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS, der UT 3 Beta Demo und dem UT-Bench Tool die Map „dm_Shangri La_bot“

             AMD Phenom

             AMD Phenom

                  Leistungsaufnahme

                • Beschreibung: Die Idle Leistungsaufnahme entspricht der Leistungsaufnahme auf dem Desktop ohne Belastung. Die Leistungsaufnahme unter Vollast wurde per Super Pi simuliert. Bei den DualCore wurden 2 Super Pi Instanzen gleichzeitig gestartet, bei den QuadCore gleich 4 Instanzen, so dasss die CPU maximal ausgelastet war. Gemessen wurde mit dem „Voltcraft Energy Check 3000“. Die Messungenauigkeit des Gerätes liegt bei +/- 1%.

                 AMD Phenom

                  • Leider senkt das Gigabyte GA-M56S-S3 die Spannung des Phenom im Idle Modus nicht ab (den Takt hingegen schon), aus diesem Grunde haben wir einen Test durchgeführt, in dem die Spannung fest auf 1.1Vgesetzt wurd

                 AMD Phenom

                Insgesamt zeigt sich, dass die Leistungsaufnahme des Phenoms sowohl unter Volllast als auch unter Idle höher als bei den X2 90nm CPUs ausfällt. Gleichzeitig steigt bei Multicoreanwendungen die Performance aber deutlich an, sodass das Performance pro Watt Verhältnis (unter Last) verbessert werden konnte.

                Fazit

                Eine Frage der Kompatibilität!

                Erst kürzlich machte ein Test von THG die Runde, in dem die schlechte Phenom Kompatibilität der AM2+ CPUs bemängelt wurde. Der Umfang der „Erhebung“ ist mit 10 Boards, von denen einige schon älter sind und sich zudem einige pre-production Samples im Testfeld befinden, allerdings viel zu gering um das Ergebnis auf alle Sockel AM2 Platinen beziehen zu können. Aber keine Frage, die Phenom Kompatibilität der Sockel AM2 Boards lässt teilweise zu wünschen übrig. Während ASRock, ASUS und Gigabyte viele Mainboards für den Phenom freigegeben haben, glänzen andere Hersteller eher durch mangelnden Support. Sapphire möchte bspw. für keines der AM2 Boards für den Phenom freigeben. Doch selbst bei AM2 Platinen, die für den Phenom freigegeben sind, gibt es leider immer wieder einige Berichte über Probleme/Instabilitäten etc. Aus diesem Grunde sollte vor dem Kauf überprüft werden, ob das AM2 Board, das mit dem Phenom versehen werden soll, kompatibel mit den Phenom CPUs ist. An dieser Stelle möchten wir euch auf unsere ASRock Phenom Support Liste, sowie die umfangreiche Phenom Support Liste bei unseren Kollegen von Planet3DNow, hinweisen.

                Und der TLB Bug….

                Heute kann man wohl kaum zwei Sätze über die AMD Phenom CPUs verlieren, ohne auch das Schlagwort „TLB-Bug“ zu erwähnen. Auf die technischen Details des TLB-Bugs aka Erratum 298 wurde mittlerweile bereits genug eingegangen. Auch wenn die genauen Umstände noch immer viele Rätsel aufweisen, möchten wir hier auf die technischen Details nicht mehr weiter eingehen. Doch eins ist klar, in der Praxis scheint der TLB Bug kaum eine Relevanz zu haben. Während unserer gesamten Testdauer konnten wir (ohne TLB-Bug Patch!) keine Stabilitätsprobleme mit dem Phenom feststellen und hier sind wir nicht alleine. Bis heute [Stand 27.1.2008] ist uns kein Bericht über das Auftreten des TLB Bugs in der Praxis bekannt, dennoch ist der Bug eine große Unbekannte. Ein größeres Problem als der Bug selber, ist wohl der entsprechende Biospatch. Wie ihr in unseren Benchmarks gesehen habt, nimmt die Leistung des Phenoms mit dem „TLB-Bug Bios Patch“ teilweiße drastisch ab. AMD sieht die Implementierung des Patch im Bios vor und leider bieten nicht alle Hersteller eine Möglichkeit an, diesen Patch im Bios zu deaktivieren.

