CoolerMaster Blue Ice Northbridgekühler

CoolerMaster Blue Ice Northbridgekühler

Vorwort

Die Leistung moderner PC-Systeme und die Übertakterambitionen vieler PC-Besitzer erfordern mittlerweile immer aufwendigere und leistungsfähigere Kühllösungen. Standen bisher vor allem CPU und Grafikchip im Blickpunkt, rückt auch die Northbridge langsam stärker in den Focus der Ãœbertakter, Silentfreaks und Modder.
Viele Hersteller verbauen heute auf ihren Boards aktive Kühllösungen, welche meist eins gemeinsam haben, einen kleinen, lauten und ausfallsanfälligen Lüfter auf einem wenig leistungsfähigen Alu- bzw. Kupferkühler. Passive Kühllösungen haben den Nachteil, dass ihre Leistungspotenzial sehr stark von Luftstrom im Gehäuse abhängt und sie daher gerade bei übertakteten Systemen nicht immer eine ausreichende Kühlung garantieren… Gründe zum Tausch des NB-Kühlers sind sicher vielfältig, doch so vielfältig die Gründe sein können, so wenig luftgekühlte Alternativen finden sich auf dem Markt.
Ein NB-Kühler der sofort schon aufgrund der Optik und Größe aus der „Masse“ heraussticht, ist der CoolerMaster Blue Ice. Ob der Kühler nicht nur nett aussieht, sondern auch Ausstattung, Leistung etc. stimmen, versucht das folgende Review zu klären.

Verpackung und Zubehör

Der Kühler präsentiert sich in einer relativ stabilen, ansehnlichen und durchsichtigen Plastikverpackung, in deren Fuß auch das Zubehör in einer kleinen Pappschachtel seinen Platz findet.

verpackung CoolerMaster Blue Ice Northbridgekühler

Schon der erste Blick zeigt, das gute Stück hat klar das Potenzial als „Quengelware“, daher werden auch viele Frauen beruhigt sein, dass er bei den meisten Händler nicht gleich sichtbar an der Kasse hängt *g*.

Erfreulich, die Verpackung ist nicht verschweißt, sondern mit Klebeband verschlossen, so das man beim Entpacken die Verpackung nicht zerstören muss.

Das Zubehörpaket ist ordentlich, neben einer mehrsprachigen Installationsanleitung (auch deutschsprachig) liegen dem Kühler Befestigungsmaterial für alle gängigen Motherboardmodelle mit Loch- oder Häkchenbefestigung, etwas Wärmeleitpaste und ein Abstandhalter aus Schaumstoff bei. Allerdings ist von einer Verwendung bei älteren Motherboard, auf denen der NB-Kühler nur geklebt wird, aufgrund des hohen Gewichtes und Schwerpunktes eher abzuraten.

zubehoer CoolerMaster Blue Ice Northbridgekühler

Ausstattung und technische Details

Die Eckdaten 2 Heatpipes, Kupferboden, kleiner Kupferkühlkörper und 27 ca. 60x47mm große Alulammelen und ein Gesamtgewicht von ca. 140g versprechen eine ordentliche Kühlleistung. Für ausreichenden Luftstrom sorgt ein blau beleuchteter 4cm Lüfter, der sich komplett innerhalb der Kühlerkonstruktion befindet und auch über eine Leitung zur Drehzahlüberwachung verfügt. Die Stromversorgung wird über einen handelsüblichen, 3poligen Molex-Stecker bewerkstelligt und kann so i.d.R. auf allen aktuellen Motherboards direkt angeschlossen werden.

Bei der Verarbeitung leistet sich der Kühler keine Schnitzer, alles ist sauber und ordentlich gearbeitet.

Installation und Betrieb

Die Installation ist recht einfach, wenn auch nicht ganz so leicht wie bei Standardkühlern. Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Kühler nicht verkantet sondern komplett aufliegt. Was sich eigentlich leicht durch ein gleichmäßiges Anziehen der beiden Befestigungsschrauben bewerkstelligen lässt.
Probleme kann es allerdings aufgrund der Kühlergröße geben, gerade wenn noch ein großer CPU-Kühler verwendet wird oder die Grafikkarte etwas üppiger ausfällt. Man sollte daher unbedingt vor dem Kauf prüfen, ob auch genug Platz vorhanden ist. Ein feste Verbaurichtung gibt es nicht, so dass man die genaue Ausrichtung etwas seinen Platzverhältnissen anpassen kann.

verbaut CoolerMaster Blue Ice Northbridgekühler

Im 12V Betreib dreht der Lüfter mit ca. 4500U/min und ist laut Hersteller 22-26dB laut. Der Kühler ist bei 12Volt noch wahrnehmbar, wobei er aber kein hochfrequentes, unangenehmes Geräusch produziert. Bei geschlossenen Gehäuse dürften sich dann nur noch die absoluten Silentfreaks dran stören, bei den meisten Rechnern wird er sicher eh von CPU- oder Grafikkartenlüfter übertönt. Im 7Volt Betrieb muss man das Ohr schon recht nah an den Kühler bringen, um die das gute Stück noch zu hören.

Im Betrieb kommt auch noch ein kleines, optisches Schmankerl der beleuchtete Lüfter zu tragen, der selbst noch im 7Volt Betrieb die Kühlrippenkonstruktion in ein angenehmes Blau taucht.

Die gemessenen Temperaturen im Testsystem (ASRock 939Dual-Sata2) bescheinigen dem BlueIce durchweg zum Teil deutlich bessere Kühlleistungen, als die des schon recht großen Standard-Passiv-Kühlers.

Motherboadsensor

Chipsatz*

Boardunterseite**

idle

load

idle

load

idle

load

Orginalkühler

26

35

36

39

25

32

BlueIce

24

32

30

32

21

28

* gemessen mit Infrarotthermometer PCE-888; jeweils an der gleichen Stelle am Rand des Chips
** gemessen mit Infrarotthermometer PCE-888; mittig unter dem Chipsatz

Fazit

Mit dem Blue Ice hat CoolerMaster eine wirklich interessante Alternative für defekte oder schwachbrüstige Northbridgekühler auf dem Markt gebracht. Der Preis von rund 20Euro ist sicher für einen Northbirdgekühler recht hoch, aber für die gebotenen Technik, Optik und Exklusivität durch aus angemessen.

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