                Es gibt zwar Möglichkeiten, dies mit Hilfe von Crystal CPUID oder dem AMD Overdrive Tool zu tun, beide Varianten sind allerdings nicht optimal, wobei letztere nur mit Mainboards auf Basis des AMD 700 Chipsatz funktioniert. Unter Linux sieht es hier etwas besser aus, da es dort einen Softwarepatch gibt, der kaum Performance kostet.

                Nach Betrachtung der Benchmarks sollte aber klar sein, dass ein Phenom mit dem „TLB-Bug Bios Patch“ kaum Sinn macht. Wer sich einen Phenom im B2 Stepping kaufen möchte, der muss sich wohl für den TLB-Bug oder die Linuxlösung entscheiden. Dies schränkt die Auswahl der AM2 Boards für den Phenom leider weiter ein und man sollte darauf achten, dass man ein Board wählt, bei dem sich der Patch am besten im Bios deaktivieren lässt, oder man wartet mit dem Kauf auf die Phenom CPUs im B3 Stepping, bei denen der TLB-Bug gefixt sein soll.

                …. der Sinn von Quadcore CPUs?

                Auch eins sollte im Bezug auf die Benchmarks klar geworden sein: Es gibt aktuell nur wenige Programme, die von QuadCore CPUs wirklich profitieren. Sicherlich hat eine QuadCore CPUs den Vorteil, dass sich theoretisch mehrere rechenintensive Anwendungen gleichzeitig nutzen lassen. Wer sich nun aber einen QuadCore kauft, in der Hoffnung, den einen Kern Videos encoden zu lassen, den zweiten Kern zur Audiobearbeitung zu nutzen und mit Kern drei und vier zu spielen, der könnte in der Praxis schnell enttäuscht sein. Der Grund: Bevor die CPU limitiert, wird in solchen Fällen oft eher die Festplatte limitieren. In solchen Systemen ist eine ausgewogene Systemzusammenstellung deswegen Pflicht.

                Ein paar Worte zur Performance

                Unsere Benchmarks zeigen ganz deutlich, dass der Phenom auf AM2 Systemen (mit DDR2 800) teilweise für einen deutlichen Performanceschub sorgen kann, allerdings nur, wenn entsprechende Anwendungen von QuadCore CPUs profitieren. In Spielen performt der mit 2.2 GHz getaktete Phenom 9500 zwar oftmals deutlich besser als der X2 4200+ mit 2.2 GHz, der preislich etwas günstigere X2 6000+ mit 3 GHz schlägt den Phnom 9500 in Spielen aber oftmals ebenso deutlich. Interessant ist hingegen, wie deutlich die Performance des Phenoms zulegen kann, sobald ihm mehr Takt zur Verfügung steht. So schlägt der von uns simulierte Phenom 9700 (2.4 GHz) den X2 6000+ (3 GHz) des Öfteren.

                Auch der von uns simulierte Phenom 9100e mit 1.8 GHz Takt schlägt sich teilweiße sehr gut, doch gerade in Anwendungen, die von mehreren Kernen nicht profitieren, fehlt es dem kleinstem QuadCore einfach an Takt!

                Sockel AM2 vs. Sockel AM2+

                Ist es überhaupt eine gute Idee, die Sockel AM2+ CPUs auf einem Sockel AM2 Mainboard zu betreiben? Wir denken generell JA! Beim Test des Abit AX78 konnten wir feststellen, dass der Phenom auf einer echten AM2+ Platien kaum langsamer ist als auf einem Sockel AM2 Mainboard. Dies verwundert auch kaum, da die Bandbreite des HyperTransport Bus nur selten limitiert und auch PCIe 2.0 bringt aktuell kaum Performancevorteile. Die einzigen wirklichen Unterschiede zwischen den Sockel AM2 und den Sockel AM2+ Platinen ist die fehlende Unterstützung von DDR2 1066 und CnQ 2.0.

                Ersteres ist nur relevant, wenn man wirklich DDR2 1066 Speicher zur Verfügung hat. Wirklich ärgerlich ist aber die fehlende Unterstützung von CnQ 2.0 (Single Power Plane Mainboard). Durch die fehlende CnQ 2.0 Unterstützung wird die Spannung des Phenoms unter Vollast nicht gesenkt, zudem kann auch der Northbridgetakt leider nicht angepasst werden. In der Praxis führt dies zu einem etwas höherem Stromverbrauch unter Idle (wie bereits beim GA-M56S-S3 festgestellt).

                Festhalten lässt sich also, wer eine gute AM2 Platine mit Phenomunterstützung hat, der muss sich nicht zwangsläufig eine AM2+ Platine kaufen. Zumindest solange der Wegfall von CnQ 2.0 und die mangelnde DDR2 1066 Unterstützung zu verschmerzen ist.

                Phenom – Eine Kaufempfehlung?

                Aktuell eine generelle Kaufempfehlung für den Phnom auszusprechen fällt schwer. Dies liegt allerdings eher weniger an der Leistung des Phenoms, sondern eher an den sonstigen Umständen. Als erstes wäre auch hier wohl wieder der TLB-Bug zu nennen, auf dessen Folgen wir bereits oben eingegangen sind. Zudem unterstützen aktuell leider bei weitem noch immer nicht alle Sockel AM2 Mainboards den Phenom. Die Boards die den Phenom unterstützen machen zudem teilweiße leider einige Probleme. Unser Gigabyte GA-M56S-S3 lief mit dem Phenom stabil, leider wurde die Spannung unter CnQ aber nicht herabgesenkt. Auch beim AliveDual-eSATA2 tritt diese Schwierigkeit auf.

                Wir empfehlen daher am besten auf das B3 Stepping des Phenoms zu warten. Bis dahin könnte auch die gesamte Plattform deutlich ausgereifter sein. Wer sich aber vor ein wenig Abenteuer nicht scheut und entsprechende Hardwarekenntnisse mit sich bringt, um die aktuellen Probleme entsprechend bewältigen zu können, der kann dem Phenom auch heute seinem AM2 System schon ein deutliches Performanceplus einhauchen, vorausgesetzt man setzt auf Anwendungen die von QuadCore profitieren. Für Gamer lohnen sich AMDs schnelle DualCores aktuell oftmals eher als die QuadCores.

                Das abschließende Fazit

                Der Phenom kann AM2 Systeme durchaus zu einem deutlichen Performancesprung verhelfen. Es fehlen zwar Features wie HT 3.0 und oftmals Split Power Planes, in der Praxis macht sich das allerdings nicht wirklich negativ bemerkbar. Gerade für Leute, die einem Mainboardwechsel und einer vermutlichen Windowsneuinstallation aus dem Weg gehen möchten, kann die AM2 Upgradeoption „Phenom“ durchaus interessant sein, sofern das AM2 Mainboard den Phenom unterstützt. Aktuell gibt es aber leider noch viele „kleine Mankos“ und auch die Geschichte mit dem TLB-Bug und dem performancefressenden Biospatchs sorgt nicht gerade für „standing ovations“, jedoch ist abschließend zu sagen, dass im Phenom enormes Potential steckt, das aber wohl erst mit dem B3 Stepping und insbesondere mit den höher getakteten Phenommodellen wirklich ersichtlich werden wird.

                Diesen Artikel im Forum diskutieren

                Aktueller Preis der Phenom Modelle

                Nach oben scrollen